Schrappach
Schrappach Markt Burgwindheim
| |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 49′ N, 10° 35′ O |
| Höhe: | 328 m ü. NHN |
| Einwohner: | 60 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 96154 |
| Vorwahl: | 09551 |
Schrappach ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgwindheim im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Schrappach liegt in der Gemarkung Burgwindheim.[3]
Geografie
Das Dorf liegt im Tal des Schrappachsbachs, eines rechten Zuflusses der Mittelebrach, und ist allseits von Wäldern umgeben; im Westen ist es der Steinachsrangen, im Osten der Burgwindheimer Forst. Die Kreisstraße BA 20 führt nach Burgwindheim zur Bundesstraße 22 (2,2 km nördlich) bzw. nach Aschbach zur Staatsstraße 2260 (5 km südlich).[4]
Geschichte
Schrappach wurde im Jahr 1174 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort wurde nach dem gleichnamigen Bach benannt, dessen Bestimmungswort schrat ist (mhd. für ‚Wasserstaub‘, wie er nach einem kleinen Wasserfall entsteht). Im Kloster Ebracher Urbar (1340) wurde zwischen „Schrappach superior“ und „Schrappach inferior“ unterschieden. Die ursprünglichen Grundherren waren ein Herr namens Irrer, ein Muffelger und die Herren von Windheim. 1278 übergab Ludwig von Windheim den Ort samt Kapelle an das Kloster Ebrach.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schrappach aus 8 Anwesen (2 Höfe, 5 Gütlein, 1 Sölde) und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht hatte das würzburgische Centamt Oberschwarzach. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen übte das Kloster Ebrach aus.[6]
Im Jahre 1802 kam Schrappach an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Schrappach gebildet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Schrappach der Ruralgemeinde Burgwindheim zugewiesen.[7][8]
Baudenkmäler
In Schrappach gibt es zwei Baudenkmäler:[9]
- Sühnekreuz
- Heiligennisch bei Haus Nr. 7
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 60 | 102 | 104 | 77 | 85 | 75 | 96 | 66 | 70 | 60 |
| Häuser[10] | 13 | 15 | 15 | 15 | 14 | 14 | 14 | |||
| Quelle | [7] | [11] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [1] |
Religion
Schrappach ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Mariä Himmelfahrt (Ebrach) gepfarrt,[6] seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Jakobus (Burgwindheim) zuständig.[11]
Literatur
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 164.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Ortsteile > Schrappach. In: burgwindheim.de. Abgerufen am 29. November 2025.
- Schrappach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 29. November 2025.
- Schrappach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 29. November 2025.
- Schrappach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 29. November 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 288 (Digitalisat).
- ↑ Markt Burgwindheim, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. November 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ P. Schneider: Steigerwald, S. 164.
- ↑ a b H. Weiß: Bamberg, S. 165.
- ↑ a b H. Weiß: Bamberg, S. 237.
- ↑ Burgwindheim > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Denkmalliste für Burgwindheim (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 838, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1009, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 955 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 999 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1021 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 874 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 643 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 146 (Digitalisat).