Sam H. Moore
Samuel Howard Moore (* 11. April 1918 in Rugby, Red River County, Texas; † 28. Dezember 2004 in Marshall, Harrison County, Texas) war ein Konteradmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur des Military Sealift Command (MSC).
Er war ein Sohn des bereits im Jahr 1919 verstorbenen Sam H. Moore und dessen Frau Myrtle Lee Griffin und besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat und war dann selbst für einige Zeit als Lehrer tätig. Im Sommer 1941 wurde er Lehrer an der High School von Bogata in Texas. Während seiner Zeit an dieser Schule kam es zum amerikanischen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg. Über die Officer Training School gelangte er im Mai 1942 das Offizierskorps der United States Navy. In der Folge durchlief er alle Offiziersränge bis zum Konteradmiral.
Während des bereits laufenden Zweiten Weltkrieges war er zunächst bei Einheiten der Atlantikflotte am Panamakanal stationiert. Später wurde er zur Pazifikflotte beordert, wo er an der Endphase des Kriegs gegen Japan beteiligt war. Im Jahr 1945 erhielt er das Kommando über eine Minenräumstaffel (Mine Squadron 102) und ein Jahr später kommandierte er das Minenräumschiff USS Density. In den folgenden Jahren absolvierte er unter anderem die Guided Missile School in Fort Bliss und die Naval Postgraduate School in Monterey in Kalifornien. Dazwischen diente er an Bord verschiedener Kriegsschiffe.
Während des Koreakriegs war Moore Stabsoffizier (Verbindungsoffizier) beim Kommandeur der 6. Armee und dann beim Leiter der für Minenräumung verantwortlichen Einheit der Pazifikflotte. Anschließend wurde er Erster Offizier auf dem Zerstörer USS Henry W. Tucker. Zwischen März 1956 und September 1957 kommandierte er den Zerstörer USS Cushing (DD-797) der damals im Pazifik operierte. Anschließend absolvierte er einen Weiterbildungskurs bei der Schule des United States Marine Corps in Quantico in Virginia. Danach wurde er zum Stab des Chief of Naval Operations (CNO) versetzt, wo er der Stabsabteilung für Forschung und Weiterentwicklung angehörte.
Zwischen Juli 1960 und März 1962 war Samuel Moore Erster Offizier auf dem Raketenkreuzer USS Galveston (CL-93). Danach übernahm er das Kommando über das 102. Zerstörer-Geschwader (Destroyer Division 102). Sein Flaggschiff war die USS Joseph P. Kennedy, Jr. Im Oktober 1962 war Moore mit seinem Geschwader an der Seeblockade im Rahmen der Kubakrise beteiligt. Zwischen April 1963 und März 1965 war er Leiter der Stabsabteilung für das Überwasser-Raketenprojekt (Director of Plans and Programs for the Surface Missile Systems Project) der Navy. Anschließend erhielt er das Kommando über den Lenkwaffenkreuzer USS Chicago. Daran schloss sich ein Studium am National War College in Fort Lesley J. McNair in Washington, D.C. an.
Im Juni 1967 erhielt Moore das Kommando über die im Pazifik eingesetzte 7. Zerstörer-Flottille (Cruiser-Destroyer Flotilla Seven) und im April 1968 übernahm er das Kommando über die Kreuzer der 7. Flotte, die ebenfalls im Pazifik operierte. Dabei nahm er auch am Vietnamkrieg teil. Zwischen Oktober 1968 und August 1970 leitete er den für den Fernen Osten zuständigen Teil des damaligen Military Sea Transportation Service aus dem dann der MSC hervorging. Anschließend arbeitete er im Stab des Comptroller der US Navy. Im Januar 1975 übernahm Samuel Moore als Nachfolger von John D. Chase das Kommando über den MSC. Dieses Amt bekleidete er bis zum Jahr 1977, als er von John D. Johnson, Jr. abgelöst wurde. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.
Er verbrachte seinen Lebensabend in Marshall in Texas, wo er sich am gesellschaftlichen Leben beteiligte. Er leitete unter anderem den örtlichen Rotary Club und war Mitglied zahlreicher Organisationen und Einrichtungen, wozu auch die Handelskammer der Region gehörte. Er starb am 28. Dezember 2004 und wurde auf dem Colonial Gardens Cemetery in Marshall beigesetzt.
Orden und Auszeichnungen
Samuel Moore erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn über 30 Orden und Auszeichnungen, wozu auch die Navy Distinguished Service Medal und der Orden Legion of Merit gehörten.
Weblinks
- Moore in der Texas State Historical Association (zuletzt abgerufen am 10. Oktober 2025)