Schmerbach am Kamp

Schmerbach am Kamp (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Schmerbach
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Zwettl (ZT), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Zwettl
Pol. Gemeinde Pölla
Koordinaten 48° 36′ 12″ N, 15° 25′ 7″ Of1
Höhe 507 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 63 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 87,58 ha (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06940
Katastralgemeindenummer 24175
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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63

BW

Schmerbach am Kamp ist eine Ortschaft und als Schmerbach eine Katastralgemeinde der Gemeinde Pölla im Bezirk Zwettl in Niederösterreich mit 63 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1967 war Schmerbach am Kamp eine eigenständige Gemeinde.[2]

Geografie

Das Dorf nördlich über dem Kamp ist über die Landesstraße L8088 erreichbar, von der die L8090 in den Ort abzweigt und endet. Der Ort wird vom Schmerbach entwässert, der knapp unterhalb der Ruine Schwarzenöd in den Kamp einfließt. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 38 Adressen.[3]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 20 Häusern genannt, das nach Franzen eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Krumau besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Krumau, Waldreichs, Ottenstein und Altenburg.[4]

Mit 1. Jänner 1968 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Altpölla, Franzen, Neupölla, Ramsau und Schmerbach am Kamp zu Pölla fusioniert.[2]

Siedlungsentwicklung

Zum Jahreswechsel 1979/1980 befanden sich in der Katastralgemeinde Schmerbach insgesamt 9 Bauflächen mit 2.799 m², 1989/1990 zählte man weiterhin 9 Bauflächen. 1999/2000 war die Zahl der Bauflächen auf 22 angewachsen und 2009/2010 bestanden 14 Gebäude auf 22 Bauflächen.[5]

Bodennutzung

Die Katastralgemeinde ist landwirtschaftlich geprägt. 49 Hektar wurden zum Jahreswechsel 1979/1980 landwirtschaftlich genutzt und 37 Hektar waren forstwirtschaftlich geführte Waldflächen. 1999/2000 wurde auf 47 Hektar Landwirtschaft betrieben und 39 Hektar waren als forstwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen. Ende 2018 waren 46 Hektar als landwirtschaftliche Flächen genutzt und Forstwirtschaft wurde auf 39 Hektar betrieben.[5] Die durchschnittliche Bodenklimazahl von Schmerbach beträgt 16,8 (Stand 2010).

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 2. Band: Krems bis Stift Zwettl. Wallishausser, Wien 1839, S. 267 (SchmerbachInternet Archive).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 25, Sektion Döllersheim, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,7 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 390.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. a b Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 19. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 31. Dezember 2025. (LGBL. NÖ. Nr. 468/1967)
  3. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 236 (Schmerbach in der Google-Buchsuche).
  5. a b BEV: Regionalinformation 31.12.2018 auf bev.gv.at (online)