Schönau (Tuntenhausen)

Schönau
Gemeinde Tuntenhausen
Koordinaten: 47° 57′ N, 11° 58′ O
Höhe: 528 m ü. NHN
Einwohner: 252 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 83104
Mariä Himmelfahrt in Schönau

Schönau ist ein Ortsteil der Gemeinde Tuntenhausen im oberbayerischen Landkreis Rosenheim.

Geographie

Das Pfarrdorf liegt etwa in der Mitte zwischen den Ortsteilen Beyharting und Hohenthann.

Geschichte

Schönau wurde im Jahr 846 zum ersten Mal in den Traditionen in Freising erwähnt. Der ursprüngliche Name war Sconninauhu, was so viel bedeutet wie „bei der schönen Au“. Der Begriff „schön“ hat hier die Bedeutung von „fruchtbar“. Der Name veränderte sich im Laufe der Zeit über Sconinouua, Sconinowa und Schoenawe bis zur heutigen Schreibweise.

Als eigene Pfarrei wurde Schönau erstmals 1315 erwähnt. Diese Pfarrei wurde am 4. Juni 1428 dem Kloster Beyharting einverleibt. 1827 wurde Schönau bei einem Brand teilweise zerstört.

1813 bestand die Ortschaft Schönau aus 12 Anwesen, einem Pfarrhof und einer Filialkirche. Schönau hatte 1820 etwa 110 Einwohner, 1925 zählte es 118 Einwohner. Heute (2020er Jahre) ist der Ort auf etwa 600 Einwohner gewachsen.

Schönau gehörte zur Gemeinde Hohenthann und wurde mit dieser 1978 nach Tuntenhausen eingegliedert.

Seit 2008 besteht der Traumfänger Verlag.

Schönauer Kirche

Einer Sage nach sollte die Kirche ursprünglich zwischen Weng und Söhl errichtet werden. Bei den ersten Arbeiten verletzte sich jedoch ein Arbeiter und Blut rann auf die Holzspäne. Krähen brachten dann diese Späne an den heutigen Standplatz der Kirche.

Zum ersten Mal wird in Schönau eine Kirche 1580 erwähnt. Die heutige Marienkirche wurde 1720 vom Maurermeister Thomas Mayr aus Grafing erbaut. Beim Brand von 1827 wurde auch die Kirche teilweise zerstört und in den folgenden Jahrzehnten wieder aufgebaut und renoviert.

Weitere Baudenkmäler

In die Liste der Baudenkmäler in Schönau sind drei weitere Objekte eingetragen:

  • Kirchenweg 1, Einfirsthof, 1827
  • Kirchenweg 5, Ehemaliges Schulhaus, seit 2000 Haus der Vereine, bezeichnet 1842
  • Lindenstraße 3, Einfirsthof, Mitte 19. Jahrhundert
Commons: Schönau (Tuntenhausen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Marianne Eckardt, Werner Katzlmeier: Chronik der Gemeinde Tuntenhausen. Gemeinde Tuntenhausen, Tuntenhausen 1998, ISBN 3-932665-99-6.
  • Chronik von Schönau – Werner Lausch († März 2007)
  • Wolfgang Koller: Das Schönauer Krippenspiel (= Laienspiel. Nr. 95). Buchner, München 1948.

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 137 (Digitalisat).