Rothenhof (Gemeinde Dürnstein)

Rothenhof (Weiler)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Krems (KR), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Krems an der Donau
Pol. Gemeinde Dürnstein  (KG Unterloiben)
Koordinaten 48° 23′ 33″ N, 15° 33′ 26″ Of1
Höhe 198 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 10 (1. Jän. 2025)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04162

Haus Rothenhof 6
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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Rothenhof ist eine Ortschaft in der Stadtgemeinde Dürnstein im Bezirk Krems in Niederösterreich mit 10 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1].

Geografie

Der Weiler zwischen Unterloiben und Förthof liegt an der Donau und der Donau Straße, von der hier die Landesstraße L7091 abzweigt. Östlich durchfährt die Donauuferbahn den 77 Meter langen Rothenhof-Tunnel.

Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 10 Adressen.[2]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Rotte mit sechs Häusern genannt, das nach Unterloiben eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Unterloiben besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Dürnstein ausgeübt.[3]

Bauten

Der südwestlich etwas außerhalb von Rothenhof gelegene Pichlhof (oder Bieglhof) besticht durch seine spätbarocke Malerei des Auge Gottes, des hl. Eustachius, und des Bacchus im Zwerchgiebel. In Nischen über dem Mittelportal sind weiters Figuren der hll. Johannes Nepomuk und Florian zu sehen, die beide um die Mitte des 18. Jahrhunderts angefertigt wurden.

Denkmalgeschützte Objekte

Persönlichkeiten

  • Josef Kyselak (1795–1831), Dichter, verewigte sich auf Felswand beim Rothenhof

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 2. Band: Krems bis Stift Zwettl. Wallishausser, Wien 1839, S. 159 (RothenhofInternet Archive).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 164.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  3. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 206 (Rothenhof in der Google-Buchsuche).