Rotmaskensittich
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Rotmaskensittich | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Psittacara mitratus | ||||||||||||
| (Tschudi, 1844) |
Der Rotmaskensittich (Psittacara mitratus), Syn. Aratinga mitrata; Conurus mitratus, ist eine Papageienart aus der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) aus der Gattung Psittacara.[1][2]
Der Vogel kommt in Argentinien, Bolivien und Peru vor, eingeführt auch in Uruguay.
Die Art wurde früher in die Gattung Aratinga gestellt, aufgrund molekulargenetischer Studien ab dem Jahre 2013 der Gattung Psittacara zugeordnet.[3]
Der Lebensraum umfasst in den nördlichen Teilen des Verbreitungsgebietes feuchteren Bergwald, während in trockeneren Waldgebieten statt des Rotmaskensittichs der Kolumbiensittich (Psittacara wagleri) vorkommt. Wo dieser fehlt wie weiter südlich, ist der Rostmaskensittich nicht mehr auf feuchtere Wälder beschränkt. Neben Bergwald werden auch Waldränder, Mischwald, Sekundärwald von 1000 bis 3400, in Peru bis 4000 m Höhe besiedelt.[4][5]
Der Artzusatz kommt von altgriechisch μίτρα mítra, deutsch ‚Stirnbinde‘.[6]
Merkmale
Die Art ist 31–38 cm groß und wiegt 219–275 g, ein großer überwiegend grüner Sittich mit flächig Rot am Kopf, vor dem Auge, und fleckig am Nacken, der Brust und der Unterseite sowie an den Beinen. Die Stirn ist purpurrot. Der Augenring ist weißlich. Die Schulterfedern sind nicht rot, sondern grün. Die Oberseite ist etwas bläulich grün, dunkler auf den Flügeln und der Schwanzoberseite. Die Unterseite heller grün, zum Bauch hin heller werdend. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Die Iris ist dunkel, der Schnabel ist gelb bis orangefarben, die Beine sind rosa mit roten Flecken. Jungvögel sind nur an der Stirn rot.
Die Art ähnelt dem Kordillerensittich (Psittacara frontatus) sehr, hat aber eine purpurfarbene Stirn und rote Flecken auf den Wangen und Ohrdecken, am Flügelbug kein oder nur wenig Rot. Gegenüber dem Pavuasittich (Psittacara leucophthalmus) unterscheidet sich die Art durch die rote Stirn und die roten Federn am Bein.[4][5]
Geografische Variation
Die Taxonomie ist bislang nicht eindeutig.
Es werden folgende Unterarten anerkannt:[7][8]
- P. m. chlorogenys (Arndt, 2006)[9], – östliche Anden, Nordperu von 1200 bis 2900 m, rotes Stirnband reicht bis zu den Augen und Zügeln, schmaler roter Federring ums Auge nicht geschlossen, nicht über dem Auge, Scheitel gern mit einem Hauch von Blau, Beine mit roten Markierungen
- P. m. mitratus (Tschudi, 1844), Nominatform, – Anden von Zentralperu bis Bolivien und Nordwestargentinien
- P. m. tucumanus (Arndt, 2006) (Aratinga mitrata tucumana)[9], – Tucumán und Provinz Córdoba, Argentinien
- infrage gestellt als abgrenzbare Unterart von F. L. Agnolin 2009[12] und von Handbook of the Birds of the World und BirdLife International[13] nicht als Unterart anerkannt.
- P. m. alticola, – Anden im Südosten Perus (Cusco) wird von Avibase[1], Birds of the World[4], der American Ornithological Society und der Clements Checklist of Birds of the World[14] als Unterart anerkannt.
Die vorgeschlagene Unterart P. m. hockingi wird nicht allgemein anerkannt.
Stimme
Die Lautäußerungen werden als quietschende Laut und nasal klagendes Kreischen beschrieben, besonders im Fliegen.[4]
Lebensweise
Die Art wandert nach der Brutzeit umher auf der Suche nach Nahrung. Diese besteht hauptsächlich aus reifendem Beerenobst, Früchten der Platanen, Myoporus laetum oder Blüten von Eukalypten. Die Brutzeit liegt im Dezember in Argentinien. Das Nest wird in Baumhöhlen, auch an Klippen angelegt. Das Gelege besteht aus 2 bis 3 Eiern.[4]
Gefährdungssituation
Der Bestand gilt als „nicht gefährdet“ (Least Concern).[15]
Literatur
- J. J. Tschudi: Conurus mitratus. In: Archiv für Naturgeschichte. Band 10, S. 304, 1844, Biodiversity Library
Weblinks
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Rotmaskensittich (Psittacara mitratus)
- Rotmaskensittich (Psittacara mitratus) auf eBird.org
- Oiseaux.net
- Datazone.Birdlife
- Macaulay Library Multimedia
- Peruaves
- Rotmaskensittich auf Briefmarken
Einzelnachweise
- ↑ a b [1], in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am 18. September 2025.
- ↑ P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
- ↑ Van Remsen and Adam Urantówka: Divide Aratinga into four genera. South American Classification Committee, Mai 2013, abgerufen am 14. September 2025.
- ↑ a b c d e N. Collar, P. F. D. Boesman, C. J. Sharpe und G. M. Kirwan: Mitred Parakeet (Psittacara mitratus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World, 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Psittacara mitratus
- ↑ a b Thomas Scott Schulenberg, Douglas Forrester Stotz, Daniel Franklin Lane, John Patton O’Neill, Theodore Albert Parker III: Birds of Peru. Princeton University Press, 2007, ISBN 978-0-691-04915-1
- ↑ J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
- ↑ IOC 15.1 Parrots, cockatoos
- ↑ AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
- ↑ a b c Thomas Arndt: Aratinga mitrata chlorogenys. In: A revision of the Aratinga mitrata complex, with the description of one new species, two new subspecies and species-level status of Aratinga alticola. In: Journal of Ornithology. 2005, Band 147, Nummer 1, S. 73–86 doi:10.1007/s10336-005-0007-7.
- ↑ SACC (2010). Proposal (#473) to South American Classification Committee: Separate Aratinga hockingi and A. alticola from A. mitrata. (D. Lane addendum 22 June 2013. URL: [2]).
- ↑ F. M. Chapman: Aratinga mitrata alticola. In: Bulletin of the United States National Museum, Band 117, S. 62, 1921, Biodiversity Library
- ↑ F. L. Agnolin: "Sobre el complejo Aratinga mitrata (Psittaciformes: Psittacidae) en el noroeste Argentina. Comentarios sistemáticos". In: Nótulas Faunísticas (Segunda serie), Band 31, S. 1–5, 2009
- ↑ Version 9.1, abgerufen am 18. September 2025.
- ↑ Clements, J. F., P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, T. A. Fredericks, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith, and C. L. Wood. 2024. The eBird/Clements checklist of Birds of the World: v2024. [3], abgerufen am 26. August 2025.
- ↑ Psittacara mitratus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2018. Eingestellt von: BirdLife International, 2018. Abgerufen am 2025-September-18.