San Ponziano

San Ponziano
Außenansicht
Basisdaten
Konfession römisch-katholisch
Ort Rom, Italien
Diözese Bistum Rom
Patrozinium Heiliger Pontianus
Baugeschichte
Architekt Giuseppe Russo Rocca
Bauzeit 1970–1974
Funktion und Titel
  • Titeldiakonie
  • Pfarrkirche
Koordinaten 41° 56′ 51″ N, 12° 32′ 41″ O

San Ponziano (lateinisch Sancti Pontiani) ist eine Pfarrkirche und Titeldiakonie im römischen Stadtteil Monte Sacro Alto[1]

Kirchenpatron ist Pontianus von Spoleto, ein frühchristlicher Märtyrer.

Geschichte

Die Pfarrei wurde am 3. Februar 1963 mit einem Erlass von Kardinalvikar Luigi Traglia gegründet. Zwischen 1970 und 1974 wurde die Kirche von dem Architekten Giuseppe Russo Rocca (1930–?) gebaut. Am 2. Mai 1982 wurde die Kirche von Papst Johannes Paul II. als erste Kirche nach seinem Attentat besucht.

Am 24. November 2007 wurde die Kirche von Papst Benedikt XVI. zur Titeldiakonie erhoben.

Beschreibung

San Ponziano ist eine Saalkirche, deren Front ihre ungewöhnliche Innenarchitektur spiegelt. Die Frontseite ist gegliedert in zwei Zonen. In der unteren, gleichmäßig verputzten Zone, die durch ein durchlaufendes Putzband abgeschlossen wird, öffnet sich trapezförmig das Portal. Die folgende Zone mit dem hohen zentralen Kreuz aus Metall ist gegliedert durch parallel angeordente Längsstreifen, die sich am First, treppenartig gestuft, dem Verlauf der Linien des Giebels anpassen. Horizontal gegliedert wird die durch eine Fensterband an der Basis mit kleinen, fünfeckigen Fensteröffnungen.

Das Innere der Kirche wird durch das raumhohe Wandgemälde des Kapuzinerpaters Ugolino da Belluno (1919–2002) aus dem Jahr 1994 dominiert. Als Dreifaltigkeit dargestellt ist Gott Vater symbolisch durch ein Dreieck, der Heilige Geist in der Gestalt einer Taube und Christus als Auferstandener (Cristo risorto e benedicente), mit den Vier-Evangelisten-Symbolen sowie Maria, der Mutter Jesu und dem Heiligen Ponziano. Hinter Maria stehen die Schatten von zwei Frauen, eine Anspielung auf die drei Marien, hinter Ponziano der Schatten Johannes des Täufers mit einem Lamm auf der Schulter.

Die Terrakottreliefs des Kreuzwegs stammen von Agatina Perrotta.

Kardinaldiakone

Die bisherigen Kardinaldiakone waren:

Einzelnachweise

  1. Benedikt XVI.: Apostolisches Schreiben Purpuratis Patribus. (PDF) vativan.va, 24. November 2007, abgerufen am 23. Oktober 2017 (Latein, AAS 99 (2007), S. 1029).

Literatur

  • G. Carpaneto: Quartiere XXVIII. Monte Sacro Alto, in AA.VV, I quartieri di Rom. Newton & Compton Editori, Roma 2006.
  • Claudio Rendina: Le Chiese di Roma. Newton & Compton Editori, Rom 2000. S. 314, ISBN 978-88-541-1833-1
Commons: San Ponziano (Rome) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien