Rosemarie Eitzert
Rosemarie Eitzert (* 25. Januar 1932[1] in Berlin; geborene Schach von Wittenau) ist eine deutsche Jugendbuchautorin. Ihr bekanntestes Pseudonym ist Tina Caspari. Sie schreibt auch als Claudia Jonas sowie unter Varianten ihres Geburtsnamens.
Leben
Rosemarie Eitzert wurde 1932 als ältestes Kind des Kaufmanns Erich Schach von Wittenau (1898–1970) und der Erika von Schultz-Granskevitz (1910–2005) in Berlin-Steglitz geboren.[2] Der Vater betrieb ein Importgeschäft für Wolle, das er 1940 von Leipzig nach Berlin-Charlottenburg verlegte.[3] 1954 verzog die Familie nach Hamburg. Schon seit den 1930er Jahren lebten sie zeitweise auch auf ihrer Farm bei Naosanabis in Namibia.
Eitzert besuchte eine Handelsschule, machte eine Ausbildung zur Dolmetscherin für Englisch und nahm danach Ballett- sowie Schauspielunterricht. Von 1957 bis 1963 war sie überwiegend am Hamburger Theater tätig und arbeitete anschließend unter dem Namen Rosemarie von Schach als freiberufliche Schauspielerin. Seit 1972 ist sie Schriftstellerin.[2]
Bekannt wurde Eitzert unter dem Pseudonym Tina Caspari mit ihren Kriminalgeschichten für Jugendliche, hier vor allem der Serie Die Vier von der Pizza-Bande und ihren Büchern zum Thema Pferde. Wie beispielsweise die erfolgreiche Reihe Bille und Zottel, die sie 1976 für den Franz Schneider Verlag begann und mittlerweile 21 Bände umfasst. Einige ihre Bücher (Wespennest-Reihe) veröffentlichte sie zunächst unter dem Pseudonym Claudia Jonas.
Eitzert ist seit 1963 in dritter Ehe mit Peter Eitzert verheiratet, hat zwei Kinder[2] und lebt in der Nähe von München.
Werke
- Biggi kämpft mit allen Tricks, München [u. a.] 1975 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Bille und Zottel, München (21 Folgen, 1976–2003, unter dem Namen Tina Caspari)
- Mit 13 hat man täglich Ärger, München [u. a.] 1976 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Mit 14 glaubt man an die Freundschaft, München [u. a.] 1976 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Mit 15 wachsen einem Flügel, München [u. a.] 1977 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Internat Wespennest, München (6 Folgen, 1979–1982, unter dem Namen Claudia Jonas)
- Mit 16 tanzt man in das Leben, München [u. a.] 1979 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Ein Koffer voller Träume, München [u. a.] 1981 (unter dem Namen Rosemarie von Schach)
- Sommer, Sonne und zwei Pferde, München 1981 (unter dem Namen Tina Caspari)
- in der Jugendbuchserie Pizza-Bande (unter dem Namen Tina Caspari)
- 2. Der Priester mit den roten Schuhen oder Ferien im Zelt, München 1984
- 7. Gespenster essen keinen Hering oder Das Katzenversteck, München 1984
- 11. Ein Hai sitzt auf dem Trockenen oder Der Trick, München 1986
- Die vier von der Pizza-Bande, München 1989 (Sammelband der drei Bände aus der Reihe Pizza-Bande von Tina Caspari)
- Piri, München (6 Folgen, 1983–1990, unter dem Namen Tina Caspari)
- Mit 12 fühlt man ganz anders, München 1986 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Mit 17 setzt man auf die Liebe, München 1987 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Das rote Fohlen, München 1987 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Ein Schloß für unsere Pferde, München (7 Folgen, 1988–1992, unter dem Namen Tina Caspari)
- Tochterliebe, Würzburg 1988 (unter dem Namen Rosemarie von Schach)
- Der Sommer der silbernen Stute, München 1989 (unter dem Namen Rosemarie von Schach)
- Katja, München 1991 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Ein Windhauch weit bis Vung Tau, Würzburg 1991 (unter dem Namen Rosemarie von Schach)
- Jenny und Felix, München 1992 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Ich träum von einem Pferd, München 1995 (unter dem Namen Tina Caspari, zusammen mit Gitta von Cetto)
- Das Internat am Genfer See, München (unter dem Namen Tina Caspari)
- 1. Guten Start, Laura!, 1995
- 4. Anouschka im Dauerstreß, 1995
- 9. Kamera ab, Action!, 1997
- Mein Pony Schwarzer Schwan, München 1995 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Wer schnurrt denn da?, München 1995 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Kuschelrock, München (unter dem Namen Tina Caspari)
- 9. Traumjob – Liebe inbegriffen, 1996
- Mit 11 erobert man die Welt, München 1996 (Tina Caspari)
- Das Sternenpferd, München 1996 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Jana & Janusch, München (8 Folgen, 1997–1999, unter dem Namen Tina Caspari)
- Mitten rein ins Leben, Aarau [u. a.] 1997 (unter dem Namen Rosemarie von Schach)
- Der Sommer der silbernen Stute, München 1997 (unter dem Namen Rosemarie von Schach)
- Nella, 16, Schauspielerin, München 1998 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Die Theater-Kids, München (5 Folgen, 1998–2000, unter dem Namen Tina Caspari)
- Baby-Boss, München 2000 (unter dem Namen Rosemarie von Schach)
- Gefährliche Dämmerung, München 2000 (unter dem Namen Rosemarie von Schach)
- Die klügste Katze der Welt, München 2000 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Das Pferd wird noch geschminkt, München 2002 (unter dem Namen Rosemarie von Schach)
- Wunschpunsch, Frankfurt am Main (3 Folgen, 2002, unter dem Namen Rosemarie von Schach)
- Ab heute wird das Leben anders, München 2003 (unter dem Namen Tina Caspari)
- Gut Sonnenschein, München (3 Folgen, 2006, unter dem Namen Tina Caspari)
Übersetzungen
- Christine Dickenson: Ein Pferd für den Frühling, München [u. a.] 1977 (übersetzt unter dem Namen Rosemarie von Schach)
- Edmund Wallace Hildick: Ein Fall für Schnüffel-Nase, München [u. a.] 1977 (übersetzt unter dem Namen Rosemarie von Schach)
- Edmund Wallace Hildick: Schnüffel-Nase in Aktion, München [u. a.] 1977 (übersetzt unter dem Namen Rosemarie von Schach)
Filmografie (Auswahl)
- 1957: Glücksritter
- 1964: Karl Sand (Fernsehfilm)
- 1966: Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger (Fernsehserie, 1 Folge)
- 1966: Raumpatrouille Orion (Fernsehserie, 5 Folge, als Chroma-Ordonnanz)
- 1967: Von Null Uhr Eins bis Mitternacht (Fernsehserie, 1 Folge)
- 1969 Graf Yoster gibt sich die Ehre (Fernsehserie, 1 Folge)
- 1972: Alle reden von Liebe (Fernsehfilm)
Weblinks
- Literatur von und über Rosemarie Eitzert im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Interview mit Tina Caspari ( vom 25. März 2008 im Internet Archive)
- Rosemarie Eitzert bei IMDb
Einzelnachweise
- ↑ Meist ist ihr Geburtsjahr mit 1939 angegeben. In diesem Jahr wurde jedoch bereits am 4. Januar ihre Schwester als viertes Kind geboren (Familiennachrichten. In: Hamburger Abendblatt. Nr. 4. Hamburg 4. Januar 1939, S. 4 (deutsche-digitale-bibliothek.de).) In einem Interview bezeichnet sie sich selbst als Älteste von acht Geschwistern. Im Gotha ist sie in allen entsprechenden Ausgaben seit 1937 mit dem Geburtsjahr 1932 angegeben, womit sie eben auch das älteste Kind der Familie ist.
- ↑ a b c Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. Ausgabe 1993/94. Band 44. Lübeck 1994, ISBN 3-7950-2015-8, S. 283.
- ↑ Zentralhandelsregister. In: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger. Nr. 55. Berlin 5. März 1940, S. 9.