Santi Mario e Compagni Martiri
Santi Mario e Compagni Martiri ist eine römisch-katholische Pfarr- und Titelkirche in Rom. Sie ist zu Ehren des Hl. Marius und seiner Gefährten, frühchristlichen Märtyrern, geweiht und gehört zu den Titelkirchen der Stadt.
Geschichte
Die Kirche ist den heiligen Märtyrern Marius, Martha, Audifax und Abachum gewidmet, die der Überlieferung nach im 3. Jahrhundert in Rom den Märtyrertod erlitten. Die heutige Kirche geht auf einen späteren Bau zurück und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet.
Titelkirche
Santi Mario e Compagni Martiri wurde von einem Papst zur Titelkirche erhoben und einem Kardinalpriester zugewiesen. Damit gehört sie zum Kreis der Kirchen, die symbolisch die Verbindung der Kardinäle mit der Diözese Rom ausdrücken.
Sie wurde in den 1990er Jahren nach einem Entwurf des Architekten Angelo Zamagna erbaut und am 12. Juni 1993 von Kardinalvikar Camillo Ruini geweiht. Die Kirche ist Pfarrsitz der Pfarrei, die am 1. Dezember 1978 mit dem Dekret des Kardinalvikars Ugo Poletti errichtet wurde.
Am 5. November 1995 empfing die Kirche Papst Johannes Paul II. zu einem Pastoralbesuch in der Pfarrei[1] und es war das erste Mal in der Geschichte, dass einem Papst bei einer Eucharistiefeier von Ministrantinnen assistiert wurde.[2]
Am 24. Dezember 2007 brach gegen Mittag ein Feuer auf dem Dach der Kirche aus, das den Innenraum des Kirchensaals, die sakrale Ausstattung (Altar, Apsis, Kirchenbänke) und einige Katechismusräume vollständig zerstörte. Das Feuer konnte erst nach mehreren Stunden (gegen 1:00 Uhr am Heiligabend) eingedämmt und gelöscht werden. Sofort begannen die Wiederaufbauarbeiten. Es wurde ein Zelt auf der kleinen Wiese vor der Kirche errichtet, das bis zum Abschluss der Wiederaufbauarbeiten als Gotteshaus diente. Die durch den Brand weitgehend zerstörte Kirche wurde dank der Unterstützung des Bistums Rom und der Gemeindemitglieder wiederaufgebaut: Am Sonntag, dem 14. Dezember 2008, leitete Kardinalvikar Agostino Vallini die Weihe des Altars und der Kirche. Bei dieser Gelegenheit wurde auch eine neue Werktagskapelle eingeweiht, in der das Allerheiligste aufbewahrt wird.[3]
Seit dem 7. Dezember 2024 trägt die Kirche den Kardinaltitel „Heilige Märtyrer Mario und Gefährten“. Zum ersten Kardinalpriester wurde am gleichen Tag Ignace Bessi Dogbo ernannt.
Architektur
Die Kirche weist eine schlichte äußere Gestaltung auf. Der Innenraum ist auf die Verehrung der Märtyrer ausgerichtet und enthält Elemente sakraler Kunst aus verschiedenen Epochen.
Siehe auch
Weblinks
- https://www.parrocchiasanmario.it/
- Eintrag zu Santi Mario e Compagni Martiri auf gcatholic.org (englisch)
- Eintrag zu Santi Mario e Compagni Martiri auf catholic-hierarchy.org (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ Visita Pastorale alla parrocchia dei Santi Mario e Compagni Martiri alla Romanina (5 novembre 1995). Abgerufen am 13. Dezember 2025 (italienisch).
- ↑ “Salvate le chierichette”. 6. Oktober 2011, abgerufen am 13. Dezember 2025 (italienisch).
- ↑ archivio: Santi Mario e Compagni Martiri, a Messa nella nuova chiesa. In: Archivio Storico RS. 15. Dezember 2008, abgerufen am 13. Dezember 2025 (italienisch).
Koordinaten: 41° 50′ 38,2″ N, 12° 36′ 9,9″ O