St. Ludger (Wuppertal)
Die Kirche St. Ludger in Wuppertal-Vohwinkel ist eine römisch-katholische Kirche des Pfarrverbandes Wuppertaler Westen. Sie wurde 1961 bis 1964 nach Plänen des Kölner Architekten Rudolf Schwarz erbaut. Es war das letzte Projekt des bekannten Kirchenbau-Architekten, dessen Fertigstellung er nicht mehr erlebte.
Geschichte
Durch die Neubaugebiete am westlichen Rand Vohwinkels aus den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen die Gemeinden der großen Konfessionen beträchtlich und neue Pfarreien bzw. Kirchen wurden notwendig. Am 24. Februar 1958 unterzeichnete der Erzbischof von Köln Joseph Kardinal Frings die Errichtungsurkunde für die St.-Ludger-Gemeinde am Bremkamp, gleichzeitig wurde Kaplan Jungblut zum Pfarrrektor für die neue Gemeinde ernannt. Noch ohne eigene Kirche feiert die Gemeinde schon im darauffolgenden Jahr 1959 die ersten Gottesdienste in der nahe gelegenen katholischen Grundschule Corneliusstraße.
Am Heiligen Abend des Jahres 1962 wurde der erste Gottesdienst in der Krypta der noch im Bau befindlichen St.-Ludger-Kirche gefeiert. Erst fünf Jahre später, am 26. Februar 1967, weihte der aus Vohwinkel stammende Kölner Weihbischof Augustinus Frotz die St.-Ludger-Kirche.
Die St.-Ludger-Kirche steht seit dem 22. Juni 2004 mit der Denkmalnummer 1233 unter Denkmalschutz.[1]
Beschreibung
Architektur
Der fast 16 Meter hohe Kirchenbau aus Backstein ist außen weiß getüncht, innen unverputzt. Der 32 Meter lange und 18 Meter breite Kirchenraum ist mit einem Satteldach aus Kupferblech bedeckt. Der Grundriss ist im Grunde ein längliches Oval mit gerundeten Ausbuchtungen an den beiden Längsseiten. Lediglich die niedrige im Nordosten angebaute Sakristei ist rechtwinklig gestaltet. Die Konchen an den beiden Schmalseiten sind auf der einen Seite der Altarbereich, auf der anderen Seite befindet sich die Empore mit der Orgel. Ein ursprünglich geplanter Kirchturm als Campanile wurde nicht ausgeführt.
Ausstattung
Das große Kreuz, 1972 an der Apsiswand befestigt, 108 cm hoch und 96 cm breit, ist ein Bronzeabguss des Korpus des Werdener Kruzifix, welches aus der Zeit von etwa 1060 stammt.
Ausstattungsstücke vornehmlich aus der Bauzeit sind Bestandteile des Denkmals: Altar und Ambo, entworfen von der Architektin Maria Schwarz, Witwe von Rudolf Schwarz, Taufstein und Leuchter für die Osterkerze aus Sandstein, Weihwasserbecken und Tabernakel von Karl Schrage, Kreuzwegstationen, entworfen 1970 von Hans Lohbeck sowie die Orgel von 1967.
Weiterhin erwähnenswert sind die sechs je drei x drei Meter großen Buntglasfenster im oberen Bereich der Außenwand, die der Künstler Wilhelm Buschulte entworfen hat. Sie wurden 1978 eingesetzt und behandeln Themen aus dem Neuen Testament.[2]
Orgel
Am 9. Juli 1967 wurde die Orgel der Manufaktur Speith Orgelbau eingeweiht. Das Instrument hat einen Umfang von 1230 Orgelpfeifen in 16 Registern auf zwei Manualen und Pedal.
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- Koppeln: II/I, I/P, II/P
Literatur
- Kath. Kirchengemeinde St.-Mariä-Empfängnis (Hrsg.): 100 Jahre Pfarrgemeinde St. Mariä-Empfängnis Wuppertal-Vohwinkel 1896–1996, Wuppertal 1996
Einzelnachweise
- ↑ https://www.wuppertal.de/denkmalliste-online/Detail/Show/4687 Wuppertal / Denkmalliste
- ↑ Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jh. e.V.: Wuppertal-Vohwinkel, Kath. Kirche St. Ludger
Weblinks
- Eintrag In: Wuppertaler Denkmalliste
- Kirche St. Ludger auf der Site des Pfarrverbands Wuppertaler Westen
- Flyer zu St. Ludger
- Kreuzweg in St. Ludger
Koordinaten: 51° 13′ 15,6″ N, 7° 3′ 13,2″ O