Schlacht bei Memel (1257)

Schlacht bei Memel
Teil von: Nordische Kreuzzüge
Datum 1257
Ort nahe Memel
Ausgang Litauischer Sieg
Folgen 2-jähriger Waffenstillstand zwischen dem Orden und den Samogiten
Konfliktparteien

Livländischer Orden,
Deutscher Orden

Samogiten (Niederlitauer)

Befehlshaber

Burkhard von Hornhausen,
Bernhard von Haren

Alminas

Truppenstärke

40 Ordensritter,
ca. 500 Kuren

unbekannt

Verluste

12 Ordensritter,
andere Verluste unbekannt

unbekannt

Die Schlacht bei Memel fand 1257 zwischen dem Livländischen Orden unter dem Landmeister Burkhard von Hornhausen und den aufständischen Samogiten unter ihrem Anführer Alminas statt.

Vorgeschichte

Der sich im Bürgerkrieg befindliche litauische Fürst Mindaugas suchte Verbündete und fand diese im Livländischen Orden. Nach seiner Taufe erhielt er von Papst Innozenz IV. sogar den Titel König von Litauen. Im Gegenzug dafür trat Mindaugas beträchtliche Gebiete an den Orden ab, darunter auch ein Großteil Samogitiens. Die einheimische Bevölkerung fühlte sich verraten und nahm mit ihrem Anführer Alminas sowie der Unterstützung des Stammes der Semba den Kampf gegen den Orden auf.

Ausgangssituation

Nach der Wahl des livländischen Landmeisters Anno von Sangerhausen zum Hochmeister des Deutschen Ordens ernannte er Burkhard von Hornhausen, den bisherigen Komtur von Königsberg, zu seinem Nachfolger. Die Samogiten nutzen diesen Führungswechsel aus und fielen mit einem Heer ins Memeler Gebiet ein.

Der neue Landmeister musste schnell reagieren und stellte ein etwa 1000 Mann starkes Aufgebot zusammen, darunter mind. 40 Ordensritter und etwa 500 kurische Hilfstruppen aus den eroberten Gebieten.

Schlacht

Burkhard von Hornhausen unterschätzte vermutlich die litauischen Kräfte und Fähigkeiten deutlich und zog dem feindlichen Heer entgegen. In der Feldschlacht war aber das Ordensheer schnell unterlegen. Der Landmeister selbst wurde schwer verwundet und konnte sich nur mit großer Mühe mit seinen restlichen Einheiten in die Memelburg zurückziehen. 12 Ordensbrüder fielen im Kampf, dazu eine unbekannte Anzahl Kuren. Die Memelburg wurde offenbar nicht belagert.

Folgen

Nach der Schlacht wurde ein zweijähriger Waffenstillstand vereinbart, an den sich beide Parteien hielten.

Siehe auch

Literatur

  • Inga Baranauskienė: Durbės mūšis. Istorija, priežastys, pasekmės. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. Juli 2012; abgerufen am 12. Oktober 2025 (litauisch).