Schloss Wolfskuhlen
Schloss Wolfskuhlen, auch Haus Wolfskuhlen genannt, ist das ehemalige Rittergut Wolfskuhlen. Heutzutage ist der Besitz, von dem nur einbruchsgefährdete Ruinen überbleiben, vor allem als Lost Place bekannt.
Geschichte
Südlich von Rheinberg, zwischen Budberg und Rheinkamp liegen die Überreste des einst staatlichen Herrenhauses Wolfskuhlen. Gegenüber von ihnen liegt ein Bauernhof, der einst vermutlich auch zum Besitz des Rittergutes gehörte.[1]
Bau
Erbaut wurde das ehemalige Schloss im 13. Jahrhundert, wobei es 1292 erstmals urkundlich erwähnt wurde.[2] Um 1800 wurde durch Freiherr Joseph Anton von Wevelinghoven-Sittern das eigentliche dreistöckige Herrenhaus erbaut, dessen Überreste heute noch zu sehen sind, über dessen Haupteingang das Wappen der Familie Wevelinghoven-Sittern hing.[1] 1950 wurde das Gebäude um zwei Seitenflügel erweitert.[3] Von der vorherigen Burganlage ist heute nichts mehr zu sehen, wohl wegen der Neuerrichtung des Herrenhauses. Im Garten des Grundstücks liegt ein alter Friedhof, der allerdings nur noch zu erahnen ist.[1]
1993 wurde das Gebäude durch einen Großbrand teilweise ausgebrannt.[4] Bis heute haben sich nur Ruinen des Besitzes erhalten.
Besitz
1335 wurde erstmals der Ritter Heinrich von Wolfskulen erwähnt, als Graf Theodorich von Moers von seinem Neffen Arnold von Arscheid die Belehnungsrechte über das Grundstück und andere Güter kaufte.[1] Im Jahr 1449 lehnte Graf Vinzenz von Moers dem Ritter Albert von Wolfskuhlen mit dem Grundstück. 1789 ging der Besitz in das Eigentum von Freiherrn Joseph Anton von Wevelinghoven-Sittern über, der ein Ritter des Malteserordens war. Er erbaute das Herrenhaus und starb 1835 auf dem Besitz. Folgende dokumentierte Eigentümer waren Carl Florentin von Büllingen, Ehrenbürgermeister von Budberg, seine Tochter Emilie Chlothilde Josephine Gislaine und ihr Sohn Degenhard Freiherr von Loe.
Im zweiten Weltkrieg wurde viel der Inneneinrichtung des Herrenhauses zerstört, unter anderem auch das Archiv, wodurch Teile der Geschichte des Besitzes verloren gingen.
Die Bergwerkgesellschaft Rheinpreußen hat später einen Großteil des Gebäudes gemietet, um es als Bergwerklehrlingsheim zu nutzen. in den 70er Jahren soll es als Kinderheim genutzt worden sein, welches 1989 wieder geschlossen wurde.[5]
Seit dem Brand 1993 stand das Gebäude nicht mehr in Nutzung. Heute befindet es sich in Privatbesitz.
Mythen und Geschichten
Das Haus Wolfkuhlen soll sich laut Legende in einem Pentagramm befinden, dessen fünf Spitzen (Haus Ossenberg, Haus Cassel, Haus Lauderfort, Haus Tervort und Haus Blömersheim) sich alle in einem Umfang von 3 km befinden.[6]
Die meisten Phänomene, von denen berichtet wird, stammen aus der Zeit des Besitzes als Kinderheim. Es wird gesprochen von Kindern, die in die Wände eingemauert oder im Garten beerdigt wurden. Es sollen Stimmen gehört und die Gestalt eines Mädchens gesehen werden, die sich ins Nichts auflöst.[7]
Fakten gibt es zu den Übernatürlichen Aspekten der Ruine keine, jedoch ist sie bekannt und beliebt als ein Ort zum Gruseln.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Ausflugtipps Niederrhein und Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Schloss Wolfskuhlen. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Die verlassenen Orte: Schloss Wolfskuhlen – Die verlassenen Orte. 15. Februar 2024, abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Schloss Wolfskuhlen. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Schloss Wolfskuhlen. Abgerufen am 27. Dezember 2025 (deutsch).
- ↑ Schloss Wolfskuhlen. Abgerufen am 29. Dezember 2025 (deutsch).
- ↑ Die verlassenen Orte: Schloss Wolfskuhlen in der Nacht – Die verlassenen Orte. 20. Februar 2024, abgerufen am 29. Dezember 2025.
Koordinaten: 51° 31′ 11,2″ N, 6° 37′ 55,8″ O