Saint-Édouard (Montreal)

Saint-Édouard ist ein römisch-katholisches Kirchengebäude in der kanadischen Stadt Montreal. Gewidmet ist sie dem englischen König Eduard dem Bekenner. Sie befindet sich an der der Rue Bleury im Arrondissement Rosemont–La Petite-Patrie.

Geschichte und Architektur

Die Gründung der Pfarrei Saint-Édouard erfolgte 1895 durch den Montrealer Erzbischof Édouard-Charles Fabre. Nachdem zunächst im Mai 1896 eine erste Kapelle auf der benachbarten rue Saint-Denis eröffnet worden war, fiel 1901 der Entschluss zum Bau der Kirche, mit deren Planung der Architekt Joseph-Arthur Godin beauftragt wurde. Nach Fertigstellung des Kryptengeschosses erhielt 1906 der Architekt Joseph-Ovide Turgeon den Auftrag für den Kirchenbau, den er 1909 vollendete. Die Einweihung der Kirche vollzog am 19. Dezember 1909 Erzbischof Paul Bruchési. 1927 wurde nach Plänen des Architekten Louis Parant das Querhausportal zugefügt.

Saint-Édouard ist eine in neugotischen Formen errichtete Querhausbasilika, bei der nur die Außenmauern in dem lokalen grauen Kalkstein errichtet sind, der Innenausbau des Mittelschiff und der Gewölbe aber als Holzkonstruktion erfolgte. Die von Strebepfeilern artikulierte, wegen der Unterkirche über Freitreppen erhöhte Eingangsfassade zeigt drei Portale, darüber übergiebelte Maßwerkfenster, die beiden oktogonalen Turmaufbauten sind als kupferverkleidete Glockengeschosse mit Spitzhelm ausgeführt. Der Kirchenraum ist über Bündelpfeilern kreuzrippengewölbt.

Ausstattung

Die Kirche hat weitgehend ihre bauzeitliche Ausstattung bewahrt. Die figürliche Ausmalung der Gewölbe schuf 1922 Joseph Richer (1867–1946).

Orgel

Die Kirche erhielt 1913 als opus 534 ihre Orgel durch die Orgelbaufirma Casavant Frères. In den 1970er Jahren wurde die Orgel abgebaut und in der Krypta gelagert, um ein Jahrzehnt später, aber ohne ihren verlorenen Prospekt, im Querhaus wiederaufgestellt zu werden. Eine Restaurierung erfolgte 1997 durch Aurèle Laramée.[1]

Grand-Orgue C–c4
01. Montre 16′
02. Montre I 08′
03. Montre II 08′
04. Gambe 08′
05. Gemshorn 08′
06. Flûte ouverte 08′
07. Bourdon 08′
08. Prestant 04′
09. Flûte harmonique 08′
10. Quinte 0223
11. Doublette 04′
12. Mixture IV
13. Trompette 08′
14. Posaune 08′
Récit expressif C–c4
15. Bourdon 16′
16. Principal 08′
17. Viole de Gambe 08′
18. Flûte harmonique 08′
19. Bourdon 08′
20. Viole d’orchestre 08′
21. Voix céleste 08′
22. Principal 04′
23. Flûte traverse 04′
24. Octavin 02′
25. Cornet V
26. Basson 16′
27. Trompette 08′
28. Hautbois 08′
29. Voix humaine 08′
Tremulant
Positif expressif C–c4
30. Principal 8′
31. Mélodie 8′
32. Dulciane 8′
30. Violina 4′
31. Flûte douce 4′
32. Piccolo 8′
33. Clarinette 8′
34. Cor anglais 8′
Tremulant
Pédale C–g1
35. Flûte 32′
36. Flûte ouverte 16′
37. Violon 16′
38. Bourdon 16′
39. Bourdon doux 16′
40. Flûte 08′
41. Violoncelle 08′
42. Bourdon 08′
43. Flûte 04′
44. Bombarde 16′
45. Trompette }
Suboktavkoppeln: II/I, II/II
Superoktavkoppeln: II/I, II/II
Commons: Église Saint-Édouard de Montréal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Angaben zur Orgel auf der Website musiqueorguequebec

Literatur

  • Répertoire d'architecture traditionnelle sur le territoire de la Communauté urbaine de Montréal, Architecture religieuse I: Les églises. Montréal, Communauté urbaine de Montréal, 1981.

Koordinaten: 45° 32′ 4″ N, 73° 36′ 18″ W