Rudolf Stöwesand
Joachim Friedrich Rudolf Stöwesand (* 8. Dezember 1892 in Magdeburg; † 9. Januar 1969 in Berlin-Nikolassee) war ein deutscher Pfarrer, Bibliothekar und Heimatschriftsteller.
Leben
Er war der Sohn des Lehrers Friedrich Stöwesand und kam in Magdeburg-Neustadt zur Welt. Nach dem Abitur am König-Wilhelms-Gymnasium Magdeburg 1911 studierte er von 1911 bis 1914 Theologie und Philosophie. Er legte 1914 das 1. Theologische Examen, 1917 das 2. Theologische Examen und 1928 die Prüfung für den höheren Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken ab. Nach der Promotion 1926 an der Universität Leipzig zum Doktor der Philosophie war er ab 1934 Oberpfarrer an der Stadtkirche St. Mauritius in Zörbig. Seit 1948 war er Bibliothekar an der Kirchlichen Hochschule Berlin, von 1951 bis 1969 Dozent an der Bibliothekar-Akademie Berlin und von 1962 Vorsitzender des heraldischen Vereins HEROLD. Er starb 1969 und war unverheiratet.
Schriften (Auswahl)
- Das älteste Gustav-Adolf-Denkmal Lützens vom Jahre 1633. Eine historische Skizze. Lützen 1921.
- Lützen, Meuchen, Altranstädt. Ein Reiseführer für Lützenfahrer nebst einem geschichtlichen Anhang. Lützen 1923.
- Der heutige Bestand der Welt an Gutenbergbibeln mit besonderer Berücksichtigung derer in den alten Einbänden. Wolfenbüttel 1929.
- Der Weg nach Lützen. Lützen-Festspiel 1932. In einem Vorspiel und drei Akten. Leipzig 1932.
Literatur
- Veröffentlichungen Stand vom 6.12.1962 von Rudolf Stöwesand geb. 6.12.1892. stabikat.de
- Hartmut Felsberg: Stöwesand, Rudolf Joachim Friedrich. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 34, Bautz, Nordhausen 2013, ISBN 978-3-88309-766-4, Sp. 1383–1389.