Schalmeiinstrument

Die Schalmeiinstrumente, auch Schalmeien, sind eine Untergruppe der Doppelrohrblattinstrumente, die zusammen mit den Flöten zu den Holzblasinstrumenten gehören. Schalmeiinstrumente sind mit einem doppelten Rohrblatt (Doppelrohrblatt) und einer konisch gebohrten Röhre ausgestattet. Am unteren Ende mündet diese in einen Schallbecher.

Einige Schalmeiinstrumente

Nicht zu den Schalmeiinstrumenten zählt die auch Schalmei genannte Martinstrompete.

Klang

Mit Ausnahme der Oboen zeichnen sich die Schalmeiinstrumente durch ihren lauten und oft etwas rauen Klang aus. In tiefer Lage enthält der Klang, auch jener der Oboen, oft eine deutlich nasale Komponente.

Bedingt durch die konische Bohrung überblasen die Schalmeiinstrumente:

  • das erste Mal in die Oktave
  • das zweite Mal in die Duodezime
  • das dritte Mal in die Superoktave.

Die meisten Schalmeiinstrumente werden jedoch nur einmal überblasen.

Systematik

In der Literatur werden die Schalmeiinstrumente auch als Oboeninstrumente bezeichnet.

Die Bezeichnung Kegeloboen meint alle Schalmeiinstrumente außer den Oboen, weil deren Bohrung nur leicht konisch ist.

Die Bezeichnungen Volksoboen oder Volksschalmeien schließen neben den Oboen auch noch die Renaissanceinstrumente Schalmei, Rauschpfeife und Pommer aus.

Abweichend vom bisher Beschriebenen wird Schalmeien in der Hornbostel-Sachs-Systematik als Oberbegriff für Rohrblattinstrumente und für Durchschlagzungeninstrumente verwendet.

Literatur

  • Heinz Stefan Herzka: Schalmeien der Welt. Volksoboen und Volksklarinetten. Verbreitung und Geschichte der Musikinstrumente mit dem magischen Klang. Schwabe & Co., Basel 2003, ISBN 3-7965-1969-5