Rottorp (Adelsgeschlecht)

Rottorp (auch Rottdorff, Rottdorp, Rottorf o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälisch-niedersächsischen Adelsgeschlechts.

Geschichte

Das Geschlecht gehörte zu den Mindener Vasallen.[1] Es tritt bereits ab dem 13. Jahrhundert auf. Im 16. und 17. Jahrhundert war es im Schaumburgischen und in den angrenzenden Teilen Westfalens und Hannover ansässig. Besitz hatte die Familie bereits 1243 und noch 1259 bei Welsede unweit Schaumburg. Außerdem saß es in Beyle und schon 1310 zu Haus Hülsede in Hülsede, heute Teil der Samtgemeinde Rodenberg im Landkreis Schaumburg.[2][3]

Das bekannteste Familienmitglied war Claus von Rottorp († 14. Februar 1559), Sohn des Johann von Rottorf auf Hülsede und der Katharina von Freitag, kaiserlicher Oberst, Landdrost von Schauenburg und Pfandinhaber der Ämter Langwedel, Lauenau, Wölpe und Rhaden (Minden). Er gehörte 1541 zur mindischen Ritterschaft.[2][3]

Claus war verheiratet mit Armgard von dem Bussche, einer Tochter des Albrecht von dem Bussche auf Ippenburg und der Helena von Bussche a.d.H. Oldendorf. Die Eheleute hatten folgende Kinder:

  • Adolf († 1584 oder früher),
  • Katharina, Ehefrau des Jasper vom Haus,
  • Armgard (1550–1605), die am 22. Januar 1566 Ernst von Reden († 1589), Statthalter von Celle, heiratete,
  • Anna, Ehefrau des Rudolf von Bothmer,
  • Margarethe, später Ehefrau des Friedrich Spiegel zum Desenberg
  • Elisabeth.

Das Geschlecht erlosch im Mannesstamm mit dem Tod von Adolf von Rottorp 1584 oder früher.

Wappen

Blasonierung: In Silber drei (2:1) halbe rote (auch schwarze) Kammräder. Auf dem Helm mit rot-silbernen Helmdecken ein halbes rotes Kammrad zwischen einem offenen silbernen Flug.[1]

Während bei Max von Spießen im Schild linke Hälften der Kammräder darstellt werden, handelt es sich in Siebmachers Wappenbuch um rechte Hälften. Außerdem ist bei Johann Siebmacher der Flug rechts silbern und links rot tingiert.[1][4]

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b c Spießen (1901–1903), S. 108.
  2. a b Ledebur (1856), S. 319.
  3. a b Kneschke (1867), S. 609.
  4. Siebmacher (1775), Tfl. 28.