Sassendorf (Adelsgeschlecht)

Sassendorf (auch Sassendorp o. ä.; auch genannt Breckerfeld) ist der Name eines erloschenen westfälischen Uradelsgeschlechts.

Geschichte

Das Geschlecht hatte seinen namensgebenden Stammsitz Haus Sassendorf in Sassendorf bei Soest.[1] Die Familie erscheint erstmals mit Theoderich von Sassendorp, der 1212 in einer Urkunde von Theoderich, Propst zu Xanten und Soest sowie Archidiakon zu Köln, als Zeuge auftritt.[2] Ein Florinus de Sassendorf kommt 1278 vor. 1296, bei der Gründung der Stadt Belecke, empfing Friedrich von Sassendorf zwei dortige Mansen zu Lehen. Olricus de Sassendorf war 1323 mit einer Hufe in Drewer beliehen. Der Besitz der bis dahin an der Haar reich begüterten Familie ging Mitte des 14. Jahrhunderts stark zurück. Zwischen 1349 und 1357 verkauften die Gebrüder Friedrich und Florin von Sassendorf, Söhne des Ulrich von Sassendorf und der Adelheid, erst einzelne Teile, dann den ganzen Haupthof zu Sassendorf an das Stift Meschede. 1308 bis 1323 erscheint ein Friedrich von Sassendorf als Burgmann zu Rüthen. 1350 lebte der Rüthener Consul (Bürgermeister) Friedrich von Sassendorf. Die Brüder Florin und Friedrich von Sassendorf verkauften 1367 eine curtem in Hokelsberg bei Altenrüthen an Brunstein de Molendino (von der Mühlen). Ein Patricus de Sassendorf spendete der St. Johanneskirche in Rüthen eine Memorie. In der Kirche findet sich sein Wappen.[3][4]

Die Familie existierte noch 1439.[1] Die Rüthener Familiengüter fanden sich später vielfach in Händen der Familie Dobber wieder.[3]

Wappen

Blasonierung: Im Silber ein schwarzes Kammrad. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Helmdecken eine schwarz gekleidete Puppe.[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b c Spießen (1901–1903), S. 110.
  2. Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, A 112u / Kloster Himmelpforten / Urkunden, Nr. 1, abgerufen am 21. Dezember 2025.
  3. a b Bender (1848) S. 491 f.
  4. Fahne (1858), S. 346.