Sarah Luisa Wurmer

Sarah Luisa Wurmer (* 2002 in München) ist eine deutsche Zitherspielerin.

Leben

Wurmer wuchs in Bayern auf und kam früh mit der Zither in Berührung. Bereits als Jugendliche erhielt sie Unterricht an der Hochschule für Musik und Theater München, wo sie später ihr Studium fortsetzte.[1]

2025 gewann Wurmer den Fanny-Mendelssohn-Förderpreis, der ihr die Produktion ihres ersten Albums ermöglichte.[2] Im selben Jahr erschien ihr Debüt-Album "Intimacy".

Wirken

Sarah Luisa Wurmer verfolgt das Ziel, der Zither zu einem neuen, zeitgenössischen Klangbild zu verhelfen, und sieht ihre Arbeit als Brückenschlag zwischen alter und neuer Musik.[3][4] In einem Interview sagte sie, sie wolle „zeigen, dass die Zither auch in der Gegenwart eine universelle Stimme haben kann“.[5]

Wurmer bewegt sich musikalisch zwischen bearbeiteter Barockmusik – etwa einer eigenen Zitherfassung der Cello-Suite BWV 1012 von Johann Sebastian Bach – und Aufträgen für Zither in Neuer Musik.[3] 2024 spielte sie im Rahmen des Projekts Mongolei meets München die Uraufführung des Werks … mit den Fingern zu singen – Lied ohne Worte für Yatga und wirkte an interkulturellen Austauschformaten mit.[6] Im selben Jahr war sie an der Veranstaltung Musikalische Zeitreise und historische Führung in Sayn beteiligt, die historische Architektur mit musikalischen Darbietungen verband.[7]

Debütalbum

Das Album "Intimacy", das 2025 erschien, kombiniert Bearbeitungen klassischer Werke mit zeitgenössischen Kompositionen und Eigenarrangements. "Intimacy" wurde im Rahmen des Fanny-Mendelssohn-Förderpreises realisiert.[2]

Rezeption und Medien

Der Radiosender BR-Klassik widmete Wurmer 2025 ein Porträt in der Reihe Klassik Aktuell, in dem sie unter anderem über ihr ästhetisches Verständnis und die Vielseitigkeit der Zither sprach.[8] Auch NDR Kultur porträtierte sie in einem Radiobeitrag, in dem sie Bachs Musik auf der Zither interpretierte und über ihre Klangästhetik reflektierte.[9] Der österreichische Standard erwähnte sie 2025 in einem kulturjournalistischen Überblick über zeitgenössische Musikpraxis.[10] Bereits 2024 hob BR-Klassik im Rahmen des 10. Wettbewerbs für Zither ihren interkulturellen Erfahrungsschatz hervor.[11]

Auszeichnungen

  • 2025: Fanny-Mendelssohn-Förderpreis[2]

Diskografie

  • Intimacy (Album, 2025) – CD und Streaming-Veröffentlichung[12]

Einzelnachweise

  1. Bayerischer Runfunk: Porträt: Die Zitherspielerin Sarah Luisa Wurmer - Klassik aktuell. Abgerufen am 27. Oktober 2025.
  2. a b c Fanny-Mendelssohn-Förderpreis 2025 – Elbphilharmonie Hamburg. In: concerti.de, 2025.
  3. a b Paul Schäufele: Die Münchner Zitherspielerin Sarah Luisa Wurmer: Ein neues Klanguniversum. 1. Oktober 2025, abgerufen am 27. Oktober 2025.
  4. Unerhörtes zwischen Alter und Neuer Musik - Kulturkompass MV. 17. Juni 2025, abgerufen am 27. Oktober 2025.
  5. Zither | Sarah Luisa Wurmer | Vita. 1. Oktober 2020, abgerufen am 27. Oktober 2025.
  6. Eine Uraufführung der besonderen Art Mongolei meets München | nmz - neue musikzeitung. 28. Februar 2025, abgerufen am 27. Oktober 2025.
  7. Musikalische Zeitreise und historische Führung in Sayn. 7. Juli 2025, abgerufen am 27. Oktober 2025.
  8. Porträt: Die Zitherspielerin Sarah Luisa Wurmer. In: BR-Klassik – Podcast Klassik Aktuell, 2025.
  9. Sarah Luisa Wurmer spielt Bach mit der Zither. In: NDR Kultur, 2025.
  10. Der gute Ton – mit Bugge Wesseltoft, Bach, Zither und Cello. In: Der Standard, 2025.
  11. Bayerischer Rundfunk: Musikhochschule München: Zwei Zweite beim 10. Wettbewerb für Zither | BR-Klassik. 25. März 2024, abgerufen am 27. Oktober 2025.
  12. Christoph Hummel: Zither neu gedacht – Sarah Luisa Wurmer mit ihrem Debütalbum „Intimacy“. In: Süddeutsche Zeitung, 2025.