Schneekopf-Fruchttaube
| Schneekopf-Fruchttaube | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Schneekopf-Fruchttaube (Ptilinopus eugeniae) auf einer Illustration von 1893 von John Gerrard Keulemans | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
| ||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Ptilinopus eugeniae | ||||||||||
| (Gould, 1856) |
Die Schneekopf-Fruchttaube (Ptilinopus eugeniae) ist eine endemisch auf den Salomonen vorkommende Vogelart, die zur Gattung der Flaumfußtauben (Ptilinopus) zählt.
Merkmale
Schneekopf-Fruchttauben erreichen eine Größe von 23 bis 24 Zentimetern. Die Geschlechter unterscheiden sich farblich nicht. Kopf und Kehle sind schneeweiß, der Nacken weißlich mit einem blassgelben Schimmer. Das übrige Obergefieder ist überwiegend olivgrün, die Flügel sind dunkelgrün. Die Schulterfedern zeigen einen großen weißen Fleck, Deckfedern und Armschwingen kleine weißliche Flecke. Die Brust ist satt purpurrot mit einem dunkelpurpurnen Rand. Die Unterseite ist matter grün gefärbt, der Steiß gelblich. Die unteren Schwanzfedern sind gelb eingefasst. Der Schnabel ist an der Basis braun und geht zur Spitze hin in ein Gelb über, Beine und Füße sind fleischig rot, die Iris ist orange rot.
Verbreitung, Unterarten und Lebensraum
Die Schneekopf-Fruchttaube kommt ausschließlich auf den Inseln Makira, Uki Ni Masi und Malaupaina, die zu den Salomonen gehören vor. Ihre natürlichen Lebensräume sind dichte Laubwälder. Die Höhenverbreitung reicht vom Meeresspiegel bis auf rund 700 Meter. Es werden keine Unterarten geführt.[1]
Lebensweise
Schneekopf-Fruchttauben sind in der Regel monogam und bilden eine starke Paarbindung, die während der gesamten Brutsaison erhalten bleibt. Die Tauben ernähren sich hauptsächlich von verschiedenen Früchten und Beeren, bevorzugt von Feigen (Ficus). Ihre Ernährung hängt stark von der saisonalen Verfügbarkeit dieser Früchte ab. Gelegentlich ergänzen die Vögel ihre Nahrung mit Samen und Insekten, die wichtige Nährstoffe und Proteine liefern, insbesondere während der Brutzeit, wenn der Energiebedarf höher ist. Nektar ist kein Hauptbestandteil ihrer Nahrung, wird aber gelegentlich genommen, wenn Früchte spärlich sind.
Zur Paarungszeit führt das Männchen aufwendige Balzrituale auf, wobei es das prächtige Gefieder präsentiert, sich aufplustert, wippende Bewegungen zeigt und leise gurrt. Die Tauben bauen ihre Nester bevorzugt in abgelegenen Gebieten dichter tropischer Wälder und nutzten gern die Äste niedrigerer Bäume. Das flache Nest ist einfach gestaltet und besteht aus einer Kombination von Zweigen, Blättern und Ranken. Normalerweise legt das Weibchen pro Brutsaison ein einzelnes weißes Ei. Beide Elternteile teilen sich die Brutpflege, die etwa zwei Wochen dauert. Nach dem Schlüpfen werden die Küken mit einer ausgewürgten Mischung aus Früchten und Kropfmilch gefüttert. Die elterliche Fürsorge dauert an, bis die Küken nach etwa drei Wochen flügge sind.[2]
Bestand und Gefährdung
Die Schneekopf-Fruchttaube ist auf den drei Inseln ihres Vorkommens im Rückgang begriffen und wird demzufolge von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „near threatened = potentiell gefährdet“ geführt.[3] Obwohl sich die Tauben an gestörte Lebensräume anpassen können, stellen Abholzungen und damit einhergehender Lebensraumverlust eine Bedrohung für sie dar.[1]
Literatur
- Baptista, L. F., P. W. Trail, H. M. Horblit, P. F. D. Boesman und E. Garcia: White-headed Fruit-Dove (Ptilinopus eugeniae), version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, and E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
Weblinks
- Ptilinopus eugeniae bei Avibase
- Schneekopf-Fruchttaube (Ptilinopus eugeniae) auf eBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Schneekopf-Fruchttaube
- Ptilinopus eugeniae im Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
Einzelnachweise
- ↑ a b Baptista, L. F., P. W. Trail, H. M. Horblit, P. F. D. Boesman und E. Garcia: White-headed Fruit-Dove (Ptilinopus eugeniae), version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, and E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
- ↑ White-headed Fruit Dove, Bird Buddy Inc., Kalamazoo, Michigan, USA
- ↑ White-headed Fruit-dove, auf iucnredlist.org, eingesehen am 6. Dezember 2025