Rump (Adelsgeschlecht)
Rump (auch Rumpf o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Uradelsgeschlechts.
Geschichte
Das Geschlecht erscheint urkundlich erstmals 1230–1233 mit Ritter Helmicus Rump zu Olpe im Gefolge des Grafen Gottfried von Arnsberg, gleichzeitig mit Hunoldus de Odenge. 1256 tritt Gertrud von Oedingen, Witwe des Helmich genannt Rump, zusammen mit ihren Kindern Theoderich, Johann, Helmich, Claritia und Beatrix auf. 1260 tätigte Helmicus genannt Rump mit seiner Frau Gertrud und seinen Söhnen Theoderich, Johann und Helmich einen Verkauf an das Kloster Welver. 1269 werden Ritter Theoderich genannt Rump, Sohn des toten Ritters Helmich genannt Rump, seine Frau Frederunis, seine Söhne Theoderich, Helmich und Johann sowie seine Brüder Helmich und Johann urkundlich erwähnt. Ritter Theoderich siegelte mit dem Sparrenwappen. 1288 bekundete Edelherr Gottfried I. von Rüdenberg, dass Menricus von Bruchusen im Namen der Erben des Johann genannt Rump, seines Verwandten, nämlich Johann, Hermann, Vrederunis und Aleid, dem Kloster Welver einen Mansen zu Westönnen übertragen hatte. Der Verkauf wurde im selben Jahr von Hermann Rump genehmigt. 1289 verglichen sich Frederune, Witwe des Ritters Thiederich genannt Rump, und ihre Kinder Thiderich, Wilhelm, Helmich, Herbord, Rotcher, Richard, Wessel und ein weiterer Thiderich in einer Streitsache mit dem Koster Welver. Die Brüder des verstorbenen Ritters Thiederich genannt Rump stimmten zu. In Urkunden von 1295 und 1297 werden Theoderich genannt Rump, Frederunis, seine Mutter, ferner Johann, Helmich, Herbord, Rutger, Richard, Wessel, Theoderich und Gertrud, seine Geschwister, erwähnt. Im selben Jahr erscheinen auch die Brüder Johann und Hermann Rump. Am 11. Juli 1305 bekundete Theoderich genannt Rump, das er, seine Mutter Frederunis und seine Brüder Helmich, Rutger und Richard zu Gunsten des Klosters Oelinghausen auf einen Mansen im Dorf Klotingen, den von ihnen der Soester Bürger Gerard vom Cranen zu Lehn trug, verzichtet haben. Derselbe Theoderich genannt Rump kommt 1306 häufig in Urkunden im Gefolge der Grafen von Arnsberg. 1308 war er Zeuge in der Urkunde, durch die Graf Wilhelm von Arnsberg den Bürgern von Hirschberg die Rechte der Stadt Eversberg verlieh.[1] Theoderich genannt Rump besaß 5 Mark Rente als Burglehen von Waldenburg sowie das Gericht und die Vogtei zu Oedingen. Sein Bruder Ritter Rotger genannt Rump (Rottegerus Rump) war 1327 bei der Dotation der Kapelle der Stadt Grevenstein durch Graf Wilhelm von Arnsberg anwesend.[2]
Noch in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts besaß die Familie das Patronatsrecht über die Pfarrkirche in Oedingen. Dieses war zwischenzeitlich (1336/7) zwischen den Brüdern und Rittern Theoderich und Rotger Rump strittig.[3]
Ritter Thomas genannt Rump besaß 1338 die Vogtei zu Oedingen und 4 Hufen zu Havekebeke und Runen. 1361 kauften Bernd Rump, seine Frau Haseken und ihre Kinder Ludolf, Fibbe und Grete ein Haus im Dorf Belthausen in der Grafschaft Bentheim. 1384 empfing Rutger genannt Rump den Hof Effele bei Rüthen als Rüthener Burglehen. Außerdem besaß er Güter zu Waldhausen im Kirchspiel Mülheim. Mit Haus Wenne wurde die Familie, genauer Rotger Rump (1430†), verheiratet mit Stine (urkundlich 1413–1421[4]), von Kurköln erstmals 1412 belehnt. 1429 wurde derselbe zu Poppelsdorf mit der Hälfte des Schlosses und des Hofes Wenne im Kirchspiel Eslohe belehnt. Diese waren ihm durch den Tod von Bela, der Ehefrau des Friedrich von Cobbenrode zugefallen. Nach Rotger Rumps Tod wurden dessen Söhne, Diederich und Hermann Rump, 1425 für ein Darlehen von 200 Gulden mit Wenne belehnt. Cord (Konrad) Rump (1436†), verheiratet mit Iliane (urkundlich 1429–1436), war 1429 Burgmann zu Rüthen. Sie besaßen einen Zehnt zu Kallenhardt. 1436 erscheint Iliane als Witwe, zusammen mit ihren Kindern Cord, Diderich, Johann, Katharina und Fya. In jenem Jahr verkauften sie den Brüdern Diederich, Rotger, Engelbert und Crafft Rump van der Wenne eine Rente aus ihrem Gut tho overen Bremenschede, dem Gut to Koebenrode sowie dem Gut to Overen Salveye.[5][2]
Spätestens 1430 hatten sich die zwei Hauptlinien der Familie zu Wenne und zu Haus Valbert/Varenbert herausgebildet. In jenem Jahr verkauften Diederich Rump van Varenbert seine Frau Elseke sowie Diederichs Geschwister Arnt, Walrave, Hedenrich, Luckele, Katrine und Greyte drei Eigenhörige mit allem Zubehör an Dyderich Rumpe van der Wene und seine Brüder Rotger, Engelbert und Crafft, Söhne des verstorbenen Rotger Rump.[6] 1437 besiegelten Arnd und Diederich Rumppe von Varenbert und Rötger, Diederich und Crafft Rump von der Wenne die westfälische Landesvereinigung. Henneke Rump zu Haus Ostwig verkaufte 1440 zusammen mit seiner Frau Beleke Eigenhörige dem Stift Meschede, ebenso wie 1466 Walrave Rump von Varenbert der Ältere (urkundlich 1447–1466). 1452 wurde Johann Rump von Kurköln mit Haus Pungelscheid belehnt. 1474 erscheint Johann Rump von Varenbert mit seiner Frau Aleid von Remelinchausen (Remblinghausen), Tochter des 1474 bereits verstorbenen Albert von Remelinchausen und der damals noch lebenden Bela. Derselbe Johann Rump zu Remelinchusen wurde 1482, nach Tod seines Vaters Diederich Rump, von Kurköln mit dem Haus zu Borchhuysen genannt die Capelle belehnt. Im selben Jahr wurde Rütger Rump von Kurköln mit Haus Pungelscheid belehnt und Walrave Rump als Vormund der Margaretha Lüerwald mit Gut Suttorp. 1483 setzten Johann Rump von Varenbert zu Remelinchusen und seine Frau Aleid ihrer Tochter Lyse Rump, Nonne zu Rumbeck eine Leibzucht aus. Im dem Akt erscheinen auch Rolbeke Rump, Johanns und Aleids Sohn, sowie Johann Rump von Varenbert, Sohn des verstorbenen Walram Rump. Hunold Rump von Varenbert erscheint 1486. Seine Mutter Elseken Destinchuß war ebenfalls Klosterfrau zu Rumbeck. 1486 verkauften die Brüder Diederich und Hermann Rump van der Wenne zusammen mit ihren Frauen Anne und Elyan eine Rente aus der Mühle in Oedingen. Vier Jahr später verkaufte derselbe Hermann Rump zu Wenne, Drost zu Oedingen, seinen Teil des Zehnten zu Oedingen. Unter den Urkundenzeugen findet sich Hermanns Bruder Crafft Rump.[7] 1498 verzichteten die Gebrüder und Vettern Diederich, Hermann, Heidenrich und Crafft Rump von der Wenne auf ihre Ansprüche an Kloster Galiläa. Hermann Rump van der Wene war Amtmann zu Frankenberg und mit Iliane verheiratet. 1499 verkauften die Eheleute ihr Gut to Holthusen in der veltmarche to Medebecke.[8] 1505 und 1507 belehnte Johann Rump von Varenbert zu Remblinghausen das Kloster Rumbeck mit dem Hof Dunscher. Dasselbe tat Hermann Rump zur Wenne der Alte 1509 und Hermann Rump zur Wenne der Junge 1523. 1548 Letzterer als Sohn des verstorbenen Hermann Rump des Alten. Noch vor dem Tod seines Vaters Hermann Rump des Alten vereinbarte Hermann Rump der Junge 1517 eine Ehe mit Ursula von Schüren. Als Zeugen der Eheberedung fungierten unter anderem Johann Rump, Bruder des Bräutigams, und Dirik/Diederich Rump zu Grimminghausen. Die Eheleute Hermann Rump der Junge und Ursula von Schüren erscheinen noch 1544.[9] 1519 wurde Johann Rump, ansässig im Amt Balve, als Vormund des Hermann von der Heese von Kurköln mit dem Hof Hedinghusen, Amt Menden, und dem Hof Hoeve, Amt Schwelm, belehnt. Anna Rump, Witwe des Volpert von Schade zu Reiste, quittierte 1520 zusammen mit ihrem Sohn Volpert von Schade den Brüdern Dietrich und Hermann Rump zur Wenne ihren Brautschatz aus dem Wenner Erbe.[10] 1525 werden Anna Rump, Tochter des verstorbenen Johann Rump und der Gertrud, Nonne zu Welver, und ihr verstorbener Bruder Melchior Rump erwähnt; 1559 dann Walrave Rump zu Varenbert und Diederich Rump von der Wenne, 1560 die Brüder Volmar und Jaspar Rump zu Pungelscheid sowie 1562 Hermann Rump von der Wenne, Sohn des verstorbenen Arndt Rump. Der Hof Hunschede wurde dem Kloster Rumbeck 1562 von Hermann Rump, 1613 von Johann Rump und 1615 von Hermann Rump dem Jüngeren, alle zu Wenne wohnend, belehnt. 1645 erließ Hermann Rump zu Wenne, Drost zu Marsburg und Volkmarsheim, die Lehnpflicht, jedoch nur für sich, denn später geht die Belehnung wieder von den Rump aus. 1563 verglich sich Hermann Rump mit Erzbischof Friedrich IV. von Wied wegen Haus Wenne. Derselbe erscheint auch 1572 als Sohn des verstorbenen Arndt Rump. Nur ein Jahr später, 1573, wurde Hermann von Hatzfeld, Drost zu Balve, für die minderjährigen Kinder des verstorbenen Hermann Rump mit Wenne belehnt.[2] Simon Schade zu Reiste und seine Ehefrau Maria Rump erklärten 1612 der Kirche zu Dorlar jährlich 6 Pfennig Zehntlöse aus dem Gut Reiste zu schulden.[11]
Auch in Kurland existierte seit dem 14. Jahrhundert eine Linie der Familie. Diese wurde dort aber erst nach dem Erlöschen der Linie durch die Kirchspielbeschlüsse vom 10. Mai 1841 bei Regulierung der Ritterbank, unter der Nr. 150 nachträglich zu derselben verzeichnet. Urkundlich finden sich in Kurland folgende Personen: 1535 verlieh Bischof Hermann II. Konnenberg Pundicken, Terwenden und Cappen, die ihm Niclas Hartwig zediert hatte, an Hermann Rump. 1551 war Johann Rump im Lamburgischen ansässig. Vermutlich war dieser mit demjenigen Johann Rump identisch, der erwähnt wurde, als 1581 dem Johann Behr die Zusicherung auf das Gut Terwenden und Cappen gegeben wurde, sobald Johann Rumps männliche Lehnserben gestorben sind. Dies war 1665 eingetreten. Die Güter gingen an Ulrich Behr, worüber Anna Catharina Rump, verheiratet mit dem kurländischen Rittmeister Matthias Tryzna genannt Karp informiert wurde. Ein Hermann von Rump erhielt 1557 von Bischof Johann von Münchhausen 2 Haken Land im Amt Czyrow im Dorf Selden. Wiegant Rumpf erscheint 1580 auf Alt-Pigant in Livland. Vor Oktober 1587 verstarb Rötger Rumpff, Erbherr auf Lauzensee, der mit Dorothea von Plater aus dem Haus Groß-Nedderitz vermählt war. 1620 verkaufte Carl Rumpe, verheiratet mit Dorothea von den Brincken das Höfchen Pundick. Er soll der Letzte dieser baltischen Linie gewesen sein.[12]
Maximilian Franz Engelbert von Rump (1848–1883) wurde von seinem Großonkel, Landrat Maximilian Freiherr von Schade, Letzter des Geschlechts von Schade, in dessen am 12. Januar 1863 aufgesetzten Testament zum Universalerben bestimmt, unter der Bedingung der Annahme des von Schaden’schen Namens und Wappens. Am 28. September 1873 erhielt ersterer die königlich-preußische Erlaubnis, den Namen „Freiherr von Schade-Ahausen genannt von Rump“ zu führen. Da er jedoch am 13. Februar 1883 als Letzter seines Geschlechts unvermählt verstarb, erlosch mit ihm nicht nur die Linie der „Freiherren von Schade-Ahausen genannt von Rump“ sondern gleichzeitig auch das Geschlecht Rump im Mannesstamm.[13][14]
Besitzungen
In Westfalen saß das Geschlecht unter anderem zu Schloss Bruchhausen (urkundlich 1508), Haus Crange (1637–1716), Haus Krawinkel, Schloss Laer bei Meschede, Oldendorp (1392), Osthove bei Menden, Haus Ostwig (1481), Haus Steinhausen (1683), Haus Valbert (1434–1637) sowie Haus Wenne (1434–1800).[15]
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Schloss Bruchhausen, 2008
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Schloss Laer, 2009
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Haus Ostwig, 2004
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Haus Steinhausen, 2009
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Haus Valbert, 2008
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Haus Wenne, 2005
Persönlichkeiten
- Franz Karl von Rump zu Crange (1772–1822), Domherr in Münster
- Maximilian von Schade-Ahausen genannt von Rump (geb. als Maximilian Franz Engelbert von Rump) (1848–1883), Rittergutsbesitzer und Abgeordneter
Stammfolgen
Folgende frühe Stammfolge ist überliefert:[1]
- Helmich genannt Rump (urkundlich 1230–1233, 1256†), Ritter, ⚭ Gertrud von Oedingen (1256), 1256 Witwe
- Theoderich genannt Rump (1256–1269, 1289†), Ritter, erbte vor 1279 vermutlich über seine Mutter Haus Valbert und die halbe Oedinger Vogtei, ⚭ Frederunis (1259–1305), 1289 Witwe
- Theoderich/Thiderich/Dietrich genannt Rump (1269–1308), Vogt zu Oedingen, 1305 Theodericus de Odingen dictus Rump
- Wilhelm genannt Rump (1289)
- Helmich genannt Rump (1269–1305)
- Herbord genannt Rump (1289–1295)
- Johann genannt Rump (1269–1295)
- Rotcher/Rotger genannt Rump (1289–1327)
- Richard genannt Rump (1289–1305)
- Wessel genannt Rump (1289–1295)
- Theoderich II. genannt Rump (1289–1295)
- Gertrud genannt Rump (1295)
- Johann genannt Rump (1256–1269, 1288†) ⚭ N. N.
- Johann genannt Rump (1288–1295)
- Hermann genannt Rump (1288–1295)
- Vrederunis genannt Rump (1288)
- Aleid genannt Rump (1288)
- Helmich genannt Rump (1256–1269) ⚭ Gertrud (1260)
- Theoderich genannt Rump
- Johann genannt Rump (1260)
- Helmich genannt Rump (1260)
- Claritia genannt Rump (1256)
- Beatrix genannt Rump (1256)
- Theoderich genannt Rump (1256–1269, 1289†), Ritter, erbte vor 1279 vermutlich über seine Mutter Haus Valbert und die halbe Oedinger Vogtei, ⚭ Frederunis (1259–1305), 1289 Witwe
Ein weiteres Bruchstück der Stammfolge lautet:[2]
- Rotger Rump zu Wenne
- Margaretha Rump, erhält Laer als Ausstattung, ⚭ Hermann von Huckelheim
- Elisabeth Rump ⚭ Andreas von Brockhausen
- Walrave Rump zu Wenne ⚭ N. N.
- Theodor Rump ⚭ N. N.
- Hermann Rump
- Theodor Rump ⚭ N. N.
Für die weitere Linie zu Wenne ist folgendes Stammfolge überliefert:[2]
- N. N. von Rump ⚭ N. N. von Selbach genannt Surenbach
- Hermann Arndt von Rump zu Wenne (1559†) ⚭ Johannet von Witzelbach (urkundlich 1559[16])
- Hermann Rump (1559–1572, 1573†), 1563 zusammen mit seinen Brüdern Johann und Ludwig Rump mit Wenne belehnt,[17] ⚭ Elisabeth von Schüren (urkundlich 1564–1612[18]) zu Donhoff, Tochter von N. N. von Rump und N. N. von Beverförde
- Johann von Rump zu Wenne (urkundlich 1611–1612) ⚭ Catharina von Gaugreben zu Brockhausen, Tochter von Hildebrand von Gaugreben und Anna von Dorfeld zu Medebach, Eheleute urkundlich 1611
- Hermann von Rump zu Wenne der Junge, kurfürstlicher Drost zu Marsberg und Volkmarsen, ⚭ Elisabeth von Plettenberg zu Nehlen, Tochter von Bertram von Plettenberg und Anna von Westphalen zu Schedingen und Herbram, Eheleute urkundlich 1634
- Anna Elisabeth Rump, 1685 Witwe ⚭ 1648 Hillebrandt von der Berschwordt zu Rudolfslohe (1685†)
- Adam Dietrich Rump zu Wenne (urkundlich 1650–1662), ab 1656 Stuhlherr zu Oedingen, 1662 kurfürstlicher Drost zu Marsberg und Volkmarsen, ⚭ 1650 Maria Mechtild von Weichs, Tochter von Gaudenz von Weichs zu Roesberg und Marie von Prantel; Witwe des Philipp Rudolf de Louchier, Baron de Solliers, Segneur de Maiserolles, kurfürstlicher Kämmerer und Rittmeister der Leibgarde
- Maria Margreth von Rump (urkundlich noch 1691), 1678 Erbin zu Wenne, ⚭ Ignatz von und zu Weichs zu Roesberg und Weiher, Obristen und fürstbischöflich-hildesheimschen Jägermeister; ihr Sohn Maximilian erbt Wenne
- Catharina von Rump ⚭ Philipp Hildebrand von Gaugreben zu Brockhausen
- Hermann von Rump zu Wenne der Junge, kurfürstlicher Drost zu Marsberg und Volkmarsen, ⚭ Elisabeth von Plettenberg zu Nehlen, Tochter von Bertram von Plettenberg und Anna von Westphalen zu Schedingen und Herbram, Eheleute urkundlich 1634
- Hermann von Rump der Alte (urkundlich 1614–1634), erhielt 1614 den Hof Meßelbecke im Kirchspiel Wintholthausen und das Gericht Oedingen zu Lehen
- unehelich mit Haushälterin Barbara: mit Hillebrandt von Rump (urkundlich 1634)
- unehelich mit Haushälterin Barbara: Elisabeth von Rump (urkundlich 1634)
- Margaretha von Rump, Frau von Esleve (urkundlich 1634)
- Johann von Rump zu Wenne (urkundlich 1611–1612) ⚭ Catharina von Gaugreben zu Brockhausen, Tochter von Hildebrand von Gaugreben und Anna von Dorfeld zu Medebach, Eheleute urkundlich 1611
- Johann Rump (1559–1563)
- Wilhelm Rump (1559)
- Ludwig von Rump zu Wenne (1559–1564)
- Hermann Rump (1559–1572, 1573†), 1563 zusammen mit seinen Brüdern Johann und Ludwig Rump mit Wenne belehnt,[17] ⚭ Elisabeth von Schüren (urkundlich 1564–1612[18]) zu Donhoff, Tochter von N. N. von Rump und N. N. von Beverförde
- Hermann Arndt von Rump zu Wenne (1559†) ⚭ Johannet von Witzelbach (urkundlich 1559[16])
Für die Rump zu Valbert und Crange bringt Fahne folgende Stammfolge:[19]
- Dietrich von Rump zu Valbert ⚭ N. N. von Wanthoff zu Matfeld
- Jaspar von Rump zu Valbert und Pungelscheid, Drost zu Limborg, testierte 1555, ⚭ Anna Odilia von Neuhoff zu Neuenhove, Erbin zu Pungelscheid, Tochter Caspars
- Volmar von Rump zu Pungelscheid ⚭ Adelheid von Nagel zu Osterwibe, Eheleute urkundlich 1564[20]
- Stephan von Rump
- Wilhelm von Rump
- Bertram von Rump
- Anna von Rump ⚭ 1581 Wilhelm von Neuhoff genannt Ley
- Johann von Rump zu Valbert und Niederhemmert ⚭ Margreth von und zu Delwig, Tochter von Christoph von Delwig und Maria von Schüngel, Erbtochter
- Christoph von Rump (1665†), 1637 mit Crange und Ritterhove belehnt, ⚭ Petronella von Eickel, Erbin zu Crange, Tochter von Ernst von Eickel und Anna von und zu Wenge
- Christoph Albert von Rump zu Crange und Steinhausen, 1683 aufgeschworen, ⚭ Mechtild Catharina von Mengede, Erbin zu Steinhausen, Tochter von Johann Ernst von Mengede und Jodoca Diederica von Wermingkhaus zu Clusenstein
- Hermann Stephan von Rump
- Amalie von Rump
- Henrich Franz von Rump (1739†), 1710 mit Crange, 1715 mit Crawinkel belehnt, 1716 aufgeschworen, ⚭ Anna Sophia von Brüggeney genannt Hasenkamp zu Stockum und Weitmar, Tochter von Caspar Leopold Johann von Brüggeney genannt Hasenkamp und Isabella Wilhelmina von Pallandt zu Eyll und Hameren, 1754 Witwe
- Christoph Jobst Albert von Rump zu Crange und Rittershove (1788†), 1742 zu Werden belehnt, 1762 münsterischer Oberstleutnant mit dem Titel Freiherr, ⚭ Maria Theresia von Merode zu Merfeld, Tochter von Henrich Theoderich Wessel Angelus von Merode und Catrin Hedwig Sophia Francisca von und zu Mallinckrodt zu Küchen
- Carl Theodor von Rump zu Crange, 1738 minderjährig, 1790 in der märkischen Ritterschaft aufgeschworen, ⚭ N. N.
- Franz Carl vom Rump zu Crange und Dellwig ⚭ Antoinette (Antonia) von Schade
- Maximilian von Schade-Ahausen genannt von Rump (1848–1883), Leutnant der Landwehr, 1880–1882 Abgeordneter im Provinziallandtag der Provinz Westfalen für den Wahlbezirk Mark, unverheiratet, Letzter des Geschlechts
- Franz Carl vom Rump zu Crange und Dellwig ⚭ Antoinette (Antonia) von Schade
- Franz Karl von Rump zu Crange (1772–1822), Domherr zu Münster
- Carl Theodor von Rump zu Crange, 1738 minderjährig, 1790 in der märkischen Ritterschaft aufgeschworen, ⚭ N. N.
- Franz Theodor Carl Leoplod von Rump († 1753 an den Blattern), Deutsch-Orden-Ritter 1738, Komtur zu Ramersdorf und Oberst in Böhmen
- Ferdinand von Rump ⚭ Antonnette von Eerde zu Pleckenpol, Tochter von Friedrich Henrich von Eerde und Hedwig Bernardine von Nagel zu Vornholz
- Franziska Fernandine von Rump ⚭ Clemens August Freiherr von Twickel zu Havixbeck
- Friedrich Wilhelm von Rump
- Jost Christoph Franz Carl von Rump, trat 1714 in kaiserlich-königliche Dienste, kämpfte 1716–1718 gegen die Türken und auch in den Feldzügen 1734–1735
- Adolf von Rump
- Johann Evert von Rump
- Melchior Craft von Rump zu Crange, 1665 vom Abt zu Werden mit Krawinkel belehnt, ⚭ Josine Margaretha von Tengnagel von und zu Loenen, Tochter von Otto von Tengnagel und Elisabeth von Velbrück von und zu der Horst
- Josefine Maria von Rump ⚭ Otto Wessel von und zu Hamm
- Christoph Albert von Rump zu Crange und Steinhausen, 1683 aufgeschworen, ⚭ Mechtild Catharina von Mengede, Erbin zu Steinhausen, Tochter von Johann Ernst von Mengede und Jodoca Diederica von Wermingkhaus zu Clusenstein
- Christoph von Rump (1665†), 1637 mit Crange und Ritterhove belehnt, ⚭ Petronella von Eickel, Erbin zu Crange, Tochter von Ernst von Eickel und Anna von und zu Wenge
- Melchior von Rump, Mönch zu Siegburg
- Henrich von Rump († vor 1581)
- Jörg von Rump († vor 1581)
- Maria von Rump
- Margreth von Rump
- Anna von Rump
- Catharina von Rump
- Volmar von Rump zu Pungelscheid ⚭ Adelheid von Nagel zu Osterwibe, Eheleute urkundlich 1564[20]
- Dietrich von Rump zu Grimminghausen (urkundlich u. a. 1517)
- Henrich von Rump zu Crange ⚭ Elisabeth von Wrede zu Amecke, Tochter von N. N. von Wrede ud N. N. von Schnellenberg
- Christoph Bernd von Rump zu Crange ⚭ Dorothea Marie von Schorlemmer zu Oberhagen, Tochter von Anton Carl von Schorlemmer und Christine Maria von Wrede zu Amecke
- Anna Christine von Rump ⚭ Jobst Adam von Gaugreben zu Valme
- Christoph Bernd von Rump zu Crange ⚭ Dorothea Marie von Schorlemmer zu Oberhagen, Tochter von Anton Carl von Schorlemmer und Christine Maria von Wrede zu Amecke
- Jaspar von Rump zu Valbert und Pungelscheid, Drost zu Limborg, testierte 1555, ⚭ Anna Odilia von Neuhoff zu Neuenhove, Erbin zu Pungelscheid, Tochter Caspars
Wappen
- Blasonierung des Wappens derer von Rump (von Oedingen genannt Rump)
- In Rot ein silberner Sparren. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helm mit rot-silbernen Helmdecken eine rotgekleidete Mohrenpuppe mit flatternder roter Binde, zwischen zwei roten Büffelhörnern.[13]
- Blasonierung des Wappens derer von Rump zur Wenne
- In Rot ein silberner Sparren. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein silberner rot aufgeschlagener Turnierhut, seitwärts mit drei Straußenfedern, zwei rot, eine silbern, besteckt.[13]
- Blasonierung des Wappens derer von Rump in Kurland
- In Rot ein silberner Sparren. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken eine rote Fasanenfeder zwischen zwei silbernen Straußenfedern.[21]
- Blasonierung des vermehrten Wappens derer von Schade zu Ahausen genannt von Rump
- Geviert. In Feldern 1 und 4 in Rot ein silberner Sparren (= Stammwappen derer von Rump); in Feldern 2 und 3 in Gold eines rotes Mühleisen (= Stammwappen derer von Schade). Zwei Helme: I. mit rot-silbernen Decken eine rotgekleidete Mohrenpuppe mit flatternder silberner Binde zwischen zwei roten Büffelhörnern; II. gekrönt mit rot-goldenen Helmdecken ein rotgekleideter wachsender gekrönter Mädchenrumpf mit wehendem goldenen Haar, aus ihrer Krone erheben sich zwei Straußenfedern, golden und rot, dazwischen das rote Mühleisen.[22]
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Wappen derer von Rump zur Wenne im Wappenbuch des Westfälischen Adels
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Wappen derer von Rump im Baltischen Wappenbuch
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Wappen der Freiherren von Schade zu Ahausen genannt von Rump im Wappenbuch des Westfälischen Adels
Aufgrund der Wappenübereinstimmung wurde von Maximilian Gritzner eine Stammesverwandtschaft mit denen von Ledebur vermutet.[12]
Literatur
- Konrad Blažek: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 7 (Ergänzungen), 2. Abt.: Preußische Grafen und Freiherren. Ergänzungen, Nürnberg 1886, S. 44 (uni-goettingen.de) und Tfl. 30 (uni-goettingen.de).
- Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Heberle, Köln 1858, S. 342–344 (Google Bücher).
- Maximilian Gritzner: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 11. Abt., T. 1, Bd. 2: Der Adel der russischen Ostseeprovinzen, Teil 1: Die Ritterschaft, Bd. 2: Edelleute (Hertell−Zoritsch); Nachträge und Berichtigungen, Nürnberg 1898, S. 412 f. (uni-goettingen.de) und Tfl. 161 (uni-goettingen.de).
- Otto Titan von Hefner, Alfred Grenser, George Adalbert von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 2. Abt., Bd. 1, T. 2: Der blühende Adel des Königreichs Preußen: Edelleute M–Z, Nürnberg 1878, S. 339 (uni-goettingen.de) und Tfl. 393 (uni-goettingen.de).
- Carl Arvid von Klingspor: Baltisches Wappenbuch, mit Zeichnungen von Adolf Matthias Hildebrandt, Stockholm 1882, S. 88 (digitale-sammlungen.de) und Tfl. 96 (digitale-sammlungen.de).
- Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 7: Ossa–Ryssel, Leipzig 1867, S. 623 (Google Bücher).
- Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 325 (digitale-sammlungen.de).
- Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 108 (hhu.de) und 110 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfln. 261 (hhu.de) und 272 (hhu.de).
Einzelnachweise
- ↑ a b Fahne (1858), S. 342.
- ↑ a b c d e Fahne (1858), S. 343.
- ↑ Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Wen.Wen.Uk / Wenne, Urkunden, Nr. Wen.Wen.Uk - 1 u. Nr. Wen.Wen.Uk - 2, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Wen.Wen.Uk / Wenne, Urkunden, Nr. Wen.Wen.Uk - 3 u. Nr. Wen.Wen.Uk - 4, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Wen.Wen.Uk / Wenne, Urkunden, Nr. Wen.Wen.Uk - 5 u. Nr. Wen.Wen.Uk - 7, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Wen.Wen.Uk / Wenne, Urkunden, Nr. Wen.Wen.Uk - 6, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Wen.Wen.Uk / Wenne, Urkunden, Nr. Wen.Wen.Uk - 11 u. Nr. Wen.Wen.Uk - 12, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Wen.Wen.Uk / Wenne, Urkunden, Nr. Wen.Wen.Uk - 13, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Wen.Wen.Uk / Wenne, Urkunden, Nr. Wen.Wen.Uk - 14, Nr. Wen.Wen.Uk - 17 u. Nr. Wen.Wen.Uk - 20, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Wen.Wen.Uk / Wenne, Urkunden, Nr. Wen.Wen.Uk - 15, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Wen.Wen.Uk / Wenne, Urkunden, Nr. Wen.Wen.Uk - 42, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ a b Gritzner (1898), S. 412.
- ↑ a b c Spießen (1901–1903), S. 108.
- ↑ Blažek (1886), S. 44.
- ↑ Ledebur (1856), S. 325.
- ↑ Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Wen.Wen.Uk / Wenne, Urkunden, Nr. Wen.Wen.Uk - 23, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Wen.Wen.Uk / Wenne, Urkunden, Nr. Wen.Wen.Uk - 24, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Wen.Wen.Uk / Wenne, Urkunden, Nr. Wen.Wen.Uk - 25, Nr. Wen.Wen.Uk - 27, Nr. Wen.Wen.Uk - 28, Nr. Wen.Wen.Uk - 29, Nr. Wen.Wen.Uk - 30, Nr. Wen.Wen.Uk - 32, Nr. Wen.Wen.Uk - 34 u. Nr. Wen.Wen.Uk - 41, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Fahne (1858), S. 344.
- ↑ Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Wen.Wen.Uk / Wenne, Urkunden, Nr. Wen.Wen.Uk - 26, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- ↑ Gritzner (1898), S. 412 f.
- ↑ Spießen (1901–1903), S. 110.