SJ Np
| SJ Np VVJ 6–7 / VÅHJ 6–8 | |
|---|---|
SJ Np 3044 (1957)
| |
| Nummerierung: | 3030–3032, 3044, 3045, 3050–3053, 3071, 3156–3158, 3178 |
| Anzahl: | 14 |
| Hersteller: | Motala Verkstad Schweden |
| Baujahr(e): | 1912…1946 |
| Bauart: | 1’D 2t |
| Spurweite: | 891 mm (schwed. 3-Fuß-Spur) |
| Länge über Puffer: | 8350 mm 3030: 8680 mm 3031: 8613 mm 3052: 8290 mm 3157: 8863 mm 3158: 8600 mm 3178: 7740 mm |
| Leermasse: | 3030, 3031, 3052, 3157: 24,8 t 3158: 23,75 t |
| Dienstmasse: | 27,7 t 3031: 29,6 t 3030, 3052, 3157: 30,1 t 3158: 28,5 t 3178: 33 t |
| Höchstgeschwindigkeit: | 40 km/h 3030, 3031: 45 km/h 3158: 50 km/h 3178: 46 km/h |
| Zylinderanzahl: | 2 |
| Wasservorrat: | 2,6 m³ |
| Brennstoffvorrat: | 0,9 t |
Die Tenderlokomotiven der schwedischen Dampflokomotivbaureihe Np wurden von Statens Järnvägar in eine Sammelbaureihe eingereiht. Dabei handelt es sich um zwischen 1912 und 1946 von der Lokomotivfabrik Motala Verkstad von verschiedenen Privatbahnen in annähernd gleicher Ausführung beschaffte Lokomotiven. Sie hatten die Achsfolge 1’D (Consolidation) und wurden erst nach der Verstaatlichung der jeweiligen Eigentümergesellschaften im Rahmen der Allgemeinen Eisenbahnverstaatlichung in Schweden bei Statens Järnvägar in diese Baureihe eingereiht.
Växjö–Virserum Järnväg VVJ 6–7
Die Lokomotive VVJ 6 wurde 1912 noch mit dem Namen VIRSERUM geliefert. 1916 folgte VVJ 7. Mit einer Streckenerweiterung 1922 änderte die Gesellschaft ihren Namen in Växjö–Åseda–Hultsfreds Järnväg und auch ihre Kurzbezeichnung in VÅHJ.
Växjö–Åseda–Hultsfreds Järnväg VÅHJ 6–8
Die beiden vorhandenen Lokomotiven VVJ 6 und 7 erhielten die neuen Bezeichnungen VÅHJ 6 und 7. 1927 wurde mit der VÅHJ 8 eine weitere Lokomotive des Typs gekauft.
Mit der Verstaatlichung der Gesellschaft erhielten die die Lokomotiven VÅHJ 6–8 bei den SJ die Betriebsnummern Np 3030–3032.
Eksjö–Österbymo Järnvägsaktiebolag EÖJ 1–2
Die Lokomotiven EÖJ 1–2 wurden 1914 und 1915 bei Motala gekauft. Mit der Verstaatlichung der Gesellschaft erhielten die diese Lokomotiven die Betriebsnummern Np 3044 und 3045.
Södra Ölands Järnväg SÖJ 6
1920 kaufte die Södra Ölands Järnväg eine Lokomotive, die die Betriebsnummer SÖJ 6 bekam. Am 1. Januar 1928 erfolgte der Zusammenschluss mit der Borgholm-Böda Järnväg (BBJ) zur Gesellschaft Ölands Järnvägar (ÖJ). Dadurch änderte sich die Bezeichnung der Lokomotive zu ÖJ 6.
Ölands Järnvägar ÖJ 6, 10–12
Zu der Lokomotive ÖJ 6 kamen 1935, 1939 und 1946 drei weitere bauähnliche Lokomotiven. Diese erhielten die Betriebsnummern ÖJ 10–12. 1947 übernahmen Statens Järnvägar die Gesellschaft und die Fahrzeuge. Die Lokomotiven 6 und 10–12 wurden zu Np 3050–3053.
Klintehamn–Roma Järnväg KIRJ 5
Die Gesellschaft beschaffte 1936 eine Lokomotive und bezeichnete sie mit KIRJ 5. Mit der Übernahme durch die SJ 1948 bekam sie die Betriebsnummer Np 3071.
Fågelsta–Vadstena–Ödeshög Järnväg FVÖJ 6–7
1912 und 1919 kaufte die Gesellschaft jeweils eine Lokomotive, die bei der Gesellschaft die Betriebsnummern 6 und 7 bekamen. Bereits 1899 wurde eine Fusion mit der Mellersta Östergötlands Järnvägar besprochen, die jedoch erst 1919 durchgeführt wurde. Nach der Fusion erhielten die Lokomotiven die Eigentumsbezeichnung MÖJ bei gleichen Betriebsnummern.
Väderstad–Skänninge–Brännige Järnväg VSBJ 1
1930 wurde von der Gesellschaft eine Lokomotive erworben, die die Betriebsnummer VSBJ 1 erhielt. 1940 erfolgte die Fusion mit der Mellersta Östergötlands Järnvägar, die in den Jahren zuvor bei Bedarf immer Lokomotiven zur Verfügung gestellt hatte. Die neue Betriebsnummer bei der MÖJ war die Nr. 8.
Mellersta Östergötlands Järnvägar MÖJ 6–8
Durch die Fusion mit der Fågelsta-Vadstena-Ödeshög Järnväg im Jahre 1919 wurden die beiden übernommenen Lokomotiven mit MÖJ 6–7 bezeichnet, das 1940 übernommene Exemplar erhielt die Nummer MÖJ 8. Nach der Verstaatlichung wurden diese bei den SJ mit Np 3156–3158 eingereiht.
Nordmark–Klarälvens Järnväg NKlJ 23–25
Im Frühjahr 1918 bestellte die Nordmark–Klarälvens Järnväg (NKlJ) drei Tenderlokomotiven bei Motala. Die Lokomotiven sollten nach dem Standardtyp der Werkstatt für Schmalspur mit Achsfolge 1D gebaut werden, jedoch mit größeren Kohle- und Wasservorräten als die meisten vorherigen Lieferungen.
Die Lokomotiven, die bei der NKlJ die Nummern 23 bis 25 erhielten, wurden im Dezember 1918 mit den Motala-Fabriknummern 636 bis 638 ausgeliefert und im Januar 1919 in Betrieb genommen. Bei der NKlJ wurden die Lokomotiven hauptsächlich auf der 1915 eröffneten Strecke Karlstad Östra–Skoghall eingesetzt.
Während die meisten Strecken der NKlJ in den Jahren 1920 und 1921 elektrifiziert wurden, geschah dies bei der Strecke nach Skoghall nicht. Die Lokomotiven NKlJ 23–25 blieben daher im Einsatz, während die meisten anderen Dampflokomotiven der NKlJ aufgrund der Elektrifizierung ausgemustert wurden.
Als die SJ mit den Umspurarbeiten an den Streckenabschnitten Håkantorp–Lidköping und Lidköping–Forshem begann, herrschte akuter Mangel an geeigneten Lokomotiven für die Arbeits- und Schotterzüge aus Karlstadkulle und Hova. Der vorhandene Lokomotivbestand war stark abgenutzt, und die Tp-Lokomotiven waren noch nicht geliefert worden.
Daher beschlossen die SJ im März 1953, die Lokomotive NKIJ 24 zu erwerben. Die Lokomotive wurde in der SJ-Werkstatt in Borås-Åhaga umgebaut und nach einer Überholung als Np 3178 in Betrieb genommen. Sie wurde damit die letzte Schmalspurdampflokomotive der SJ-Nummernreihe. Nach Abschluss der Umspurarbeiten wurde die Np 3178 (NKlJ 24) außer Dienst gestellt.
Die Lokomotive entging der Verschrottung und wurde im Oktober 1957 zusammen mit den Lokomotiven N3p 3047 (VJ 6), S20p 3087 (LJ 8), S5p 3094 (VGJ 4), B2p 3105 (VGJ 24), B3p 3109 (VGJ 28) und B4p 3110 (VGJ 31) in den Reservelokomotivpark überführt. Die NKlJ-Lokomotive wurde im Lokschuppen Skara in konserviertem Zustand aufgestellt.
Im März 1965 wurde sie an die Stadt Göteborg verkauft, um auf einem Spielplatz in Västra Frölunda aufgestellt zu werden. 1990 verkaufte die Stadt Göteborg die Lokomotive an die Anten – Gräfsnäs Järnväg, wo sie als Denkmal vorhanden ist.[1]
Übersicht
| Nummer | Nr. / Baujahr | geliefert an | Nr. | Datum | verkauft an | Übernahme durch SJ |
Ausmusterung | Besonderes |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3030 | 476/ 1912 |
Växjö-Virserum Järnväg | VIRSERUM VVJ 6 |
1922 | Växjö-Åseda-Hultsfreds Järnväg VÅHJ 6 |
1941 | 1962 | in Vislanda verschrottet[2] |
| 3031 | 580/ 1916 |
Växjö-Virserum Järnväg | VVJ 7 | 1922 | Växjö-Åseda-Hultsfreds Järnväg VÅHJ 7 |
1941 | 1962 | in Vislanda verschrottet[3] |
| 3032 | 731/ 1927 |
Växjö-Åseda-Hultsfred Järnväg | VÅHJ 8 | 1941 | 1962 | in Vislanda verschrottet[4] | ||
| 3044 | 535/ 1914 |
Eksjö-Österbymo Järnväg | EÖJ 1 | 1946 | 1962 | in Vislanda verschrottet[5] | ||
| 3045 | 567/ 1915 |
Eksjö-Österbymo Järnväg | EÖJ 2 | 1946 | 1963 | in Vislanda verschrottet[6] | ||
| 3050 | 664/ 1920 |
Södra Ölands Järnväg | SÖJ 6 | 1928 | Ölands Järnväg ÖJ 6 |
1947 | Ab 1962 Museumslokomotive und vor dem ehemaligen Bahnhof von Borgholm ausgestellt. Aufgrund von Vandalismus 1979 in das Ölands Motormuseum verlegt. 1989 vom Sveriges Järnvägsmuseum an Tjustbygdens Järnvägsförening (TJF) abgegeben und nach Västervik transportiert. Restaurierung ab 1989, aber 1992 eingestellt, 2011 an TJF verkauft, ab Herbst 2023 erneut Restaurierungsarbeiten.[7][8] | |
| 3051 | 826/ 1935 |
Ölands Järnväg | ÖJ 10 | 1947 | 1960 | in Vislanda verschrottet[9] | ||
| 3052 | 868/ 1939 |
Ölands Järnväg | ÖJ 11 | 1947 | 1963 abgestellt, 1966 in Bergsjö verschrottet[10] | |||
| 3053 | 938/ 1946 |
Ölands Järnväg | ÖJ 12 | 1947 | 1962 | in Vislanda verschrottet[11] | ||
| 3071 | 830/ 1936 |
Klintehamn-Roma Järnväg | KlRJ 5 | 1948 | 1963 | 1960 abgestellt, 1963 in Visby verschrottet[12] | ||
| 3156 | 484/ 1912 |
Fågelsta-Vadstena-Ödeshög Järnväg | SEXAN FVÖJ 6 |
1919 | Mellersta Östergötlands Järnvägar MÖJ 6 |
1950 | [13] | |
| 3157 | 649/ 1919 |
Fågelsta-Vadstena-Ödeshög Järnväg | FVÖJ 7 | 1919 | Mellersta Östergötlands Järnvägar MÖJ 7 |
1950 | 1960 | in Vislanda verschrottet[14] |
| 3158 | 498/ 1930 |
Väderstad-Skänninge-Brännige Järnväg | VSBJ 1 | 1940 | Mellersta Östergötlands Järnvägar MÖJ 8 |
1950 | 1960 | in Vislanda verschrottet[15] |
| 3178 | 637/ 1918 |
Nordmark-Klarälvens Järnväg | NKlJ 24 | 1953 | 1963 abgestellt, 1964 an die Stadt Göteborg verkauft, seit 1965 als Spielplatzlokomotive in Västra Frölunda, 1990 als Museumslokomotive bei der Anten–Gräfsnäs Järnväg.[16][1] |
Die von der Standardausführung abweichenden Daten sind in der Infobox mit der entsprechenden Loknummer aufgeführt.
Weblinks
- SJ Np. In: digitaltmuseum.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
Einzelnachweise
- ↑ a b AGJ lok nr. 24 – fd. SJ Np 3178 – NKlJ 24. In: agj.net. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ VIRSERUM; VVJ 6. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ VVJ 7. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ VÅHJ 8. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ EÖJ 1. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ EÖJ 2. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ Ånglok. In: smalsparet.se. Abgerufen am 23. November 2025 (schwedisch).
- ↑ SÖJ 6. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ ÖJ 10. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ ÖJ 11. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ ÖJ 12. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ KlRJ 5. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ SEXAN; FVÖJ 6. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ FVÖJ 7. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ VSBJ 1. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).
- ↑ NKlJ 24. In: svenska-lok.se. Abgerufen am 22. November 2025 (schwedisch).