Ryszard Jastrzębski
Ryszard Stefan Jastrzębski (* 15. Juni 1956 in Nowa Ruda) ist ein polnischer Politiker (ZSL, PSL, PLD, Samoobrona). Er gehörte von 1989 bis 1993 dem Sejm in der X. Wahlperiode der Volksrepublik und der I. Wahlperiode der Dritten Republik an.
Leben und Beruf
Jastrzębski schloss 1974 die technische Berufsschule in Nowa Ruda ab. Anschließend arbeitete er in der Kłodzkoer Filiale der „Opolskich Zakładów Napraw Samochodów“. Seit 1981 bewirtschaftete er einen eigenen Bauernhof. 2001/02 war er Vorsitzender des Sportvereins Nysa Kłodzko.[1]
Politische Laufbahn
In der Zeit der Volksrepublik gehörte Jastrzębski der Blockpartei „Zjednoczone Stronnictwo Ludowe“ (ZSL), aus der 1990 die heutige Polskie Stronnictwo Ludowe (PSL) hervorging, an und war Mitglied des obersten Komitees der ZSL.
Bei den halbfreien Wahlen zum Vertragssejm 1989 wurde er auf einem der für die bisherigen Regierungsparteien reservierten Plätze für die ZSL in das Parlament gewählt.[2] Bei der Parlamentswahl 1991 wurde er für die PSL in den Sejm gewählt.[3] Bei der Parlamentswahl 1993 wurde er nicht wiedergewählt.[4] 1997 kandidierte er für die PSL erfolglos für den Senat der Republik Polen.[5] In den 1990er Jahren war er stellvertretender Bürgermeister von Kłodzko. Bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 wurde er für das Wahlbündnis „Przymierze Społeczne“, an dem sich die PSL beteiligt hatte, in den Kłodzkoer Gemeinderat gewählt und dessen stellvertretender Vorsitzender.
Ende 1998 verließ er die PSL und schloss sich der von Mikołaj Kozakiewicz und Roman Jagieliński gegründeten sozialdemokratisch ausgerichteten Partia Ludowo-Demokratyczna (PLD) an. 2003 wurde er deren Vorsitzender in der Woiwodschaft Niederschlesien.[6] Später wechselte er zur Samoobrona und kandidierte für diese bei den Selbstverwaltungswahlen 2006 erfolglos für den Rat des Powiat Kłodzki.[7] Auch bei den Selbstverwaltungswahlen 2010[8] (als parteiloser Kandidat auf der Liste der Platforma Obywatelska) und 2014[9] (für die PSL, in die er inzwischen zurückgekehrt war, auf der von dieser initiierten Liste „Rozwój i Partnerstwo“) bewarb er sich erfolglos um ein Mandat im Rat des Powiats. Hingegen wurde er bei den Selbstverwaltungswahlen 2018[10] und 2024[11] (jeweils auf der Liste eines von der PSL initiierten lokalen Wahlkomitees) in den Rat der Gmina Kłodzko gewählt. Seit 2018 ist er auch Vorsitzender des Gemeinderats.
Ehrungen
- Bronzenes Verdienstkreuz der Republik Polen[12]
Weblinks
- Biogram auf der Seite des Sejm
Einzelnachweise
- ↑ „HISTORIA KLUBU“ auf www.nysa.klodzko.pl, abgerufen am 13. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis in Monitor Polski 1989, Nr. 21, S. 351.
- ↑ Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 450.
- ↑ Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 742.
- ↑ Ergebnis in Monitor Polski 1997, Nr. 64, S. 1410.
- ↑ „Wojskowi nurkowie wyciągnęli tajemnicze skrzynki z dna jeziora na Dolnym Śląsku“ auf wroclaw.wyborcza.pl, abgerufen am 13. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 13. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 13. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 13. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 13. Januar 2026.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 13. Januar 2026.
- ↑ Datenblatt auf bs.sejm.gov.pl, abgerufen am 13. Januar 2026.