Trompetenzunge
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Trompetenzunge (Salpiglossis sinuata) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Salpiglossis sinuata | ||||||||||||
| Ruiz & Pav. |
Die Trompetenzunge (Salpiglossis sinuata) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Trompetenzungen (Salpiglossis) in der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die Heimat der oft als Zierpflanze genutzten Art ist das mittlere Chile und Argentinien.[1]
Beschreibung
Die Trompetenzunge ist eine krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von bis über 1 m. Die Stängel sind klebrig-drüsig.
Die wechselständigen, kurz gestielten Laubblätter sind meist ganzrandig, nur die unteren sind gelappt oder grob gezähnt.
Die Blüten sind sehr auffällig und nicht duftend.[2] Sie erscheinen end- oder achselständig und einzeln. Die fünfzähligen Blüten sind zwittrig mit doppelter Blütenhülle. Der fünfzipflige, becherförmige Kelch ist drüsig. Die Kronen haben einen Durchmesser von bis zu 6 cm, sind breit glockenförmig, sehr variabel gefärbt, von Weiß, Gelb, Orange, Rot bis Lila und stark geadert. Die fertilen, ungleich langen Staubblätter mit drüsigen Staubfäden sitzen tief in der Kronröhre. Daneben wird ein steriles Staminodium mit Antherode gebildet.[2] Der Fruchtknoten ist oberständig, mit langem, hohlem Griffel mit lippenförmiger, gefurchter Narbe, es ist ein Diskus vorhanden.
Es werden kleine und vielsamige Kapselfrüchte gebildet. Die etwa 1 Millimeter großen Samen sind kantig und feinwärzlich.
Die Chromosomenzahl ist x = 11 beziehungsweise n = 22[2].
Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet der Art befindet sich im südlichen und zentralen Chile und in Argentinien.[1] Sie wächst in Gebüschen, an Waldrändern und als Ruderalpflanze[3].
Taxonomie
Salpiglossis sinuata wurde 1798 von Hipólito Ruiz López und José Antonio Pavón y Jiménez in Systema Vegetabilium Florae Peruvianae et Chilensis Band 1 Seite 163 ("Salpiglosis") erstbeschrieben.
Verwendung
Die Trompetenzunge wird in Gärten der gemäßigten Gebiete der Nordhalbkugel oft als Zierpflanze genutzt. Sie ist seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Kultur, es gibt zahlreiche Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben[3].
Literatur
- W. G. D’Arcy: A Preliminary Synopsis of Salpiglossis and Other Cestreae (Solanaceae). In: Annals of the Missouri Botanical Garden. Band 65, Nummer 2, 1978. S. 698–724.
- Joachim W. Kadereit, Volker Bittrich: The Families and Genera of Vascular Plants. Vol. XIV: Flowering Plants Eudicots, Springer, 2016, ISBN 978-3-319-28532-0, S. 326 f.
Weblinks
- Salpiglossis sinuata in der Flora Argentina.
Einzelnachweise
- ↑ a b Salpiglossis sinuata. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 16. Dezember 2025.
- ↑ a b c Armando T. Hunziker: The Genera of Solanaceae. A.R.G. Gantner Verlag K.G., Ruggell, Liechtenstein 2001. ISBN 3-904144-77-4.
- ↑ a b Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.