Santa Maria delle Vergini (Venedig)
Santa Maria delle Vergini war eine spätestens seit dem frühen 13. Jahrhundert bestehende Kirche und ein Nonnenkloster im Osten des venezianischen Sestiere Castello, östlich des Arsenals. Neben San Zaccaria war das Kloster bis zur Klosterreform von 1519 das bedeutendste Frauenkloster der Stadt. Die Einrichtung unterstand als Klosterkirche bis 1519 dem Patronat des Dogen, dann dem des Patriarchen von Venedig.
1844 wurde der Komplex abgerissen. Heute befinden sich dort, gegenüber der Kirche San Pietro di Castello, die Giardini delle Vergini.[1] Südlich ist das Gelände vom rio de le Verzene begrenzt, nördlich von der Zufahrt zum Arsenal, östlich vom Rio S. Pietro.
Geschichte
Gründungsmythos, Klosterchronik
Die Kirche und das Kloster entstanden spätestens 1226, als die Kirche erstmals erwähnt wird, wohl unter dem Dogen Pietro Ziani. Diese hatte um 1500 einen romanisch-byzantinischen Grundriss mit drei Schiffen, deren Apsiden zum Kanal hin ausgerichtet waren, wie der Plan des Jacopo de’ Barbari erweist. Dabei war der Komplex ohne direkten Zugang, die Fassade war nämlich zum Innenhof des Klosters hin ausgerichtet, und die Kirche war von dessen Mauern umschlossen. An die Kirche schloss sich ein niedriger romanischer Campanile mit pyramidenförmiger Haube an. Dieser Glockenturm entstand, folgt man der Klosterchronik, um 1290 auf Anweisung der Äbtissin Eufemia Mastalici.[2]
Eine Handschrift (Correr 317), die eine Chronik des Konvents Santa Maria delle Vergini darstellt, behauptet, eine Julia, angebliche Tochter Kaiser Friedrichs I., sei die erste Äbtissin des Klosters gewesen. Das Kloster wurde aber erst unter Pietro Ziani, wohl 1224 gegründet, nicht unter dessen Vater Sebastiano Ziani.[3]
Sonderstellung der Nonnenklöster Venedigs, Staatsgefängnis infolge des Dogenpatronats
Ein Umsturzversuch im Jahr 1310 betraf auch die Vergini. Diese gewaltsamen Auseinandersetzungen betrafen unmittelbar die Familie des Dogen Giovanni Soranzo, denn sein Schwiegersohn Niccolò Querini († um 1326) war neben Baiamonte Tiepolo einer der Aufstandsführer gewesen. Querinis Ehefrau Soranza Soranzo war gemeinsam mit ihm in die Ägäis geflohen, wo ihr Mann später starb; das Eigentum der Querini wurde, wie das aller Aufständischen, konfisziert. Da Soranza an der Verschwörung nicht beteiligt war, wurde sie zwar 1314 begnadigt, als sie trotz Verbotes nach Venedig zurückkehrte, doch nun wurde sie bis zu ihrem Tod, wohl im Jahr 1335, im Kloster Santa Maria delle Vergini in eine Zelle gesperrt, allerdings in Begleitung einer Dienerin. Ihre Familie durfte sie nur bei Nacht und in gedecktem Boot durch einen Seiteneingang des väterlichen Palastes besuchen, und dies nur zu seltenen Anlässen. Im Winter erhielt sie eine Zelle innerhalb des Klosters. Ihre mehr als 37 Anträge liegen für die Jahre zwischen 1315 und 1335 im Staatsarchiv Venedig und sind ediert. Nur Spaziergänge im Klostergarten waren ihr erlaubt, und selbst nach einem Feuer im Jahr 1327 wurde ihre Zelle wiederhergestellt. Im Gegensatz zu Zizabella, die eine Zelle im Kloster erhielt, und die nach dem Tod ihres Mannes Andriolo Querini das Kloster verlassen durfte, musste Soranza Soranzo lebenslang mit einer Zelle neben der Kirche vorlieb nehmen. Offenbar war die Tatsache, dass sie als Tochter des Dogen, der ja zugleich Patron des Klosters war, ausreichend, um dem Rat der Zehn die Möglichkeit zu geben, das Kloster nach Belieben als Gefängnis zu benutzen.[4] Der Doge und Ehemann musste alle bis dahin durchgesetzten Beschlüsse anerkennen und bei ihrer Durchsetzung die Hand reichen, ebenso wie die Äbtissin zum Gehorsam verpflichtet war und die Gefangene bewachen ließ. Soranza blieb es immerhin erspart, wie andere Gefangene Nonne zu werden, was offenbar als eine Art Gefangenschaft aufgefasst wurde.[5]
Seitdem Papst Bonifaz VIII. im Jahr 1298 das Dekret Pericoloso erlassen hatte, das sämtlichen Frauenklöstern die Klausur verordnete,[6] ging Venedig auch hierin in Italien einen Sonderweg, denn das Dekret kam hier nie zur Anwendung[7].
Dies war die Grundlage für die besondere Stellung des Klosters in Venedig bis ins 16. Jahrhundert. Neben relativer Freiheit bot es den Bewohnerinnen der Klöster größere ökonomische Unabhängigkeit; wenn sie nicht reformierten Orden angehörten. Auch die Beziehungen zu benachbarten Frauenklöstern lagen in ihrem Ermessen. Infolgedessen genossen die venezianischen Nonnen ungewöhnliche Autonomierechte. Auf der anderen Seite bot dies Familien die Gelegenheit, den rapide anwachsenden Kosten einer Verheiratung aller Töchter ausweichen zu können, was eine hohe Zahl an unfreiwilligen Daueraufenthalten schon von Minderjährigen zur Folge hatte. Weltliche Mädchen und Frauen waren also gezwungen, in religiösen Institutionen zu leben, ohne sich dazu berufen zu fühlen.
Folgerichtig versuchten sie ihren Stand und ihren gesellschaftlichen Einfluss, jedenfalls den ihrer Familie, auch äußerlich erkennbar zu machen. So erlangten sie Prestige, Autorität, Einfluss und Anziehungskraft. Nur so gelang es, sich auf Dauer erfolgreich unter den 18 Frauenklöstern zu halten, Kontakte zum Dogen, zum Bischof von Castello, zum Patriarchen von Venedig zu halten, die die Klöster der Frauen beaufsichtigten.
Feuersbrunst (1390), neue Ausstattung, erneuter Brand (1487)
Um 1390 kam es im Kloster zu einem verheerenden Brand, von dem sowohl die Kirche als auch das Kloster in Mitleidenschaft gezogen wurden. Auch verbrannten dabei Bücher, Paramente und Schmuckwerk. Unter Marina Dandolo erfolgte die Wiederherstellung der Baulichkeiten. Einige der bedeutendsten Familien überließen dem Haus umfangreiche Zuwendungen, wie etwa die Giustinian oder die Bondulmer; 1397 wurde eine Agnese Giustinian Äbtissin († 1399 oder 1404), ihr folgte Francesca Zorzi († 1428) im Amt, gewählt wohl 1404 oder 1405. Ihre Nachfolge war zwischen zwei Kandidatinnen umstritten, da sie Stimmengleichheit erzielten, so wurde Soradamor Giorgio eingesetzt (Cicogna, S. 91 f.). Dabei musste der neue Doge entscheiden. Ausdrücklich erwähnt die Chronik, wie unter der Äbtissin Francesca Zorzi (um 1420) ein großes silbernes Kreuz oder ein silberner Leuchter angefertigt wurde, sowie andere repräsentative Schmuckwerke. Andere Äbtissinnen ließen weitere Kunstwerke anfertigen, unter ihnen eine andere Francesca Zorzi (um 1430), Isabetta Trevisan, Elena Contarini, Sordamor Moresini (um 1440). Einige der Nonnen waren offenbar von großer Kunstfertigkeit, denn unter der Äbtissin Pantasilea Contarini entstanden um 1455 durch diese Meisterinnen bedeutende Werke. Die Chronik bewahrt ausnahmsweise ihre Namen: Cristina und Bianca Zorzi, Lucrezia Zustinian, Elena Zane, Orsa Bondumier und Bianca Querini.
Ein weiterer Brand im November 1487 machte neue Arbeiten so großen Umfangs nötig, dass eigene „procuratori alla fabbrica“ gewählt wurden, deren Namen die Chronik mit ‚Mattio Loredan, Marino Contarini, Alvise Marcello und Andrea Gradenigo‘ überliefert. Der Doge Agostino Barbarigo erreichte beim Senat die Zusage staatlicher Mittel zum Wiederaufbau. Binnen zwei Jahren war das Kloster nebst Kirche wiederhergestellt. 1536 arbeitete „mistro Simon tajapiera“, wohl ein Steinmetz, im Kloster.
Konkurrenz zu San Zaccaria, Mittel der Einflussnahme
All diese Tätigkeiten waren kein frommes Beiwerk, sondern sie sollten die besondere Bedeutung des Hauses nach innen und nach außen verdeutlichen. Denn das Kloster stand in Konkurrenz mit dem lange Zeit als erfolgreicher angesehenen San Zaccaria. Erfolg bedeutete wiederum, dass mehr Töchter der einflussreichsten Familien ins Kloster kamen, was wiederum dessen Stellung in der Gesellschaft aufwertete. Daran hing auch deren Patronage und die Menge der Zuwendungen. In diesem Kampf um Ressourcen spielten die Künste und die Künstler eine zentrale Rolle, denn sie untermauerten das Ansehen der Institution, letztlich seine Macht im Gesellschaftsgefüge der Republik Venedig, und gelegentlich darüber hinaus.
Darüber hinaus stand das Kloster auch auf dem Sektor der Prestigeträchtigkeit des Gründers in scharfer Konkurrenz. Während San Zaccaria auf das Jahr 828 und den Gründer und Dogen Giustiniano Particiaco verweisen konnte, führte sich Le Vergini auf den Dogen Sebastiano Ziani, Papst Alexander III. und Kaiser Friedrich Barbarossa und das Jahr 1177 zurück. Damit reichte die Konkurrentin zwar fast bis in die eigentliche Gründungszeit Venedigs zurück, aber Le Vergini hatte noch berühmtere Gründer zu bieten – auch wenn es sich dabei um eine Erfindung handeln sollte, wurde sie wohl in der Renaissance von allen geglaubt.
San Zaccaria galt als Vorgängerin von San Marco im Dienste des Dogen, mindestens sieben Dogen hatten dort ihre letzte Ruhestätte gefunden. Le Vergini hingegen ging nicht auf die Benediktiner zurück, sondern auf die Kanoniker von S. Marco Evangelista di Mantova, und richtete sich nur nach der Augustinischen Regel. Damit mussten sie weder Armut, Gehorsam noch Keuschheit bekennen. San Zaccaria unterstand rechtlich dem Patriarchen von Venedig, Le Vergini hingegen unmittelbar dem Papst. Damit war es lokaler Bevormundung weitgehend entzogen. Immerhin hatte der Doge das ius patronatus. Während das eine Kloster sich als erstes Haus der Benediktiner betrachtete, führte die Konkurrentin ihr Kloster in seiner Einmaligkeit an.
Von großer Bedeutung für das Prestige war die Beziehung zu den Kaisern im Osten und im Westen. So erschien die Barbarossa-Tochter „Julia“ (Giulia) wohl noch im 17. Jahrhundert in einer Inschrift in der Kirche als Äbtissin.[8]
Einen besonderen Vorsprung manifestierte Le Vergini mit der jeweiligen Amtseinsetzung seiner Äbtissin in Gegenwart des Dogen und des Senats. Hier konnte San Zaccaria nur den Patriarchen aufbieten. Der Doge besuchte zuerst die Kirche, dann die Gräber seiner Amtsvorgänger und dann erst die 25 bis 55 Nonnen, die sich im 15. und frühen 16. Jahrhundert dauerhaft im Kloster aufhielten. So blieb der Kontakt zu den entscheidenden Familien als Mittel im Kampf um Prestige und Mittel. 1204 wurde die Verwandtte des Dogen Pietro Ziani, Maria Ziani, zur Äbtissin gewählt, um den Dogen zu erfreuen, denn sie war die Tochter des Zilio Ziani, seines Cousins.
Größter Schwachpunkt in diesem Wettbewerb war die Tatsache, dass, im Gegensatz zu San Zaccaria, Le Vergini keine Reliquien zu bieten hatte. Gerade diese aber waren es, die selbst Kaiser, wie Friedrich III. anzogen. So versuchte man die kaiserliche Gründung und die Einsetzung der ersten Äbtissin aus dem Stauferhaus als Gemälde umzusetzen, nämlich durch den Maler Antonio Molinari Gründung von S. M. delle Vergini. Die weiblichen Herrscher waren eher an Besuchen im Kloster interessiert, als die männlichen, so etwa Isabella d’Este und Elisabetta Gonzaga, die Herzogin von Urbino, im März 1502. Viele Besucher wurden von Musik und künstlerischer Ausstattung der Klöster angezogen, die historische Tradition wurde von den Porträts der Äbtissinnen seit dem 13. Jahrhundert untermauert. So wird 1366 ein Porträt der Äbtissin Isabeta Querini erwähnt. Auch ihre Amtskollegin Francesca Zorzi († 1428) wurde verewigt, nämlich durch einen Grabstein.
Äbtissinnen wie Euphemia Mastelizi (1280) wurde deshalb gewählt, weil ihre Familie viel zum Bauwerk beigetragen hatte. Einen gewaltigen Vorteil hatte wiederum Le Vergini gegenüber San Zaccaria, nämlich die Möglichkeit, in lateinischer Sprache, der seinerzeitigen Bildungs- und Religionssprache schlechthin, vor dem Dogen aufzutreten – mit selbstverfassten Gebeten etwa –, nämlich jeweils anlässlich der Amtseinsetzung der neuen Äbtissin.[9] 1399 entstand innerhalb des Klosters eine eigene Schule.
Unterstellung unter den Patriarchen (1519), Unterstellung unter den Dogen (1614)
Nach 1519 wurde das Kloster dem Patriarchen Antonio Contarini unterstellt, denn Augustinernonnen aus Santa Giustina wurden gegen Widerstand im Kloster untergebracht. Die Frauen beider Klöster wehrten sich, indem sie die Hilfe einflussreicher Verwandter suchten. Auch rissen sie die Mauer nieder, die die Augustinerinnen von ihnen trennte, die Äbtissin Clara Donato entsandte zwei Laienschwestern zum päpstlichen Legaten Altobello Averoldo. Im Juni 1521 erschienen Delegierte von vier Klöstern – neben den beiden Hauptklöstern auch Frauen und männliche Verwandte von La Celestia und Santa Marta – im Collegio, der höchsten Versammlung des Staates, um ihren Protest dem Dogen vorzutragen, der die Versammlung im Dogenpalast leitete. Marin Sanudo, der von diesem Vorgang berichtet, nennt die Nonnen von Le Vergini vor denen von S. Zaccaria. Und die Äbtissin des ersteren trug ihr Anliegen in Gebetsform „quasi un oratione“, wieder auf Latein vor, diejenige des letzteren Klosters ließ einen männlichen Verwandten vortragen. Beide scheiterten, und bald war Le Vergini nur noch eines von vielen Klöstern in der Stadt. Am 17. September 1521 wurde unter Leitung von drei Adligen das Institut der Provveditori sopra i Monasteri eingerichtet, womit die Nonnenklöster, ohne dies explizit im Titel auszudrücken, unter staatliche Aufsicht kamen. Die Gebäude wurden nunmehr zunehmend mit Mauern umgeben, Fenster und Türen vergittert.
1599 bis 1614 amtierte Sofia Malipiero als Äbtissin; sie starb im Alter von 90 Jahren. Sie galt als klug, redegewandt und als entschlossen, die Rechte und Privilegien ihres Hauses zu verteidigen. Ihr gelang es sogar, das Kloster der Aufsicht durch den Patriarchen zu entziehen.[10] Am 25. April 1613 beschloss der Senat, dass fortan jedes Jahr am 1. Mai der Doge nebst Signoria zur Vergini-Kirche zu gehen hatte – ein Privileg, das der Kirche bereits von Papst Alexander III. ausgestellt worden war. Damit nahm der Doge sein Patronat wieder, trotz Widerspruch, in vollem Maße und ostentativ in Anspruch.
Baumaßnahmen, Renovierungen, klostereigene Schule
Giovanni Maria Mosca, der wohl spätestens im September 1522 in Venedig eine Werkstatt eröffnet hatte, arbeitete an Statuen und Figurengruppen in verschiedenen Kirchen, darunter auch in der Vergini-Kirche.[11]
Bei Renovierungsarbeiten nach einem Entwurf eines ansonsten unbekannten Guglielmo Tajapiera, bei dem es sich um Guglielmo dei Grigi Bergamasco († um 1550) halten könnte, wurde an der Innenseite der Fassade ein erhöhter Balkon angebracht, der mittels seiner tragenden Strukturen als Eingang zum Atrium diente. Außerdem wurde unmittelbar hinter dem Hauptaltar ein neuer, ebenfalls erhöhter Chor mit Arkaden errichtet.
Im Gegensatz zur Zeit vor 1519 wurden als Künstler und Handwerksmeister nur noch Männer in der Chronik aufgeführt, nunmehr auf der Basis von Verträgen mit den Prokuratoren des Klosters, nicht mehr mit den Äbtissinnen (erst 1677 erscheint wieder ein Vertrag mit den „monache“). 1581 musste die kanalseitige Fassade der Schule, der „scuola della Madonna alle Verzene“, die in sehr schlechtem Zustand war, dringend wiederhergestellt werden. Ähnlich 1625. Dabei erkannten die Giudici del Piovego anhand der Chronik das Patronatsrecht des Dogen und sie konnten so die Hindernisse für die Wiederherstellung der klostereigenen Schule aus dem Weg räumen, die die Frauen bereits begonnen hatten.
Zwischen 1674 und 1677 wurden die Altäre von Andrea Cominelli nach Entwürfen von Baldassare Longhena neu gebaut.[12] 1680 arbeitete Heinrich Meiering im Auftrag der Äbtissin als Bildhauer im Kloster. Gabriela Marcello wurde am 14. Februar 1736 (more veneto) Äbtissin († 16. Dezember 1742).
Giovanni Antonio Canal, bekannt als Canaletto, schuf einen Blick auf die Lagune und die Kirche Santa Maria delle Vergini vom Campo San Pietro di Castello, ein Werk, das sich heute im Moskauer Puschkin-Museum befindet.[13]
Auflösung des Klosters (1806), Abriss (1844)
1806 wurde das Kloster von den Franzosen aufgehoben, 1809 zum Gefängnis umfunktioniert. 1822 wurde der Chor zerstört. Nur ein Bogen aus der Kirche blieb erhalten, der seither das Arsenal schmückt. Der Glockenturm wurde zwischen 1844 und 1869 abgerissen.[14]
Der Verfall unter der Herrschaft der Franzosen und der Österreicher setzte sich fort, bis der Komplex 1844 abgerissen wurde. Die einstige Rolle des Klosters für die Geschichte der Stadt verschwand damit weitgehend aus dem Bewusstsein.
Siehe auch
Literatur
- Kate Lowe: Power and Institutional Identity in Renaissance Venice. The Female Convents of S. M. delle Vergini and S. Zaccaria, in: Anu Korhonen & Kate Lowe (Hrsg.): The Trouble with Ribs : Women, Men and Gender in Early Modern Europe, Helsinki Collegium for Advanced Studies, 2007, S. 129–152. (online)
- Victoria J. Primhak: Women in Religious Communities: the Benedictine Convents in Venice, 1400–1550, PhD, Warburg Institute, University of London 1991.
- Umberto Franzoi, Dina Di Stefano: Le chiese di Venezia, Alfieri, Venedig 1976, S. 522.
- Emmanuele Antonio Cicogna: Delle Inscrizioni Veneziane, 6 Bände, Bd. V, S. 3–98. (Digitalisat, ab S. 3 zu den Inschriften, ab S. 12 zur Chronik des Klosters)
Weblinks
Anmerkungen
- ↑ Diese sind zu Fuß nur von Süden, vom Campo Ruga über die „Salizada Stretta“ und eine neu erbaute Brücke, den Ponte dei Pensieri, über den Rio delle Vergini erreichbar.
- ↑ Emmanuele Antonio Cicogna: Delle Inscrizioni Veneziane, 6 Bände, Bd. V, S. 12–15 (ab S. 12 zur Chronik).
- ↑ Lia De Luca, Eliana Biasiolo: La battaglia di Salvore tra storia e mito: ricognizione bibliografica degli studi, dai primi manoscritti al dibattito Seicentesco, in: Vrata Jadrana: Savudrija i pripadajući teritorij u doba Mletačke Republike / Il promontorio dell’Adriatico: Salvore e il suo territorio nell’età della Serenissima, Umag 2018, S. 20.
- ↑ Ferruccio Zago (Hrsg.): Consiglio dei Dieci. Deliberazioni Miste Registri I & II (1310–1325) und III & IV (1325–1335), Venedig 1962.
- ↑ Abschnitt Il monastero come carcere: Soranza Soranzo e le altre, in: Silvia Carraro: Tra sacro e quotidiano. Il monachesimo femminile nella laguna di Venezia in epoca medievale (secoli IX-XIV), Diss., Mailand 2012, S. 269–277 (online).
- ↑ Hierzu grundlegend: Jean Leclercq: La clôture. Points de repère historiques, in: Collectanea Cisterciensia 43 (1981) 366–377.
- ↑ Elizabeth Makowski: Canon Law and Cloistered Women: Periculoso and its Commentators, 1298–1545, The Catholic University of America Press, Washington 1997, S. 80.
- ↑ Emmanuele Antonio Cicogna: Delle Inscrizioni Veneziane, 6 Bände, Bd. V, 17 und 93.
- ↑ Kate Lowe: Power and Institutional Identity in Renaissance Venice. The Female Convents of S. M. delle Vergini and S. Zaccaria, in: Anu Korhonen & Kate Lowe (Hrsg.): The Trouble with Ribs : Women, Men and Gender in Early Modern Europe, Helsinki Collegium for Advanced Studies, 2007, S. 146.
- ↑ Cicogna, S. 57.
- ↑ Beatrice Cirulli: Mosca, Giammaria, detto il Padovano, in: Dizionario Biografico degli Italiani, Bd. 77, 2012.
- ↑ Umberto Franzoi, Dina Di Stefano: Le chiese di Venezia, Alfieri, Venedig 1976, S. 522.
- ↑ Eine Abbildung des Canaletto-Gemäldes findet sich hier.
- ↑ Santa Maria delle Vergini. Le Virgini, The lost churches auf der Website The churches of Venice von Jeff Cotton.
Koordinaten: 45° 26′ 6,6″ N, 12° 21′ 29,3″ O