Salonkolumnisten

Salonkolumnisten
Online-Plattform zur Verteidigung offener Zivilgesellschaften
Sprachen deutsch
Betreiber Salonkolumnisten UG (haftungsbeschränkt)
Online seit 2016
https://www.salonkolumnisten.com

Salonkolumnisten ist ein 2016 gegründetes Gemeinschaftsblog. Als gemeinsamer Nenner der Autorenschaft wird die Verteidigung der offenen Zivilgesellschaften inner- und außerhalb Deutschlands angegeben.

Geschichte

Die Plattform startete als Gruppe aus 27 Journalisten und Journalistinnen am 8. Dezember 2016 mit der Podiumsdiskussion „Die Radikalisierung des politischen Diskurses“ mit den Podiumsteilnehmern Julian Reichelt, David Harnasch, Saba Farzan (FDP) und Michael Seemann in der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin.[1][2][3][4]

2023 sollten auf Betreiben der Salonkolumnisten beim Berliner Werbeflächen-Vermarkter Wall AG auf öffentlichen Plakatwänden in Berlin israelische Hamas-Geiseln gezeigt werden. Dies wurde von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der Verkehrsverwaltung des Berliner Senats aufgrund der politischen Wirkung und der „Gefahr einer konfliktverschärfenden Wirkung mit Folgen für die öffentliche Sicherheit, sowie das Risiko für die Werbeanlagen und letztlich damit auch für die Firma Wall abgelehnt.“[5][6]

Ausrichtung

Paul Ingendaay sah 2016 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Manifest der Salonkolumnisten als „eine weltanschaulich weit gefasste Reaktion auf den Ansturm der Vereinfacher und Populisten“. Es positioniere sich gegen befürchtete Desinformationskampagnen von Russia Today bis zu WikiLeaks. „Unter uns befinden sich SPD- und CDU-, Wechsel- und Garnichtwähler, Grüne, Anhänger der Demokraten und der amerikanischen Republikaner, Monarchisten“, schreiben die Initiatoren, ferner „Anarchisten, Konservative und Liberale, liberalkonservative Sozialdemokraten und sozialliberale Anarchokonservative – und sogar ein paar Mitglieder der FDP“.[7] Laut Perlentaucher wurde das Blog gegründet von „zum Teil […] heimatlos gewordenen Achse-des-Guten-Autoren“, denen „ein bisschen Religionskritik [ …] nicht schade“.[8]

Gunter Weißgerber schrieb 2018 im PT-Magazin, die Salonkolumnisten seien zusammen mit anderen Plattformen wie „Tichys Einblick“ und „Achse des Guten“ „intellektuell frei von Selbstzensur“, im Gegensatz zu (laut Weißgerber) "Erziehungsmedien wie ARD und ZDF".[9]

Betreiber

Betreiber der Plattform ist die Salonkolumnisten UG (haftungsbeschränkt), vertreten durch David Harnasch und Jan-Philipp Hein. Letzterer ist auch der Verantwortliche im Sinne des Presserechts.

Autoren

Ehemalige Autoren

Einzelnachweise

  1. Hass im Netz Salonkolumnisten nehmen den Kampf auf, Konrad-Adenauer-Stiftung, 8. Dezember 2016.
  2. Salonkolumnisten gestartet: „We shall never surrender“, von Stefan Laurin, Ruhrbarone, 7. Dezember 2016.
  3. Brauchen wir Demagogen des Guten?, von Jan-Philipp Hein, Salonkolumnisten, 7. Dezember 2016.
  4. Audio Eröffnungsveranstaltung bei der KAS am 5.12.16, von David Harnasch, Salonkolumnisten, 7. Dezember 2016.
  5. "Risiko zu groß": Berlin verbietet Plakate mit Hamas-Geiseln. In: t-online – Berlin. 20. Oktober 2023 (t-online.de [abgerufen am 7. Januar 2026]).
  6. »Konfliktverschärfende Wirkung«: Berlin lehnt Anzeigenmotive ab. In: Jüdische Allgemeine. 20. Oktober 2023, abgerufen am 7. Januar 2026.
  7. Paul Ingendaay: Ein Wertekatalog für windige Zeiten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 7. Dezember 2016, abgerufen am 2. Januar 2019.
  8. Herta Müller über den Populismus in Osteuropa. Die Wissenschaftsverlage und die Hochschulrektorenkonferenz - 9punkt - Die Debattenrundschau vom 07.12.2016 - Perlentaucher. In: perlentaucher.de. 6. Dezember 2016, archiviert vom Original am 25. Februar 2024; abgerufen am 7. Januar 2026.
  9. Gunter Weißgerber: Das Ende der Kritik. In: PT-Magazin. 30. Mai 2018, abgerufen am 2. Januar 2019.