Ruhrwahl 2025

← Ruhrwahl 2020Ruhrwahl 2025
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28,3 %
25,7 %
18,7 %
11,2 %
5,8 %
2,1 %
8,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2020
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−0,1 %p

Unter dem Namen Ruhrwahl 2025 fand am 14. September die zweite Direktwahl des Ruhrparlaments, parallel zu den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen 2025, statt.

Ausgangslage

Ruhrwahl 2020
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30
20
10
0
29,4 %
27,2 %
20,3 %
7,1 %
4,1 %
3,7 %
8,3 %

Am 13. September 2020 wurde das Ruhrparlament das erste Mal direkt gewählt. Zuvor wurde die Verbandsversammlung des RVR, das Ruhrparlament, aus Vertretern, welche auf fünf Jahre, durch die Stadträte beziehungsweise Kreistage des Ruhrgebiets, gewählt wurden, sowie die Oberbürgermeister und Landräte des Ruhrgebiets gebildet. Die SPD wurde bei der Wahl 2020 stärkste Kraft vor der CDU. Die Grünen wurden drittstärkste Kraft mit über 20 %. Die AfD landete deutlich dahinter, mit 7,1 % auf dem vierten Platz. Die Linke erzielte 4,1 % und lag damit knapp vor der FDP, welche 3,7 % erhielt.

Sitzverteilung im Ruhrparlament 2020
Insgesamt 91 Sitze

Für eine Mehrheit werden mindestens 46 Sitze benötigt. Nach der Wahl waren somit eine große Koalition aus SPD und CDU mit 56 Sitzen, eine rot-grüne Koalition aus SPD und Grünen mit 49 Sitzen und eine schwarz-grüne Koalition aus CDU und Grünen mit 47 Sitzen möglich. Bisher regierten meist SPD und Grüne miteinander. 2014 verlor diese Koalition zwar ihre Mehrheit, dennoch blieben SPD und Grüne in der „Ruhr-Regierung“, gemeinsam mit der CDU. Aufgrund von Differenzen zwischen SPD und CDU auf der einen und den Grünen auf der anderen Seite, welche durch das Scheitern des Regionalplans Ende 2019 ausgelöst wurden, gab der RuhrSPD-Vorsitzende Frank Baranowski Ende Oktober 2020 die Bildung einer großen Koalition mit CDU bekannt.[1] Am 10. November gaben SPD und CDU bekannt, dass sie sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt hätten.[2] Dieser Koalitionsvertrag wurden dann von den jeweiligen Parteigliederungen bestätigt, damit trat der Koalitionsvertrag in Kraft.

Ergebnis

Die SPD blieb trotz leichten Verlusten stärkste Kraft, die CDU blieb zweitstärkste. Die AfD konnte deutlich dazu gewinnen und wurde drittstärkste Kraft. Die Grünen mussten deutliche Verluste hinnehmen und landeten nunmehr auf dem vierten Platz. Die Linke konnte leicht dazu gewinnen. Die FDP verlor an Stimmen und erzielte keine 2,5 % mehr, weshalb sie somit nicht mehr im Ruhrparlament vertreten ist.

Sitzverteilung im Ruhrparlament 2025
Insgesamt 91 Sitze
Ergebnis nach kreisfreien Städten und Kreisen
kreisfreie Stadt bzw. Kreis SPD CDU AfD Grüne Linke FDP Sonstige
Bochum 28,4 21,1 15,5 14,9 9,8 2,1 8,2
Bottrop 29,9 26,2 22,1 8,8 4,7 2,1 6,2
Dortmund 25,1 22,1 16,7 16,5 8,0 2,0 9,6
Duisburg 33,1 17,8 21,6 9,7 6,3 1,5 10,0
Essen 22,6 29,1 17,6 13,4 6,7 2,2 8,4
Gelsenkirchen 29,8 19,1 29,5 5,3 4,9 2,0 9,4
Hagen 22,6 26,2 23,2 8,8 5,1 2,5 11,6
Hamm 41,8 23,6 17,4 5,9 3,5 1,5 6,3
Herne 41,8 15,2 22,3 7,3 5,4 1,2 6,8
Mülheim an der Ruhr 26,3 28,9 15,7 13,9 5,0 3,3 6,9
Oberhausen 27,3 25,2 22,0 8,8 6,1 1,8 8,8
Ennepe-Ruhr-Kreis 28,6 25,5 16,8 12,9 5,5 3,3 7,4
Kreis Recklinghausen 26,7 32,2 19,5 8,8 4,1 1,7 7,0
Kreis Unna 30,1 27,5 17,5 10,6 4,7 2,2 7,4
Kreis Wesel 28,0 30,8 15,9 10,6 4,6 2,5 7,6

[3]

In Betracht gezogene Koalitionen Sitze
Sitze gesamt 91
Absolute Mehrheit (ab 46 Sitzen)
            SPD, CDU 55
             SPD, Grüne, Linke 46

Nach der Wahl waren somit eine Fortsetzung der bisherigen großen Koalition aus SPD und CDU mit 55 Sitzen, als auch eine Rot-grün-rote Koalition aus SPD, Grünen und Linken mit 46 Sitzen möglich. Es kam schließlich zur Fortsetzung der bisherigen großen Koalition, am 17. November wurde der Koalitionsvertrag vorgestellt und trat in Kraft.[4]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Ruhrgebiet: Das Ende einer grünen Welle - WELT. Abgerufen am 17. Dezember 2025.
  2. Gemeinsame Verantwortung, gemeinsamer Gestaltungswille › RVR SPD. 11. November 2020, abgerufen am 17. Dezember 2025 (deutsch).
  3. Übersicht. Abgerufen am 18. Dezember 2025.
  4. SPD und CDU unterzeichnen Koalitionsvereinbarung fürs Ruhrgebiet › RVR SPD. 17. November 2025, abgerufen am 18. Dezember 2025 (deutsch).