Rudolf Zahner
Gustav Rudolf Zahner (* 3. April 1825 in Krefeld, Rheinprovinz; † 21. März 1903 ebenda) war ein deutscher Maler der Düsseldorfer Schule.
Leben
Zahner erhielt in den 1830er Jahren Mal- und Zeichenunterricht durch den Krefelder Maler Peter Feldmann.[1] 1843/1844 war er Schüler der Kunstakademie Düsseldorf. Dort besuchte er die 2. Klasse im Antikensaal und Malen von Karl Ferdinand Sohn.[2]
Vorübergehend lebte er in den Vereinigten Staaten, in den Jahren 1850 bis 1859 und 1890 bis 1893 in Rom. 1852, 1853 und 1858 nahm er an den Cervarofesten des Deutschen Künstlervereins Rom teil.[3] Er kehrte nach Krefeld zurück, wo er später auch als Weinwirt tätig war. Ende des 19. Jahrhunderts hatte er ein Atelier am Eiskellerberg in Düsseldorf. Er malte Porträts und Genrebilder.
Angela Böcklin, geborene Pascucci (1836–1915), die Ehefrau des Malers Arnold Böcklin, schrieb in ihren Memoiren, ihr Mann habe Zahner immer wegen seines geringen Talents bemitleidet und sogar gesagt, dass es besser wäre, „wenn er die Kunst überhaupt an den Nagel hinge“. Als Zahner dieses erfuhr, habe es eine heftige Auseinandersetzung gegeben. Bald darauf sei Zahner aus Rom abgereist.[4]
Literatur
- Zahner, Gustav Rudolf. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 36: Wilhelmy–Zyzywi. E. A. Seemann, Leipzig 1947, S. 386 (biblos.pk.edu.pl).
Einzelnachweise
- ↑ Die Heimat. 3 (1924), S. 22
- ↑ Zahner / Rudolf / BR 0004 Nr. 1559 / 118V / 1844 / 2. Klasse im Antikensaal und Malen. In: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen: Findbuch 212 01 04: Schülerlisten der Kunstakademie Düsseldorf (PDF)
- ↑ Friedrich Noack: Das Deutschtum in Rom seit dem Ausgang des Mittelalters. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1927, Band 2, S. 660
- ↑ Angela Böcklin, Ferdinand Runkel (Hrsg.): Böcklin Memoiren. Tagebuchblätter von Böcklins Gattin Angela. Internationale Verlagsanstalt für Kunst und Literatur, Berlin 1910, S. 32