Rudolf Baum (Politiker)
Rudolf Baum (* 27. November 1806 in Lahr; † 10. Februar 1859 auf Madeira) war ein deutscher Jurist und Politiker.
Leben
Rudolf Baum wurde als Sohn des Lehrers Konrad Baum und dessen Frau, einer geborenen Caroli, in Lahr als ältestes von drei Kindern geboren. Er ging auf das Pädagogium in Lahr und das Lyceum in Karlsruhe. Baum studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten in Göttingen (Immatrikulation 26. Oktober 1824),[1] Heidelberg und Freiburg im Breisgau. Nach seinem Studium arbeitete er drei Jahre lang beim Oberamt in Lahr und wurde dort Rechtsanwalt. 1842 bis 1847 war er Bürgermeister von Lahr. Von 1842 bis 1850 war er Mitglied der Badischen Ständeversammlung, in der er 1848 zum zweiten Vizepräsidenten gewählt wurde. 1848 war er Mitglied des Vorparlaments, in dem er sich gegen Friedrich Hecker stellte.
Er förderte den Volksgesang durch Gründung von Liederkränzen und Liederfesten, so gründete er den Liederkranz Lahr und rief 1838 das 1. Ortenauer Sängerfest ins Leben. In seiner Abgeordnetenzeit in Karlsruhe rief er den Badischen Sängerbund ins Leben und veranstaltete badische Liederfeste.
Wegen eines Lungenleidens ging er im November 1858 nach Madeira, wo er in der Nähe von Funchal in der Villa eines deutschen Arztes aus Wiesbaden und Bekannten seiner Frau unterkam. Kurze Zeit später starb er auf Madeira. Auf dem englischen Friedhof wurde ein einfacher Denkstein für ihn aufgestellt.
Literatur
- Schwäbische Kronik, des Schwäbischen Merkurs zweite Abtheilung. I. Blatt, Nro. 83 vom 8. April 1859, S. 333.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Götz von Selle (Hrsg.): Die Matrikel der Georg-August-Universität zu Göttingen 1734–1837. Hildesheim und Leipzig 1937, S. 729 (Nr. 31.415).