Sangbay Gewog
| གསང་སྦས Sangbay Gewog
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|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat | Bhutan |
| Distrikt | Haa |
| Fläche | 4328 km² |
| Einwohner | 911 (2017) |
| Dichte | 0,2 Einwohner pro km² |
| ISO 3166-2 | BT-13 |
Sangbay oder Sangbaykha Gewog (Sangbe, Sangbekha,[1] Tsangbe,[2.1] Sombe, Sombay, Sombaykha.[3] Dzongkha: གསང་སྦས, gsang sbas)[4] ist einer von sechs Gewog (Block) im Dzongkhag Haa in Bhutan.[5][6] Er ist einer der westlichen Gewogs des Distrikts Haa und grenzt an den Distrikt Samtse, an den indischen Bundesstaat Sikkim sowie an das Chumbi-Tal (Kreis Yadong) von China. Letztere Grenze ist umstritten, da China die Doklam-Region als Territorium beansprucht. In den letzten Jahren hat China begonnen, in dem von ihm beanspruchten Gebiet Dörfer zu errichten.[7][8][1]
Geographie
Im 11. Plan 2013 wurde die Fläche auf 432,8 km² beziffert mit einer Bewaldung von 97 %.[10][11][12] Der Gewog ist eingeteilt in fünf Chiwogs: Mochhu (མོ་ཆུ་), Nakha Tashigang (ན་ཀ་_བཀྲིས་སྒང་), Anakha Shepji (ཨ་ན་ཁ་_ཤེསཔ་སྦྱིས་), Shema Yaba (ཤེས་མ་_ཡ་བཱ་), Sangbay Ama (གསང་སྦས་ཨ་མ་).
Das Gewog umfasst hauptsächlich das Einzugsgebiet des Flusses Amo Chu, nachdem dieser bei Sinchela in den Gewog eintritt. (Nördlich dieses Punktes gehört nur noch das linke Flussufer zu Bhutan; das rechte zum chinesischen Chumbi-Tal.) Der obere Teil des Flusstals im Gewog ist eng und von steilen Bergrücken durchzogen. Es gibt dort keine Siedlungszentren. Die meisten Dörfer liegen in der Nähe von Sangbay, dem Standort eines historischen Dzong (heute eine Ruine). Der Tule-La-Pass (⊙) auf dem Zompelri-Kamm ermöglichte die Verbindung zum heutigen Distrikt Samtse und zur weiter westlich gelegenen Region Dalingkot.[2] Das Territorium bis zum Fluss Dichu scheint in vormoderner Zeit unter der Herrschaft des Sangbay Dzong gestanden zu haben, mit einem stellvertretenden Dzongpön in Dzongsa und Sipsu.[4][13] Das Gebiet von Dalingkot wurde nach dem Anglo-Bhutanischen Krieg von 1865 an Britisch-Indien abgetreten und ist heute der indische Distrikt Kalimpong.
Der Zompelri-Kamm setzt sich in einer halbkreisförmigen Formation nach Norden fort, mit dem Berg Gipmochi (4427 m) an seinem höchsten Punkt. Jenseits des Gipmochi liegt der indische Bundesstaat Sikkim. Nördlich des Zompelri-Kamms und in Verbindung mit dem Dongkya-Gebirge befindet sich das Doklam-Plateau, aus welchem ein Nebenfluss des Amo Chu, der Torsa Nala oder Doklam-Fluss, entspringt. Das Becken des Doklam-Flusses, die sogenannte „Doklam-Region“ (chin.: „Dong Lang“), wird von China beansprucht.[14]
Demographie
2017 wurden 911 Einwohner gezählt.[15][16] Die Wahlkommission verzeichnete 2011 16 Dörfer im Gewog[6] und 183 Haushalte.[10] Die Verwaltungseinheit grenzt an die Gewogs Sama (NO) und Katsho (O), sowie mehrere Gewogs im Distrikt Samtse.
Einzelnachweise
- ↑ a b Karma Phuntsho: The History of Bhutan. Random House India Google Books 2013 |ISBN 978-81-8400-411-3
- ↑ Surgeon Rennie: Bhotan and the Dooar War. John Murray 1866. archive.org
- ↑ S. 76
- ↑ Annual Dzongkhag Statistics 2010. Haa Dzongkhag Administration, 202.144.146.196 2010.
- ↑ a b John Ardussi, Karma Ura: Population and Governance in mid-18th Century Bhutan, as Revealed in the Enthronement Record of Thugs-sprul ’Jigs med grags pa I (1725-1761). In: Journal of Bhutan Studies vol. 2, nr. 2. 2000 (englisch, Table 4 entries under Sangbay Dzongwog).
- ↑ Bji Gewog. Haa Dzongkhag Administration, abgerufen am 2. August 2022 (englisch).
- ↑ a b Chiwogs in Haa. Election Commission, Government of Bhutan, 2011, archiviert vom am 2. Oktober 2011 (englisch).
- ↑ Robert Barnett: China Is Building Entire Villages in Another Country’s Territory. In: Foreign Policy. 7. Mai 2021 (englisch).
- ↑ Vishnu Som: Pics Expose China’s Inroads Near Doklam - Bid To Bypass Indian Defences? NDTV News. ndtv.com vom 20. Juli 2022.
- ↑ The borders shown are those marked by the contributors to the OpenStreetMap and may not be accurate. For the borders marked by the US Office of the Geographer, see Bhutan Political Boundaries, 2008 and Second-level Administrative Divisions, Bhutan, 2015, EarthWorks, Stanford University, retrieved 6 August 2022
- ↑ a b Eleventh Five-Year Plan, Haa Dzongkhag. Gross National Happiness Commission, Royal Government of Bhutan, 2013, S. 1 (englisch, ISBN 978-99936-55-01-5).
- ↑ Die Fläche hat sich seit dem 9. Plan 2002 nicht geändert.
- ↑ Sangbay Gewog Ninth Plan (2002-2007). Haa Dzongkhag Royal Government of Bhutan, abgerufen am 25. August 2010 (englisch).
- ↑ Ashley Eden: Report on the State of Bootan and on the Progress of the Mission of 1863–1864. Government of India 1864. archive.org S. 67.
- ↑ The Facts and Chinas Position Concerning the Indian Border Troops’ Crossing of the China-India Boundary in the Sikkim Sector into the Chinese Territory. Government of China, 1. August 2017, S. 9 (englisch).
- ↑ Annual Dzongkhag Statistics 2018, Haa Dzongkhag administration, haa.gov.bt 2018: S. 1.
- ↑ Sangbay Gewog in Bhutan, citypopulation.de.