Rosemarie Ullrich

Rosemarie Ullrich (* 10. Mai 1944 in Cottbus; † 2024[1]) war eine deutsche Metallgestalterin und Schmuckkünstlerin.

Leben und Werk

Rosemarie Ullrich absolvierte die Erweiterte Oberschule und arbeitete nach dem Abitur von 1962 bis 1968 in den Theaterwerkstätten Leipzig. Von 1968 bis 1975 studierte sie im Fachbereich Schmuck, Metall und Emailgestaltung der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein. Dort hatte sie dann 1976/1977 eine Aspirantur. Mentorin für ihre Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR war Irmtraud Ohme.

Seit 1978 arbeitete Rosemarie Ullrich freischaffend als Metall- und Schmuckgestalterin. Die Bandbreite ihrer Werke als Metallgestalterin reicht von der Groß- bis zur Miniaturplastik. 1977 und 1979 nahm sie an den Symposien für Stahlgestaltung im VEB Chemieanlagenbau Staßfurt teil. Sie hatte eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen u. a. 1981/1982 und 1986/1987 in Halle an der 1. und 2. Zentralen Ausstellung „Metallgestaltung in der DDR“ und 1982/1983 in Dresden an der IX. Kunstausstellung der DDR.

Rosemarie Ullrich lebte und arbeitete seit Jahren mit ihrem Ehemann, dem Maler Klaus-Dieter Ullrich, und ihrer Tochter, der Keramikerin Pauline Ullrich (* 1979), auf einem vormals bäuerlichen Anwesen in Schochwitz-Wils.

Mitgliedschaften

Werkbeispiele

  • Der Sündenfall (1980; Kupfer, getrieben)
  • Gärtnerkissen (2004; Kupfer, getrieben, mit Achaten und Glasteilen, 38 × 38 × 34 cm)[2]
  • Landschaftsauge (5,50 × 6 × 1,50 Meter; in den Pyramiden des Mansfelder Landes)
  • Unter Schmetterlingen (2018; Alu, Kupfer, Neusilber, geätzt, getrieben und montiert)[3]

Literatur

  • Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 973.

Einzelnachweise

  1. rheftrig: Wir gedenken unserer 2024 verstorbenen Mitglieder. In: BBK - Sachsen-Anhalt e.V. 16. Dezember 2024, abgerufen am 25. November 2025 (deutsch).
  2. Abbildung in: Hans-Georg Sehrt (Hrsg.): Stillleben 1990–2010 in Sachsen-Anhalt. Malerei; Grafik, Plastik, Fotografie, Kunsthandwerk. Hallescher Kunstverein e.V., 2010, ISBN 978-3-941498-05-1, S. 87.
  3. Abbildung in: Hans-Georg Sehrt: Bauhaus und bildende Kunst in Sachsen-Anhalt. Halle, 2019, ISBN 978-3-941498-21-1, S. 73.