Sandstein Spessart

FFH-Gebiet
„Sandstein Spessart“

Ausblick ins Maintal zwischen Boxtal und Freudenberg im FFH-Gebiet „Sandstein Spessart“, 2016

Lage Main-Tauber-Kreis
Kennung DE-6222-341
WDPA-ID 555521406
Natura-2000-ID DE6222341
FFH-Gebiet 2,691 km²
Geographische Lage 49° 45′ N, 9° 23′ O
Einrichtungsdatum 11. Januar 2019
Verwaltung Regierungspräsidium Stuttgart
f6

Das FFH-Gebiet Sandstein Spessart ist ein 2005 vom Regierungspräsidium Stuttgart nach der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) angemeldetes Schutzgebiet (Schutzgebietskennung DE-6222-341) im Main-Tauber-Kreis im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs. Das FFH-Gebiet ist Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000.[1] Mit Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung vom 30. Oktober 2018 (in Kraft getreten am 11. Januar 2019), wurde das Schutzgebiet ausgewiesen.

Beschreibung

Das FFH-Gebiet umfasst Mischwaldgebiete mit Quellbereichen, Äcker, Wiesen und Feuchtstandorte mit sandigen Böden in der Talaue des Maintals, extensiv genutztes Grünland (zum Teil Streuobst) im Wildbachtal sowie einen Steinbruch bei Ebenheid.[1][2]

Schutzzweck

Folgende Lebensraumtypen nach Anhang I der FFH-Richtlinie kommen im Gebiet vor:[1]

  • Kalk-(Halb-)Trockenrasen und ihre Verbuschungsstadien (* orchideenreiche Bestände)
  • Artenreiche Borstgrasrasen
  • Feuchte Hochstaudenfluren
  • Magere Flachland-Mähwiesen
  • Erlen-Eschen- und Weichholzauenwälder
  • Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation
  • Hainsimsen-Buchenwälder
  • Nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Stillgewässer mit Strandlings- oder Zwergbinsen-Gesellschaften
  • Natürliche und naturnahe nährstoffreiche Stillgewässer mit Laichkraut- oder Froschbiss-Gesellschaften

Siehe auch

Commons: FFH-Gebiet Sandstein Spessart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c BfN: 6222-341 Sandstein Spessart (FFH-Gebiet). Online unter www.bfn.de. Abgerufen am 19. März 2019.
  2. Geotopsteckbrief (PDF-Download) auf: Mapserver des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) (Hinweise)