Schützenkasten
| Schützenkasten (Streusiedlung) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Wiener Neustadt (WB), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Wiener Neustadt | |
| Pol. Gemeinde | Bad Schönau (KG Schönau im Gebirge) | |
| Koordinaten | 47° 28′ 21″ N, 16° 13′ 55″ O | |
| Höhe | 675 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 21 (1. Jän. 2025) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 06565 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Schützenkasten ist eine Ortschaft in der Gemeinde Bad Schönau im Bezirk Wiener Neustadt in Niederösterreich mit 22 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1].
Geografie
Der nach Nordosten exponierte Ort liegt südlich von Bad Schönau und ist nur über Nebenstraßen erreichbar. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 7 Adressen.[2]
Geschichte
Der Ortsname bezieht sich möglicherweise auf einen Schützenkasten, also eine von Jägern genutzte Stellung. Die Einwohner waren Waldbauern und allesamt Ganzlehner, die aber nur wenig Ackerbau betrieben, weil ihre Gründe von minderer Güte waren und den Elementen ausgesetzt waren, befand Schweickhardt im frühen 19. Jahrhundert. Auch die Viehwirtschaft deckte nur den häuslichen Bedarf ab. Dennoch vermarkteten sie ihren Hafer bis nach Wr. Neustadt. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit sieben Häusern genannt, das nach Bad Schönau eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Krumbach besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[3]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Schützenkasten zwei Landwirte mit Direktvertrieb ansässig.[4]
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Schöngraben bis St. Valentin. Schmidl, Wien 1833, S. 21 (Schützenkasten – Internet Archive).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 109, Sektion Aspang, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,5 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 361.
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 248 (Schützenkasten in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 447