Saint Sophia Cathedral (London)

Saint Sophia Cathedral
Saint Sophia Cathedral
Basisdaten
Konfession griechisch-orthodox
Ort London, Vereinigtes Königreich
Diözese Greek Orthodox Archdiocese of Thyateira and Great Britain
Baugeschichte
Architekt John Oldrid Scott
Fertigstellung 1879
Baubeschreibung
Einweihung 5. Februar 1882
Baustil Neobyzantinik
Koordinaten 50° 27′ 10,4″ N, 30° 30′ 51,2″ O
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Saint Sophia Cathedral (griechisch Καθεδρικός ναός της Αγίας Σοφίας Kathedrikós naós tis Agías Sophías) ist eine griechisch-orthodoxe Kirche im Londoner Stadtteil Bayswater. Sie wurde als Sophienkirche am 5. Februar 1882 durch Antonios, den griechisch-orthodoxen Metropoliten von Korfu, geweiht, um als Mittelpunkt für die wohlhabende griechische Gemeinschaft insbesondere in den Stadtteilen Bayswater, Paddington und Notting Hill dienen. Neben dem Samstags- und Sonntagsgottesdienst gehören zur Kirche ein griechischer polyphoner Chor, byzantinische Musik und eine angeschlossene Schule, in der die Schüler die Geschichte und Sprache Griechenlands entdecken und griechischen Tanzunterricht nehmen.

Geschichte

Diese Kirche ist bereits das dritte Gebäude, das denselben Namen trägt, nachdem die beiden vorherigen am Finsbury Square und an der London Wall für die Mitgliederanzahl der orthodoxen Gemeinde, die durch Migranten der griechischen Diaspora und Besucher von den in London zusammenlaufenden Schiffsrouten angewachsen war, zu klein wurde.

St. Sophia wurde von einem Komitee unter dem Vorsitz von Emmanuel Mavrocordato (1830–1909) in Auftrag gegeben. Die Kosten in Höhe von 50.000 Pfund Sterling wurden innerhalb von drei Jahren von der griechischen Gemeinde, einschließlich wohlhabender und einflussreicher Londoner Kaufleute und Finanziers, gesammelt. Die erste Liturgie wurde am 1. Juni 1879 abgehalten, 18 Monate nachdem der Grundstein gelegt worden war.

Im Jahr 1922 wählte das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel St. Sophia als Metropolis-Kathedrale für die griechisch-orthodoxe Erzdiözese von Thyateira und Großbritannien aus, die alle orthodoxen Christen auf den Britischen Inseln und in Malta umfasst.

Während des Zweiten Weltkriegs war infolge der deutschen Invasion in Griechenland die griechische Exilregierung in London, wodurch St. Sophia die Kathedrale der griechischen Nation wurde. Beim Luftangriff der Deutschen auf London wurde die Kirche durch Bomben beschädigt, aber anschließend wieder repariert.[1]

Im Keller der Kirche wurde 2006 ein Museum eröffnet. Hier wird Kirchinventar ausgestellt, das der Kathedrale im 19. Jahrhundert von Förderern geschenkt wurde. Außerdem werden die Verbindungen der Kirche zur griechischen Gemeinde Londons aufgezeigt.[2]

Architektur

Das Gebäude wurde im neobyzantinischen Stil vom Architekten John Oldrid Scott entworfen. Scott war der verantwortliche Architekt verschiedener britischer Kirchen, so wurde er beispielsweise 1873 beauftragt, eine griechisch-orthodoxe Kapelle auf dem West Norwood Cemetery zu errichten.

Von außen ist die Saint Sophia Cathedral recht einfach gehalten, auffällig sind das Kuppeldach und die Bogenfenster. Das Innere ist aufwendig mit polychromem Marmor verziert.[3]

Die Ikonostase wurde von Ludwig Thiersch gestaltet, der religiöse Malerei in Athen studiert hatte. Er schlug vor, dass die Wände wegen des feuchten Klimas von London nicht mit Fresken dekoriert werden sollten. Stattdessen gaben die Geldgeber byzantinisch-inspirierte Mosaike nach Entwürfen von Arthur George Walker in Auftrag. Ab 1926 wurden von Boris Anrep weitere Mosaike bestellt.[1]

Galerie

Sonstiges

Seit 1987 steht das Gebäude als „Listed Building“ bei Historic England unter Denkmalschutz.[4]

Die St. Sophia Cathedral war ein Drehort für den Film James Bond 007 – GoldenEye. Es wurde jedoch ausschließlich der Innenraum genutzt, die Außenaufnahmen fanden an der Kapelle des Brompton Cemetery statt.[5]

Commons: Saint Sophia Cathedral – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b History – St. Sophia’s Greek Orthodox Cathedral. In: stsophia.org.uk. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
  2. Hagia Sophia London. In: citydays.com. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
  3. Hagia Sophia. In: nationalchurchestrust.org. National Churches Trust, abgerufen am 9. Dezember 2025.
  4. Greek Cathedral of Aghia Sophia and Presbytery. In: historicengland.org.uk. Historic England, abgerufen am 7. Dezember 2025.
  5. St Sofia's Cathedral – GoldenEye (1995). In: sceen-it.com. Abgerufen am 7. Dezember 2025.