Roede (Patriziergeschlecht)
Roede (auch Rode o. ä. sowie ursprünglich Rufus für „der Rote“) ist der Name eines erloschenen westfälischen Patrizier- und Adelsgeschlechts.
Die Familie ist zu unterscheiden von dem hessischen Uradelsgeschlecht Rode und dem westfälischen Uradelsgeschlecht Rode.
Geschichte
Seinen Namen hat das Geschlecht wohl von der Haarfarbe eines Vorfahren. Es erscheint in Soest bereits ab dem 13. Jahrhundert und auch in Lippstadt im Patriziat. Erstmals tritt die Familie mit Wernherus Rufus 1229 auf. Derselbe wird 1240 noch einmal erwähnt und war Stammvater aller späteren Familienmitglieder. Der Vorname Werner kommt auch später noch häufiger in der Familie vor.[1][2]
Die Familie war am Handel beteiligt und gehörte 1279 zu den Lehnsträgern der Soester Vogtei. Sie war verwandt mit den Soester Patriziern von der Borg, Klepping und Esbeck.[1]
Die Familie war vielfach im Soester Stadtrat vertreten. Zwischen 1440 und 1450 war Johann de Roede sechsfacher Soester Bürgermeister. Die Familie existierte noch bis in das 16. Jahrhundert.[1]
Persönlichkeiten
- Johann de Roede, sechsfacher Bürgermeister von Soest
Wappen
Blasonierung: In Rot ein silberner springender Hund (Rüde) mit goldenem Halsband. Auf dem Helm mit rot-silbernen Helmdecken der silberne springende Hund zwischen zwei roten Fasanenfedern.[3]
Literatur
- Friedrich von Klocke: Alt-Soester Bürgermeister aus sechs Jahrhunderten, ihre Familien ihre Standesverhältnisse, in: Westfälische Zeitschrift, Band 84, 1927, S. 139 f. (PDF, 101 MB beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe).
- Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 107 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfln. 265 (hhu.de).