Sébastien Levicq

Sébastien Levicq (* 25. Juni 1971 in Le Havre) ist ein ehemaliger französischer Leichtathlet, der vor allem im Mehrkampf erfolgreich war.

Sportliche Karriere

Der 1,86 Meter große Sébastien Levicq startete für Stade sottevillais 76 in Sotteville-lès-Rouen. 1994 gewann er den französischen Meistertitel im Zehnkampf.[1] 1996 und 1998 siegte er bei den französischen Hallenmeisterschaften im Siebenkampf.[2] Seine beste Punktzahl erreichte Levicq mit 8524 Punkten am 24./25. August 1999 in Sevilla. In der Halle gelangen ihm 5886 Punkte am 24./25. Februar 1996 in Nogent-sur-Oise. Seine beste Einzeldisziplin war der Stabhochsprung mit einer Bestleistung von 5,60 Meter am 18. Mai 1997 in Bonneuil-sur-Marne.[3]

Bei den Juniorenweltmeisterschaften 1990 in Plowdiw belegte Levicq mit 6832 Punkten den zwölften Platz.[4] Drei Jahre später siegte er mit 7874 Punkten bei der Universiade 1993 in Buffalo, wo er zehn Punkte mehr gesammelt hatte als der Este Indrek Kaseorg.[5] Einen Monat später erreichte Levicq bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart 7783 Punkte und kam damit auf den 14. Platz.[6] 1995 nahm Levicq an den Hallenweltmeisterschaften in Barcelona teil und wurde Achter mit 5870 Punkten.[7] Bei den Weltmeisterschaften in Göteborg bedeuteten 8136 Punkte den neunten Platz für Levicq.[8] 1996 bei den Halleneuropameisterschaften in Stockholm wurde Levicq Neunter mit 5846 Punkten.[9] Bei den Olympischen Spielen in Atlanta waren mit Christian Plaziat und Sébastien Levicq zwei französische Zehnkämpfer im Wettbewerb. Levicq erreichte mit 8192 Punkten den 17. Platz, Plaziat wurde 11. mit 8282 Punkten.[10]

1997 bei den Hallenweltmeisterschaften in Paris-Bercy sammelte Levicq 5865 Punkte und belegte damit den siebten Platz, wobei nur sieben Athleten in die Wertung kamen.[11] Bei den Weltmeisterschaften in Athen trat Levicq zum zweiten Tag nicht mehr an.[12] Im Sommer 1998 gab Levicq bei den Europameisterschaften in Budapest vor dem Stabhochsprung auf.[13] Nach zwei Jahren ohne Platzierung beim Saisonhöhepunkt verbesserte Levicq bei den Weltmeisterschaften 1999 in Sevilla seine persönliche Bestleistung auf 8524 Punkte. Als Vierter lag er 23 Punkte hinter dem drittplatzierten Chris Huffins aus den Vereinigten Staaten und 32 Punkte hinter dem zweitplatzierten Briten Dean Macey. Nur der Weltrekordler Tomáš Dvořák hatte sich fast 200 Punkte von den Verfolgern absetzen können. In seiner Paradedisziplin Stabhochsprung war Levicq mit 5,50 Meter 40 Zentimeter höher gesprungen als der zweitbeste Teilnehmer.[14] 2000 gab Levicq beim olympischen Zehnkampf in Sydney nach drei Disziplinen auf.[15]

Levicq blieb noch über zehn Jahre aktiv, trat aber meist nur im Stabhochsprung (bis 2008) und im Speerwurf (bis 2013) an.

Fußnoten

  1. Französische Meister bei gbrathletics.com
  2. Französische Hallenmeister bei gbrathletics.com
  3. World Athletics, Reiter Personal bests, die gegenüber World Athletics um 16 Punkte bessere Hallen-Siebenkampfleistung wird in Hans van Kuijens 1998 Annual Combined Events als Bestleistung angegeben, sie steht als Ergebnis der Hallenmeisterschaften 1996 auch bei gbrathletics.com.
  4. World Athletics, Reiter Results und dann 1990
  5. Medaillengewinner bei Universiaden bei gbrathletics.com
  6. Zehnkampf 1993 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
  7. Siebenkampf 1995 bei worldathletics.org
  8. Zehnkampf 1995 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
  9. Siebenkampf 1996 bei worldathletics.org
  10. Zehnkampf 1996 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 14. November 2025.
  11. Siebenkampf 1997 bei worldathletics.org
  12. Zehnkampf 1997 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
  13. Zehnkampf 1998 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
  14. Zehnkampf 1999 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
  15. Zehnkampf 2000 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 14. November 2025.