Schansaja Äbdimälik

Schansaja Äbdimälik beim FIDE Women's Grand Prix 2023 in München
Name Schansaja Danijarqysy Äbdimälik
Verband Kasachstan Kasachstan
Geboren 12. Januar 2000
Almaty, Kasachstan
Titel Großmeister der Frauen (2014)
Internationaler Meister (2017)
Großmeister (2021)
Aktuelle Elo‑Zahl 2468 (Januar 2026)
Beste Elo‑Zahl 2507 (Oktober 2021)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Schansaja Danijarqysy Äbdimälik (kasachisch Жансая Даниярқызы Әбдімәлік Jansaia Daniarqyzy Äbdımälik, FIDE-Schreibweise Zhansaya Abdumalik; * 12. Januar 2000 in Almaty) ist eine kasachische Schachspielerin. Seit 2021 trägt sie den Titel Großmeister im Schach.

Karriere

Im Jahr 2008 gewann Äbdimälik sowohl die Asiatische Mädchenmeisterschaft als auch die Jugendweltmeisterschaft der Mädchen in der U8-Altersklasse.[1] Bei der Weltmeisterschaft 2010 wurde sie Zweite in der Altersklasse U10, gefolgt von einem Sieg der U12-Altersklasse 2011 und einem weiteren zweiten Platz hinter R. Vaishali im Jahr darauf. Schon als Zwölfjährige startete sie 2012 auch bei den Juniorinnen-Weltmeisterschaften und belegte 2013 hinter Alexandra Gorjatschkina den zweiten Platz. Daran schloss sie bei ihren weiteren Teilnahmen an und wurde 2015 Dritte, ehe sie im November 2017 in Tarvis das Turnier als Setzlistenerste auch gewann.

Äbdimälik erhielt 2011 den Titel Internationaler Meister der Frauen und 2014 den Titel Großmeister der Frauen nach Erreichen der dafür notwendigen Normen. Über ihre Turnierleistungen im März 2015 beim Reykjavik Open, dem Frauen-Turnier beim Asian Nations Cup im April 2016 und einem Turnier in Breslau im Dezember 2016 qualifizierte sie sich für den Titel Internationaler Meister, den die FIDE ihr Anfang 2017 verlieh.[2] Die erste Großmeisternorm errung Äbdimälik sich beim 45th Annual World Open in Philadelphia im Juli 2017. Nach zwei weiteren Normen über das Karpos Open in Skopje und dem Budapester Frühlingsfestival im März und April 2018 bestätigte die FIDE ihr das Erfüllen des Großmeistertitels unter der Bedingung einer Elo-Zahl von mindestens 2500. Diese Marke erreichte sie erst im Juli 2021.[3] Äbdimälik ist die erste Frau aus Kasachstan, die den Großmeistertitel im Schach erreichte.

Bei der kasachischen Landesmeisterschaft der Frauen 2016 startete sie bereits klar favorisiert. In der Weltrangliste der Frauen stand sie als zweitbeste Kasachin auf Platz 74; Dinara Säduaqassowa nahm jedoch nicht an der Landesmeisterschaft teil. Mit sechs Siegen bei nur einer Niederlage holte sie ihren ersten Landesmeistertitel.[4] Dieser Erfolg blieb ihr 2017 nicht vergönnt und sie wurde hinter Gülischan Nachbajewa und Mädina Däuletbajewa, gegen die sie beide verlor, nur Dritte.[5] Im Dezember 2020 gewann sie zum zweiten Mal die Landesmeisterschaft der Frauen, erneut mit sieben Punkten aus neun Runden.[6]

Bei der im K.-o.-System ausgerichteten Schachweltmeisterschaft der Frauen 2018 startete Äbdimälik als 15. der Setzliste. Nach Siegen über Padmini Rout, Zhao Xue und Jolanta Zawadzka in den ersten Runden scheiterte sie im Viertelfinale knapp an der Ukrainerin Marija Musytschuk.

Im Jahr 2018 war Äbdimälik zu den 20 besten Frauen aufgestoßen. Beim FIDE Grand Prix der Frauen 2019–2021 konnte sie jedoch nur als Reservistin teilnehmen. In beiden Einzelturnieren zeigte sie jedoch starke Leistungen. So wurde sie in Lausanne im März 2020 Dritte und gewann gar das Abschlussevent in Gibraltar im Juni 2021. Sie blieb dabei in elf Runden ungeschlagen und gewann sechs Partien. Sie gehörte anschließend auch zum Teilnehmerfeld des FIDE Grand Prix der Frauen 2022–2023. Beim Turnier in Astana im September 2022 belegte sie den fünften Platz; in München erreichte sie im Februar 2023 den sechsten Platz. Aus dem dritten Turnier in Neu-Delhi zog sie sich im März 2023 kurzfristig zurück.

Bei der Schnellschach-Weltmeisterschaft der Frauen im Dezember 2022 belegte Äbdimälik den fünften Rang mit acht Punkten aus den elf Partien.

Mit der kasachischen Nationalmannschaft ist Äbdimälik bereits 2014 bei der Schacholympiade der Frauen in Tromsø angetreten und steuerte neun Partien als drittes Brett der Mannschaft bei. In Baku 2016 führte sie das kasachische Team an, das jedoch nur 37. wurde. In Batumi 2018 war Äbdimälik am zweiten Brett gesetzt und absolvierte zehn Partien. In Chennai 2022 war sie wieder Spitzenspielerin der kasachischen Mannschaft und führte das Team zu einem erfolgreichen fünften Platz. Im folgenden Jahr trat sie für Kasachstan bei den Asienspielen an und wurde gemeinsam mit der Mannschaft Bronzesiegerin.

Vereine

Äbdimälik startete in der deutschen Frauenbundesliga 2019/20, 2021/22 und 2022/23 für die OSG Baden-Baden. Auch in der Saison 2023/24 wurde sie für den Kader der Badener gemeldet, absolvierte jedoch keine Partien.[7]

Commons: Zhansaya Abdumalik – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Asian Youth Chess Championship; Girls Under 8 Tehran; 15 - 22 July 2008. In: chess-results.com. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
  2. FIDE Title Applications 2017. In: ratings.fide.com. Abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).
  3. FIDE Title Applications 2018. In: ratings.fide.com. Abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).
  4. The championship of Kazakhstan 2016 (women) – Endtabelle nach 9 Runden. In: chess-results.com. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
  5. The Week in Chess 1171 – ch-KAZ Women 2017. In: theweekinchess.com. Abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).
  6. Kazhgaleyev and Abdumalik win Kazakhstan Cup 2020. In: fide.com. 21. Dezember 2020, abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).
  7. GM Zhansaya Abdumalik. In: schachbundesliga.de. Abgerufen am 2. Dezember 2025.