Schmarrn
Als Schmarrn oder Schmarren (seit dem 16. Jahrhundert oberdeutsch zu „Schmer, schmieren“), in der schwäbischen sowie in der badischen Küche auch Kratzete, werden einige Speisen der bayerischen und österreichischen Küche bezeichnet, in denen während der Zubereitung die Ausgangsmasse des Gerichts grob in kleine Stücke zerteilt und durchgemischt wird.
Meist handelt es sich um süße Mehlspeisen. Bekannte Varianten sind der Kaiserschmarrn, bestehend aus zerteilten und Eiweiß geschlagenen Pfannkuchen, der Semmelschmarrn, bestehend aus blättrig geschnittenen Semmeln, und der Grießschmarrn. Ein salziges Gericht, das auch als Beilage zu Fleisch serviert wird, ist hingegen der Kartoffelschmarrn.
Dem Kaiserschmarrn ähnlich sind der schwäbische Eierhaber, Kratzede oder badische Kratzete Schmarren aus Pfannkuchenteig, die jedoch oft auch mit pikanten Beilagen gegessen werden, dichter sind, nicht das Eiweiß trennen und schlagen, und im Fall vom Eierhaber krümeliger ist.
Übertragene Bedeutung
Im übertragenen Sinn wird das Wort „Schmarrn“ als Ausdruck der Geringschätzung im Sinne von „Unsinn“ verwendet. Im Fränkischen wird das Äußern von „Schmarrn“ als „Gschmarri“[1] bezeichnet.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Martin Droschke: Franken hat so schöne Wörter. Gschmarri. In: Franken 2024. Franken-Wissen für das ganze Jahr. Emons Verlag, Köln 2023, ISBN 978-3-7408-1797-8, Blatt 2. September.