Royel Otis
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Royel Otis ist ein australisches Musikduo aus Sydney. Der Bandname setzt sich aus den beiden Vornamen des Gitarristen Royel Madell und des Sängers Otis Pavlovic zusammen.[2] Die beiden Künstler gründeten die Band 2019.
Geschichte
Die Interpreten lernten sich in einer Bar in Sydney kennen, wo sie aufgrund ihrer gemeinsamen Leidenschaft für Musik schnell eine Verbindung zueinander fanden.[3] Beide hatten vorher privat Musik produziert und zeigten sich gegenseitig ihre Werke. Nach kreativem Austausch beschlossen sie 2019, sich zusammenzutun und gemeinsam Musik zu produzieren.[3]
Beide Musiker lebten und arbeiteten zuvor in Byron Bay (New South Wales), bewegten sich in denselben Kreisen und wurden schließlich von ihren damaligen Partnerinnen miteinander bekannt gemacht.[4] Früh nach dem Kennenlernen begannen sie, Demos auszutauschen und fanden rasch zu einer gemeinsamen Arbeitsweise, bei der Spontaneität und das bewusste Belassen kleiner Studio-Unsauberkeiten Teil der Ästhetik wurden.[4] Obwohl das Duo zunächst nicht vorhatte, eine tourende Band zu sein, ermutigte ihr Manager Andrew Klippel sie, professioneller zu planen und größere Ambitionen zu entwickeln.[4] Gitarrist Royel Madell tritt dabei mit auffälliger, pink gefärbter Stirnfrisur und einem Künstlernamen auf; er wurde als Leroy Bressington geboren und hält seine Identität bewusst im Hintergrund.[4]
Im Oktober 2021 veröffentlichte die Band ihre Debüt-EP Campus, die fünf Songs umfasst.[5] Im darauffolgenden Jahr erschien im August die zweite EP mit dem Titel Bar & Grill,[6] welche ihren bisher erfolgreichsten Song Oysters In My Pocket[7] enthält, welcher auf Spotify über 86 Millionen Aufrufe verzeichnet. Mit ihrer dritten EP Sofa Kings,[8] die im März 2023 veröffentlicht wurde, erlangten sie den 43. Platz in den ARIA Charts.[9] Der Song Going Kokomo wurde zudem in den Soundtrack von EA Sports FC 24 aufgenommen.[10]
Im Live-Bereich verzeichnete die Band 2025 einen deutlichen Aufschwung, spielte mehr als 80 Shows und verkaufte über 100.000 Tickets, davon rund 60.000 in den USA.[4] In London traten Royel Otis dreimal hintereinander ausverkauft in der Brixton Academy auf, bevor sie die Tour in Großbritannien fortsetzten.[4]
Pratts & Pain (2024)
Im Oktober 2023 kündigte das Duo ihr Debütalbum Pratts & Pain an, welches am 26. Februar 2024 über das Label Ourness veröffentlicht wurde.[11] Der Titel nimmt Bezug auf ein Londoner Pub; im Studio experimentierte das Duo mit unkonventionellen Mitteln wie provisorischen Instrumenten und offenen Stimmungen, ohne die melodische Gitarren-Basis aufzugeben.[4]
Hickey (2025)
Das im Jahr 2025 veröffentlichte zweite Album Hickey entstand vor dem Hintergrund intensiven Tourens und thematisiert persönliche Abschiede sowie belastete Beziehungen im Umfeld der Musiker.[4] Die Veröffentlichung wurde von Diskussionen um die zunächst als misogyne wahrgenommenen Zeilen der Leadsingle Moody begleitet, für die sich die Band entschuldigte.[4] Hickey markierte den ersten Einstieg der Band in die britischen Albumcharts und trug zu Nominierungen bei den ARIA Awards in den Kategorien Best Group und Best Rock Album bei.[4]
Aktuelles
Die jüngsten Veröffentlichungen der Band sind ein Cover des Songs Murder on the Dancefloor von Sophie Ellis-Bextor, das im Januar 2024 veröffentlicht wurde, sowie ein Cover des Songs Linger von den Cranberries.[12] Innerhalb kurzer Zeit generierte es eine große Reichweite und erreichte den 35. Platz in den ARIA Charts.[13] Des Weiteren planen Royel Otis für das laufende Jahr eine eigene Tournee sowohl in ihrem Heimatland Australien, als auch in Nordamerika.[14] Auf Spotify verzeichnet die Band mehr als 9 Millionen monatliche Hörer.[15]
Erfolg mit Coverversionen (2024–2025)
Die Version von Murder on the Dancefloor (triple j Like A Version) verschaffte dem Duo zusätzliche Aufmerksamkeit im Vereinigten Königreich und darüber hinaus.[4] Ihre Linger-Interpretation für SiriusXM erreichte 2024 die US-Singlecharts und wurde zum bis dahin meistgestreamten Stück der Band mit über 200 Millionen Abrufen auf Spotify.[4] Im selben Jahr spielte die Band Linger in London gemeinsam mit Noel Hogan von den Cranberries, und Sophie Ellis-Bextor trat mit ihnen beim Reading Festival auf.[4]
Auszeichnungen
Royel Otis belegten 2026 den fünften Platz in der BBC-Liste Sound of 2026, die von einer internationalen, mehr als 170-köpfigen Branchen-Jury erstellt wird; zu den Unterstützern der Band zählt dabei auch Elton John.[4]
Nominierungen
Bei den ARIA Music Awards erhielt ihr Album Sofa Kings 2023 eine Nominierung für den Michael Gudinski Breakthrough Artist Award.[16] Ebenso erhielt die Band Aufmerksamkeit bei den australischen J Awards. Ihre Single Kool Aid aus dem Jahr 2022 wurde für den Australian Video of the Year Award 2023 nominiert.[17]
Genre
Das Genre der Band lässt sich als moderner Indie-Pop-Rock charakterisieren[18], wobei die Künstler es selbst als „betrunkenen Pop, Punk“[19] bezeichnen. Die stilistische Signatur beschreiben sie als „jangly guitars and chanted layered vocals“, gespeist aus Einflüssen von The Cure, Oasis und dem Soft-Rock-Kultstück Seabird der Alessi Brothers (1976).[4] Inhaltlich und in der Bildsprache greifen Royel Otis immer wieder alltagsnahe und bisweilen kulinarische Motive auf; so entstanden etwa Bull Breed als Erzählung einer durchzechten Nacht und Oysters in My Pocket augenzwinkernd bei Grill und Bier als Ode an den vermeintlich belebenden Meeresfrüchtesnack.[4]
Diskografie
Alben
- 2024: Pratts & Pain
- 2025: Hickey
EPs
- 2021: Campus
- 2022: Bar & Grill
- 2023: Sofa King
Singles
- 2021: Only One
- 2021: Without U
- 2022: Oysters in My Pocket (UK: Silber)[20]
- 2022: Bull Breed
- 2022: Motels
- 2022: Kool Aid
- 2023: I Wanna Dance with You
- 2023: Going Kokomo
- 2023: Adored
- 2023: Fried Rice
- 2023: Heading for the Door
- 2024: Velvet
- 2024: Murder on the Dancefloor (triple j Like A Version)
- 2024: Linger (Coversong: Original: The Cranberries)
- 2024: Til the Morning
- 2024: Nack Nostalgia
- 2024: If Our Love Is Dead
- 2025: Oily Heart
- 2025: Moody
- 2025: Car
- 2025: Say Something
Quellen
- ↑ a b Chartquellen: AU DE CH UK US
- ↑ Conor Lochrie: Get To Know: Sydney's dreamy guitar-pop duo Royel Otis. In: Tone Deaf. 2. März 2023, abgerufen am 15. Februar 2024 (australisches Englisch).
- ↑ a b MILKY INTERVIEWS ROYEL OTIS. Abgerufen am 15. Februar 2024.
- ↑ a b c d e f g h i j k l m n o p Mark Savage: Sound of 2026: Reluctant rockers Royel Otis tipped for success. In: BBC News. 5. Januar 2026, abgerufen am 5. Januar 2026 (britisches Englisch).
- ↑ Royel Otis: Campus – EP Review. In: Vinyl Chapters. 7. Oktober 2021, abgerufen am 15. Februar 2024 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Track By Track: Royel Otis Talk Us Through Their Sophomore EP ‘Bar N’ Grill’. In: Life Without Andy. Abgerufen am 15. Februar 2024 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Track: Royel Otis, with new single ‘Oysters in My Pocket’, have emitted a cheeky ray of joyous light. Plus tour news,. In: Backseat Mafia. 10. März 2022, abgerufen am 15. Februar 2024 (britisches Englisch).
- ↑ Sophie Williams: Royel Otis – 'Sofa Kings' EP review: Aussie indie upstarts let the good times roll. In: NME. 28. März 2023, abgerufen am 15. Februar 2024 (britisches Englisch).
- ↑ ARIA Top 50 Albums Chart. Abgerufen am 15. Februar 2024 (englisch).
- ↑ Electronic Arts: EA SPORTS FC™ 24 – Offizieller Soundtrack – Offizielle EA SPORTS-Website. 20. September 2023, abgerufen am 15. Februar 2024.
- ↑ Torben Hodan: Royel Otis kündigen neues Album „PRATTS & PAIN“ an. In: Diffus Magazin. 12. Oktober 2023, abgerufen am 15. Februar 2024.
- ↑ Lena Klasen: Royel Otis covern „Murder On The Dancefloor“ von Sophie Ellis-Bextor. 2. Februar 2024, abgerufen am 15. Februar 2024 (deutsch).
- ↑ ARIA Top 50 Singles Chart. Abgerufen am 15. Februar 2024 (englisch).
- ↑ Tour. Abgerufen am 15. Februar 2024 (australisches Englisch).
- ↑ Royel Otis. Abgerufen am 15. Februar 2024.
- ↑ ARIA Awards 2023 Nominees. Abgerufen am 15. Februar 2024 (englisch).
- ↑ Here are all the nominees for the 2023 J Awards! 31. Oktober 2023, abgerufen am 15. Februar 2024 (australisches Englisch).
- ↑ Royel Otis | music profile with latest songs, videos and biography. Abgerufen am 15. Februar 2024 (englisch).
- ↑ Royel Otis on meeting each other, playing live and Sydney | DIFFUS. Abgerufen am 15. Februar 2024 (deutsch).
- ↑ Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK
Weblinks
- Offizielle Website (englisch)