Schadlos
Schadlos Gemeinde Pettstadt
| |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 51′ N, 10° 55′ O |
| Höhe: | 247 m ü. NHN |
| Einwohner: | 30 (1. Juli 2024)[1] |
| Postleitzahl: | 96175 |
| Vorwahl: | 09502 |
Schadlos ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Pettstadt im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Schadlos liegt in der Gemarkung Pettstadt.[3]
Geografie
Der Weiler liegt an der Aurach zwischen dem Bruderwald im Norden und dem Distelberg (370 m ü. NHN) im Süden, einem bewaldeten Höhenrücken des Steigerwaldes. Die Kreisstraße BA 21 führt entlang der Aurach nach Neuhaus (1 km südöstlich) bzw. nach Höfen (1,4 km westlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1403 als „Schadlawßhof“ erstmals schriftlich erwähnt, 1433 wurde er „zum Schadloss“ genannt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Scatilin. Ursprünglich lag der Ort im Fraischbezirk des bambergischen Centamtes Memmelsdorf.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schadlos aus 6 Anwesen. Das Hochgericht war strittig zwischen dem bambergischen Centamt Burgebrach und dem Centamt Bamberg. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Schlüsselau (Theodorische Güterverwaltung). Grundherren waren das Amt Schlüsselau (1 Söldengut), das bambergische Kollegiatstift St. Stephan (2 Halbgülthöflein, 1 Söldengut), die Pfarrei Pettstadt (1 Söldengut) und die Bamberger Patrizier Zollner vom Brand (1 Söldengut).[6] Der Ertrag an Heu galt als besonders gut, der Getreide- und Obstbau aber nur als mittelmäßig.[7]
Im Jahre 1802 kam Schadlos an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schadlos dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Neuhaus und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Pettstadt zugewiesen.[8][9]
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2017 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 35 | 42 | 42 | 34 | 38 | 32 | 46 | 34 | 31 | 25 | 29 | 30 |
| Häuser[10] | 7 | 6 | 6 | 6 | 6 | 7 | 8 | |||||
| Quelle | [8] | [11] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [1] | [1] |
Religion
Schadlos ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Bamberg) gepfarrt,[6][7] seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei Mariä Geburt (Pettstadt) zuständig.[11]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schadloß. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 66–67 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 144.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Schadlos in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- Schadlos in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- Schadlos im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 14. Dezember 2025.
Fußnoten
- ↑ a b c Daten und Zahlen. In: pettstadt.de. Abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ Gemeinde Pettstadt, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ P. Schneider: Steigerwald, S. 144.
- ↑ a b H. Weiß: Bamberg, S. 161.
- ↑ a b J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 66f.
- ↑ a b H. Weiß: Bamberg, S. 259.
- ↑ Pettstadt > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 836, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1006, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 953 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 997 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1018 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 879 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 647 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 146 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 289 (Digitalisat).