Sauna (2025)
| Film | |
| Titel | Sauna |
|---|---|
| Produktionsland | Dänemark |
| Originalsprache | Dänisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 105 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Mathias Broe |
| Drehbuch | William Lippert, Mathias Broe |
| Produktion | Mads-August Hertz |
| Musik | Emil Davidsen |
| Kamera | Nicolai Lok |
| Schnitt | Linda Man |
| Besetzung | |
| |
Sauna ist ein dänischer Spielfilm von Mathias Broe aus dem Jahr 2025. Das Werk basiert auf dem gleichnamigen Roman von Mads Ananda Lodahl. Die queere Liebesgeschichte handelt von einem jungen homosexuellen Mann, der sich in einen Transmann verliebt. Die Hauptrollen übernahmen Magnus Juhl Andersen und Nina Rask. Die Weltpremiere fand Ende Januar im Rahmen des Sundance Film Festivals 2025 statt. Ein regulärer Kinostart in Dänemark erfolgte Ende April desselben Jahres.
Handlung
Johan ist schwul und wohnt in Kopenhagen. Der junge und attraktive Mann lebt seine Sexualität in vollen Zügen aus. Er besucht Bars und Partys und unterhält One-Night-Stands. Auch verbringt er viel Zeit im Adonis, der einzigen Schwulensauna der Stadt. Dort hat Johan kürzlich als Rezeptionist zu arbeiten begonnen.[2]
Eines Tages macht Johan die Bekanntschaft mit dem gleichaltrigen William, einem Transmann. Er verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Ihre Beziehung widersetzt sich jedoch den gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht, Identität und Beziehungen.[2]
Hintergrund
Sauna ist das Spielfilmdebüt des dänischen Filmregisseurs Mathias Broe, für das er gemeinsam mit William Lippert auch das Drehbuch verfasste. Es basiert auf Mads Ananda Lodahls gleichnamigen Roman aus dem Jahr 2021. Broe hatte 2020 für seinen 30-minütigen Dokumentarfilm Amfi (2018) den dänischen Filmpreis Robert gewonnen. Das Werk handelte über drei junge Männer, die in den Ruinen eines Amphitheaters ihre innersten Schamgefühle, Ängste und Geheimnisse gegenseitig offenbaren. Bereits zuvor hatte sich der Filmemacher unter anderem mit den Kurzspielfilm Young Man’s Dance / Ung mands dans (2014) einer homoerotischen Geschichte gewidmet. In der Vorproduktion von Sauna begann Broes eigener Partner mit geschlechtsangleichenden Maßnahmen.[3]
Der Film wurde von Mads-August Hertz für Nordisk Film produziert. Die Produktionskosten werden mit 1,1 Millionen Euro angegeben.[2] Unterstützt wurde das Projekt von der Abteilung New Danish Screen des Dänischen Filminstituts und dem öffentlich-rechtlichen Sender DR. Broe vermarktete Sauna vorab als ersten dänischen Spielfilm mit einer Transperson in der Hauptrolle.[3] Auch sei das Werk in enger Zusammenarbeit mit engagierten Mitgliedern aus Kopenhagens queerer Community entstanden.[4]
Veröffentlichung
Sauna wurde am 27. Januar 2025 beim 41. Sundance Film Festival uraufgeführt. Dort war das Werk in den Hauptwettbewerb für ausländische Spielfilme eingeladen worden. In ihrem Online-Katalog priesen die Veranstalter den Beitrag als „aufwendig kreierten und wunderschön gestalteten Film“ und hoben die Schauspielleistungen von Magnus Juhl Andersen und Nina Rask heraus.[5]
Ein regulärer Kinostart in den nordischen Ländern erfolgte im Verleih von Nordisk Film.[3] In Dänemark kam Sauna am 24. April 2025 in die Kinos.[6] Der deutsche Kinostart bei Salzgeber war am 20. November 2025.[7]
Rezensionen
Andreas Köhnemann stellt in der Sissy fest, dass die Zeit, in der das queere Kino das Coming-out als das eine große Erzählziel formulierte, abgelöst wird von Filmen wie Drifter von Hannes Hirsch und Sauna. Sie zeigen, dass die Reise nach dem Coming-out längst nicht abgeschlossen ist. In der Selbstfindung gibt nicht die eine queere Erfahrung: "und bedauerlicherweise nicht immer ein großes solidarisches Miteinander unter nicht-heteronormativen Menschen."[8]
Stefan Volk ist im katholischen Filmdienst beeindruckt vom intensiven, glaubhaften Spiel und insbesondere der charismatischen Präsenz von Nina Rask. Er bemerkt allerdings auch, dass das Drehbuch ihnen kaum etwas geben konnte, womit sie hätten arbeiten können.[9]
In Variety meint Marta Balaga, dass Sauna der erste dänische Spielfilm mit einer Transperson in der Hauptrolle sei; in Dänemark sei Sexualität noch nie auf solche Weise im Kino gezeigt worden.[10]
Auszeichnungen
Sauna erhielt beim Sundance Film Festival 2025 eine Einladung in den Wettbewerb um den Hauptpreis für den besten ausländischen Spielfilm.[5]
Literatur
- Mads Ananda Lodahl: Sauna. Kopenhagen : Gyldendal, 2021. – ISBN 978-3-86300-395-1.
Weblinks
- Offizielle Website von trustnordisk.com (englisch)
- Sauna beim deutschen Verleih Salzgeber
- Sauna im Programm des Sundance Film Festivals (englisch)
- Sauna bei IMDb
- Sauna bei Mubi
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Sauna. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 269366).
- ↑ a b c Sauna. In: trustnordisk.com (abgerufen am 11. Dezember 2024).
- ↑ a b c Ben Dalton: Screen Daily: TrustNordisk boards Danish queer sex drama ‘Sauna’ as filming begins (exclusive). In: 15. Mai 2024 (abgerufen am 11. Dezember 2024).
- ↑ PRESS RELEASE: The Danish debut film and queer drama SAUNA is selected for the main competition at Sundance Film Festival. In: trustnordisk.com, 11. Dezember 2024 (abgerufen am 11. Dezember 2024).
- ↑ a b Sauna. In: festival.sundance.org (abgerufen am 11. Dezember 2024).
- ↑ Sauna – Erscheinungsdatum. In: imdb.com (abgerufen am 11. Dezember 2024).
- ↑ Filmstarts: Sauna. Abgerufen am 27. August 2025.
- ↑ Andreas Köhnemann: Sauna – sissy. Abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ Stefan Volk: Sauna. In: filmdienst.de. Katholischer Filmdienst, abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ Marta Balaga: Sundance Title ‘Sauna’ Trailer, Mathias Broe’s Film Which Gives Denmark Its First Trans Lead: ‘This Community Wants – and Needs – to See Themselves on the Screen’ (EXCLUSIVE). In: Variety. 27. Januar 2025, abgerufen am 6. November 2025 (amerikanisches Englisch).