Rudolph Blüthner-Haessler
Rudolph Blüthner-Haessler, geboren als Rudolph Haessler, (* 2. August 1903 in Magdeburg; † 16. Juni 1966 in Leipzig) war ein deutscher Jurist und Unternehmer; in dritter Generation führte er ab 1932 die Julius Blüthner Pianofortefabrik.
Leben
Rudolph Haessler studierte an der Albertus-Universität Königsberg Rechtswissenschaft und wurde 1926 im Corps Littuania aktiv.[1] 1928 wurde er an der Friedrichs-Universität Halle zum Dr. iur. promoviert.[2] Er arbeitete als Rechtsanwalt und heiratete er die Tochter von Robert Blüthner. Um den Familiennamen und die Firma als weltweit bekannte Marke zu erhalten, adoptierte Blüthner seinen Schwiegersohn.[3] Nachdem sein Schwieger- und Adoptivvater gestorben war, übernahm Blüthner-Haessler 1932 die Unternehmensleitung. Als jüdische Besitzer eines Blüthner-Instruments in der Zeit des Nationalsozialismus emigrierten, ließ Blüthner-Haessler ihnen in 75 bis 100 Fällen ihre Instrumente auf Kosten des Unternehmens nachbringen.[4] 1943 wurde die Klavierfabrik bei einem der Luftangriffe auf Leipzig vollständig zerstört. Von Musikern und Geschäftsfreunden ermutigt, versammelte er nach Kriegsende die überlebenden Klavierbauer des Unternehmens, um in dem von Bomben verschonten Sägewerk im Stadtteil Leutzsch einen Neuanfang zu wagen. Ab 1948 konnte das Unternehmen wieder Klaviere ausliefern.[5]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Kösener Corpslisten 1996, 85/857.
- ↑ Dissertation: Das sogenannte Recht der Budgetverweigerung nach der preußischen Verfassung vom 30. November 1920.
- ↑ Ralf Grauel: Was Menschen bewegt. Der Klang der Familie. In: Brand eins, Jahrgang 2002, Heft 3, S. 134–138. online auf www.brandeins.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2019. Suche in Webarchiven)
- ↑ The Atlantic Times (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2019. Suche in Webarchiven)
- ↑ Piano Rumler ( vom 11. Januar 2012 im Internet Archive)