Salzgitter Maschinenbau
| Salzgitter Maschinenbau AG
| |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1919 |
| Auflösung | 2023 |
| Auflösungsgrund | Liquidation |
| Sitz | Salzgitter |
| Leitung | Christian Gerstenberger, Vorstand |
| Mitarbeiterzahl | 830 |
| Umsatz | 122 Mio. Euro[1] |
| Branche | Maschinenbau |
| Website | samasch-ag.com |
| Stand: 30. September 2024 | |
Die Salzgitter Maschinenbau AG (SMAG) war bis Dezember 2023 die Führungsholding eines Sondermaschinenbau-Konzerns mit Sitz in Salzgitter-Bad. Tätig war die Unternehmensgruppe zuletzt über verschiedene operative Gesellschaften in den Bereichen Lastaufnahmemittel (Greifer, Spreader, Schwenkwerke), Bergbau und Exploration (mobile Bergwerkstechnik, mobile Geräte, Sonderfahrzeuge) sowie industrielle Subsysteme (mobile Antennenträger, Fahrkabinen).[2]
Unternehmensprofil
Im Geschäftsjahr 2017/18 waren rund 2.250 Mitarbeitende an weltweit 27 Standorten für den Konzern tätig.[3][4]
Zu den Kunden der Gruppe zählten Abnehmer in mehr als 40 Ländern. So zum Beispiel Reedereien, Hafenunternehmen, Hafenkran-, Mobilkran- und Baumaschinenhersteller sowie Produzenten von speziellen Fahrzeugen, europäische Verteidigungskräfte, Bergwerks- und Bohrunternehmen.[5]
Ab 2020 geriet die Unternehmensgruppe in finanzielle Schwierigkeiten. Um den Fortbestand der Tochtergesellschaften zu gewährleisten, fiel die Entscheidung, die operativen Gesellschaften zu veräußern.[6]
Alle veräußerten Gesellschaften sind nach wie vor am Markt aktiv:
- BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt GmbH
- Peiner SMAG Lifting Technologies GmbH
- NORDMEYER SMAG Drilling Technologies GmbH
- SMAG Mobile Antenna Masts GmbH
Geschichte
Das Unternehmen wurde 1919 durch Anton Raky, einem Ingenieur für Bohrtechnik und Ölförderung, als Anton Raky, Unternehmung für Tiefbohrungen gegründet. Diese Gesellschaft firmierte später zur Bergbau AG um und wurde 1937 in die Reichswerke Hermann Göring eingegliedert.[7] Zum Fertigungsprogramm gehörten unter anderem Ölbohrgeräte, Umschlagtechnik und Wasserpumpen.
1945 erteilte die britische Militärregierung die Betriebserlaubnis zur Errichtung von „Stahlkonstruktionen für Brückenbau und Bergbau“.[4]
In den 1950er-Jahren lag der Schwerpunkt der Produktion unter anderem in den Produktbereichen Bergbaumaschinen, Tiefbohreinrichtungen, Fördereinrichtungen, Maschinen und Einrichtungen für die Zuckerindustrie, Hüttenwerksanlagen und Stahlbau, Lademaschinen, Bohrwagen und Bohrmaschinen für den Bergbau-, Tunnel- und Stollenbau, Gesteinsbohrmaschinen und Schrappanlagen sowie Universal-Leichtbaukrane.[4]
Nach dem Krieg erfolgten mehrfache Umfirmierungen, bis 1987 die Salzgitter Maschinenbau GmbH entstand. Diese befand sich zu diesem Zeitpunkt im Besitz der, damals staatseigenen, Salzgitter AG. Zwei Jahre nach der Privatisierung der Salzgitter AG und deren Übernahme durch die Preussag wurde die Salzgitter Maschinenbau GmbH an die Braunschweiger ETN-Maschinenbau GmbH veräußert. Im Jahr 2008 fand eine Umwandlung der SMAG GmbH zur Salzgitter Maschinenbau AG statt.[7]
2022 erwarb der Münchner Investor Auctus Capital Partners die BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG.[8]
2023 erfolgte der Verkauf der letzten drei Tochterunternehmen an den Münchner Finanzinvestor Aequita.[9] Dazu gehörten die Peiner SMAG Lifting Technologies, die auf motorisierte, elektrische und hydraulische Greifarme für schwere Lasten spezialisiert ist, die Nordmeyer SMAG, die unter anderem mobile Bohrgeräte und Bergbau-Maschinen anbietet, sowie die SMAG Mobile Antenna Masts, Anbieter von abspannfreien, mobilen Antennenträgern bis zu einer Höhe von 40 Metern.[10]
2024 wurde die nunmehr tochterlose Führungsgesellschaft SMAG AG in SAMASCH Aktiengesellschaft umbenannt. Im selben Jahr erfolgte der Beschluss zur Auflösung.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Bundesregister: SAMASCH Aktiengesellschaft (vormals: Salzgitter Maschinenbau AG) Salzgitter-Bad, Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023, abgerufen am 30. September 2024
- ↑ SMAG: Unternehmenspräsentation SMAG 2017. (PDF) In: www.cranesystems.de. SMAG AG, 2. Januar 2017, abgerufen am 12. Juni 2024.
- ↑ SMAG und BMA schließen sich zusammen. 9. Oktober 2018, abgerufen am 12. Juni 2024.
- ↑ a b c SMAG, Salzgitter Maschinenbau: 100 Jahre Zukunft. 1. Auflage. Edition Limosa GmbH, Clenze 2019, ISBN 978-3-86037-667-6 (dnb.de [abgerufen am 12. Juni 2024]).
- ↑ FUNKE Mediengruppe: Greifer sind weltweit im Einsatz. 5. März 2019, abgerufen am 12. Juni 2024.
- ↑ Hannah Schmitz: Eigentümerwechsel bei Braunschweiger BMA. 30. Juni 2022, abgerufen am 12. Juni 2024.
- ↑ a b SMAG Historie ( vom 9. Dezember 2023 im Internet Archive)
- ↑ Hannah Schmitz: Eigentümerwechsel bei Braunschweiger BMA. 30. Juni 2022, abgerufen am 12. Juni 2024.
- ↑ EQS-News: AEQUITA acquires three businesses from Salzgitter Maschinenbau AG. Abgerufen am 12. Juni 2024.
- ↑ Wie sich diese Traditionsfirma in Salzgitter aus der Krise holt. 7. Juli 2024, abgerufen am 10. September 2024.