Rolf-Eberhard Jung

Rolf-Eberhard Jung (* 10. März 1934; † 24. Oktober 2025 in Bonn)[1] war ein deutscher Diplomat, der Botschafter in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo (damals Zaire), und in Luxemburg war.

Leben

Jung trat 1959 als Angehöriger des 14. Attachélehrgangs in den Auswärtigen Dienst ein. Während seines Vorbereitungsdienstes wurde er 1961 zu Ausbildungszwecken an die Botschaft Paris, Frankreich, entsandt.

Sein erster Posten nach der Laufbahnprüfung war der des ständigen Vertreters des Leiters des Generalkonsulats Houston, Vereinigte Staaten. 1964 zurück in der Zentrale des Auswärtigen Amts in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn wurde er dem Referat für Europäische politische Integration, den Europarat und die Westeuropäische Union zugeteilt.

1968 wurde Jung als Referent für Kultur- sowie Rechts- und Konsularangelegenheiten an die damalige Handelsvertretung in Sofia, Bulgarien, versetzt[2] und anschließend 1971 als ständiger Vertreter des Leiters der Botschaft Nairobi, Kenia, verwendet.

Mit seiner erneuten Rückkehr in die Zentrale des Auswärtigen Amts wurde er 1974 mit der stellvertretenden Leitung des Referats für die Vereinten Nationen betraut. Seine nächste Auslandsverwendung führte ihn 1978 als Leiter der Politischen Abteilung an die Ständige Vertretung bei der NATO in Brüssel, bevor er 1980 im Auswärtigen Amt die Leitung des Personalreferats für den Höheren Dienst übernahm.

Anschließend wechselte Jung 1984 als ständiger Vertreter des Leiters an die Botschaft Tokio, Japan.[3] 1991 wurde Jung zum Leiter der Botschaft Kinshasa bestellt und somit deutscher Botschafter im damaligen Zaire. Auf seinem letzten Posten war er ab 1993 Botschafter in Luxemburg,[4] von wo aus er 1998 in den Ruhestand trat.[5]

Einzelnachweise

  1. Rolf Eberhard Jung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 29. Oktober 2025, abgerufen am 1. Dezember 2025.
  2. Personalnachrichten. (PDF; 0,88 MB) In: Gemeinsamen Ministerialblatt der. Bundesministerium des Innern, 17. April 1969, S. 159, abgerufen am 1. Dezember 2025.
  3. Personenregister. (PDF; 0,7 MB) In: De Gruyter Brill. 1986, S. 2015, abgerufen am 1. Dezember 2025.
  4. Annabelle von Broich: Ein optimistischer Blick in die Zukunft. (PDF; 0,6 MB) In: Deutscher Verein in Luxemburg. 27. September 2005, abgerufen am 1. Dezember 2025.
  5. Offizieller Nachruf des Auswärtigen Amts, Ref. 101/102-s 110 SP, 27. November 2025