Ronthal (Gemeinde Hohenwarth-Mühlbach)
| Ronthal (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Ronthal | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Hollabrunn (HL), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Hollabrunn | |
| Pol. Gemeinde | Hohenwarth-Mühlbach am Manhartsberg | |
| Koordinaten | 48° 30′ 8″ N, 15° 47′ 43″ O | |
| Höhe | 344 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 127 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 5,18 km² (31. Dez. 2023) | |
| Postleitzahl | 3472 | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03791 | |
| Katastralgemeindenummer | 09129 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Ronthal (31021 002) | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Ronthal ist eine Ortschaft und Katastralgemeinde der Marktgemeinde Hohenwarth-Mühlbach am Manhartsberg in Niederösterreich mit 127 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025[1]).
Geographie
Der Ort liegt in einem Seitental des Straßertales, das hier kesselartig endet. Es ist nur über Nebenstraßen erreichbar. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 72 Adressen.[2]
Geschichte
Als Rewntal wird der Ort im 14. Jahrhundert bezeichnet, was sich vom mittelhochdeutschen Riuwental herleitet und „Tal der Betrübnis“ oder „schattiges Tal“ bedeutet.[3]
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 13 Häusern genannt, das nach Mühlbach eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Grafenegg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Grafenegg und Sitzendorf.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Ronthal ein Gastwirt, zwei Gemischtwarenhändler, zwei Sägewerke, ein Zimmermeister und einige Landwirte ansässig. Zudem gab es beim Ort eine Ziegelei.[5]
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Ronthal bis Schönborn. Mechitaristen, Wien 1835, S. 11 (Ronthal – Internet Archive; mit einem Nachtrag zum 5. Band: Pellendorf; b) Riedenthal (Groß-)).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 38, Sektion Langenlois, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,7 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 126.
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Ronthal auf hohenwarth-muehlbach.at
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 202 (Ronthall in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 420