Rolf Ackermann (Mediziner)

Rolf Ackermann (* 14. August 1941 in Ulm; † 11. Februar 2015) war ein deutscher Urologe und Hochschullehrer. Er war von 1983 bis 2007 Inhaber des Lehrstuhls für Urologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.[1][2]

Leben und Werdegang

Rolf Ackermann, Sohn von Hedwig Ackermann, geborener Küchle, und Ludwig Ackermann, besuchte von 1953 bis 1962 das Schubart-Gymnasium Ulm. Er studierte anschließend von 1962 bis 1968 Medizin in Würzburg und Wien. Sein Staatsexamen und seine Promotion zum Dr. med. erfolgten 1968 in Würzburg, ebenso 1975 seine Facharztanerkennung als Urologe. Von 1970 bis 1972 war er Wissenschaftlicher Assistent an der Urologischen Abteilung der University of California in Los Angeles, 1974 an der Chirurgischen Universitätsklinik in Würzburg und 1975 an der dortigen Urologischen Klinik. Ab 1975 war er auch Mitglied des DFG-Sonderforschungsbereichs Universität. Nach der Habilitation 1977 und dem Beginn seiner Lehrtätigkeit als Privatdozent 1978 wurde er 1980 zum C3-Professor für Urologie in Würzburg unter Hubert Frohmüller ernannt. Im Jahr 1981 erschien von ihm der Beitrag Urologische Notfälle in Notfalltherapie im Rettungsdienst, unter anderem in englischer Sprache.

1983 erhielt Rolf Ackermann die Berufung an den Lehrstuhl für Urologie an die Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, wo er die Urologische Universitätsklinik bis zu seiner Emeritierung 2007 leitete. Seine Forschungsinteressen galten vor allem der Onko-Urologie, insbesondere dem Prostata-, Blasen- und Nierenkrebs. Von 1995 bis 2003 war Ackermann Ärztlicher Direktor der Medizinischen Einrichtungen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, später des Universitätsklinikums Düsseldorf.[1][3]

Ackermann war evangelisch und ab 1972 verheiratet mit der promovierten Christel Ackermann-Schopf.

Ehrungen

Zu den Würdigungen und Anerkennungen von Ackermann zählen unter anderem der Wissenschaftliche Preis der Deutschen Gesellschaft für Urologie DGU (Maximilian-Nitze-Preis) in den Jahren 1979 und 1980, 1980 der Heinrich-Warner-Preis für Urologische Onkologie sowie im Jahr 2000 die Maximilian Nitze-Medaille für seine Gesamtverdienste um das Fachgebiet. 2004 wurde Ackermann der Förderpreis der Klüh-Stiftung Düsseldorf verliehen. Dazu kamen zahlreiche Ehrenmitgliedschaften in nationalen und internationalen Fachgesellschaften, die Ackermann verliehen wurden, unter anderem bei der DGU, der American Urological Association und der European Association of Urology, der Canadian Association of Urology sowie den nationalen Fachgesellschaften der Slowakei, Polens und der Schweiz.[1]

Literatur

  • Ackermann, Rolf. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 3.

Einzelnachweise

  1. a b c Nachruf Prof. Ackermann, Universität Düsseldorf. 18. Februar 2015, abgerufen am 30. August 2024.
  2. Laurent Boccon-Gibod: Rolf Ackermann (1941-2015): European urologist and gentleman. In: European Urology. Band 67, Nr. 6, Juni 2015, ISSN 1873-7560, S. 1198–1199, doi:10.1016/j.eururo.2015.03.025, PMID 25944040.
  3. DGU-Ehrenmitglied Professor Dr. Rolf Ackermann verstorben (18.02.2015). Abgerufen am 30. August 2024.