Sachsenhaus (Idar-Oberstein)


Das sogenannte Sachsenhaus in der Hauptstraße 435 in Idar-Oberstein, Rheinland-Pfalz, war ein zeitweise unter Denkmalschutz gestelltes Fachwerkhaus. Die ehemalige Mühle wurde im Zuge der Naheüberbauung (Überbauung der Nahe auf 1875 m Länge durch die Bundesstraße 41) Anfang der 1980er Jahre abgetragen.[1]

In der Chronik der Stadt Oberstein von Wilhelm Lueg wird berichtet von der Weidemühle, die an der Nahe stand, wo später die Sachsenhäuser standen.

Geschichte

Im Zuge der Naheüberbauung sollte das Gebäude abgerissen werden. Das Landesamt für Denkmalpflege veranlasste im Juni 1980 eine einstweilige Unterschutzstellung. Diese hat gemäß § 11 des Denkmalschutzgesetzes (Rheinland-Pfalz) eine Gültigkeit von maximal sechs Monaten. Einstweilig geschützte Gegenstände werden für die Dauer ihrer einstweiligen Unterschutzstellung in die Denkmalliste (§ 10) eingetragen.[2]

Offenbar kam es innerhalb dieser Frist zu einer Einigung zwischen der Denkmalschutzbehörde, dem Straßenneubauamt und der Stadt Idar-Oberstein. Es wurde beschlossen, das Haus nicht abzureißen, sondern abzutragen und an anderer Stelle wieder aufzubauen. Im Laufe der Zeit änderte sich dieses Vorhaben; nun sollte ein größeres Gebäude in ähnlichem Stil unter Verwendung der ursprünglichen Balken errichtet werden. Auch dieser Plan zerschlug sich allerdings aus Kosten- und praktischen Gründen (schlechter Zustand der Balken).

Literatur

Einzelnachweise

  1. Stadt Idar-Oberstein. Eintrag in der Datenbank „KuLaDig“ des Landschaftsverbands Rheinland. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  2. Denkmalschutzgesetz Rheinland-Pfalz als PDF

Koordinaten: 49° 42′ 16,9″ N, 7° 19′ 50,2″ O