Schloss Wattersdorf

Das abgegangene Schloss Wattersdorf war ein Hofmarkschloss in Wattersdorf (früher: Watterdorf), einem Gemeindeteil der Gemeinde Weyarn im oberbayerischen Landkreis Miesbach. Die Anlage wird als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-1-8136-0071 als „abgegangenes Hofmarkschloss der frühen Neuzeit (‚Schloss Wattersdorf‘) mit Schlosskapelle Verklärung Christi“ geführt.[1]

Geschichte

1585 war Wattersdorf noch eine Hauptmannschaft des Amtes Föching. Ab 1602 wird es als Sitz einer Hofmark erwähnt, die von 1610 bis 1706 im Besitz der Familie Barth war.[2] Der Churfürstliche Rentmeister Bernhard Barth erweiterte um das Jahr 1610 ein bestehendes Gebäude mit vier Ecktürmen, der Kapelle „Verklärung Christi“ und einer Ringmauer zu einem repräsentativen Hofmarksschloss. Um 1681 wurden die Barth in den Freiherrenstand erhoben. Nach mehreren Besitzerwechseln, so auch an die Grafen Arco, wurden vor dem Ersten Weltkrieg Grundstück und Gebäude an das Leitzachwerk-Konsortium verkauft. 1934 wurde das baufällige Schloss abgebrochen.

Die ehemalige Schlosswiese ist heutzutage teilweise bebaut. Da Denkmalfunde in der Bauphase nicht ausgeschlossen werden konnten, wurden die Neubauten ohne Kellergeschoss errichtet.[3]

Einzelnachweise

  1. Denkmalliste für Weyarn (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (Stand: 23. Dezember 2024; PDF-Seite 13: Objektnummer D-1-8136-0071), auf geodaten.bayern.de, abgerufen am 12. Februar 2025.
  2. Landgericht Aibling und Reichsgrafschaft Hohenwaldeck. In: Historischer Atlas von Bayern. S. 230 ff., abgerufen am 6. Dezember 2025.
  3. WEYARN BEBAUUNGSPLAN NR. 22 „Wattersdorf - Schlosswiese“. Abgerufen am 22. Oktober 2024.