Schessinghausen

Schessinghausen
Gemeinde Husum
Koordinaten: 52° 36′ N, 9° 15′ O
Fläche: 9,54 km²[1]
Einwohner: 749[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31632
Vorwahl: 05027
Lage von Schessinghausen in Niedersachsen

Schessinghausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Husum im Landkreis Nienburg/Weser in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1974 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Das Dorf Schessinghausen liegt etwa zwei Kilometer nördlich von Husum.

Geschichte

Schessinghausen wurde 1209 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Wölpe in der Grafschaft Hoya des Kurfürstentums Hannover. Von 1810 bis 1813 gehörte der Ort zum Kanton Rehburg im Departement der Aller des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. 1814 fiel Schessinghausen an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt Wölpe und ab 1859 zum Amt Nienburg. Die Gemeinde Schessinghausen fiel 1867 mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Nienburg. Die Gemeinde wurde im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen am 1. März 1974 Teil der Gemeinde Husum.[2]

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812 404 [3]
1845 487 [4]
1871 486 [5]
1895 470 [6]
1910 444 [7]
1925 428 [8]
1939 455 [8]
1950 740 [9]
1961 610 [9]
1970 635 [9]

Bau-, Boden- und Naturdenkmale

Mehrere Wohnhäuser und landwirtschaftliche Gebäude in Schessinghausen sind geschützte Baudenkmale. Ein Grabhügel am Leeseringer Weg ist ein Bodendenkmal und eine Eiche im Dorf ist ein Naturdenkmal.

Infrastruktur

Schessinghausen hat eine Ortsfeuerwehr mit einem Feuerwehrhaus Unter den Eichen.[10]

Vereine

Der SV Schessinghausen hat Abteilungen für Fußball und Darts. Der Kleinkaliber-Schützenverein Schessinghausen widmet sich dem Schießsport und der Pflege des lokalen Brauchtums.[10]

Einzelnachweise

  1. a b Daten und Karte der Gemarkung Schessinghausen
  2. Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1974
  3. Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).
  4. Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 55 (google.de).
  5. Volkszählung 1871
  6. Volkszählung 1895
  7. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 12. April 2025.
  8. a b Michael Rademacher: Nienburg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  9. a b c Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  10. a b Vereinsliste Husum