Robert Seyfried
Robert Seyfried (* 23. März 1905 in Mainz; † 2. Mai 1991 in Singen (Hohentwiel)) war ein deutscher Innenarchitekt, Maler und Bildhauer.
Leben
Robert Seyfried wurde als viertes von insgesamt fünf Kindern des Schneidermeisters Karl August Seyfried und seiner Frau Maria, geb. Kuntz, in Mainz geboren. Die damalige Wohnung befand sich laut Adressbuch von 1907 in der Großen Bleiche 22 im zweiten Stockwerk.[1][2]
Ausbildung
Nach Abschluss der Volksschule besuchte er von 1918 bis 1922 die Mainzer Kunstgewerbeschule bei den Professoren Otto Rückert (Malerei und Graphik), Anton Josef Pleyer (Innenarchitektur) und Georg Köllner (Bildhauerei).[3]
Er begriff sich anschließend nicht als freischaffender Künstler, sondern ging nach Düsseldorf und trat in ein Atelier für angewandte Kunst ein, welches er 1924 bereits als 19-Jähriger geleitet hat. Ferner war er in Düsseldorf freier Mitarbeiter bei den Akademie-Professoren Emil Fahrenkamp (Architektur) und Wilhelm Kreis (Bildhauerei).
Beginn der Berufstätigkeit
Die berufliche Laufbahn begann für Seyfried als Innenraumausstatter für neu zu errichtende Kinos im Deutschen Reich. Zuerst gewann er den Ende 1926 ausgelobten 1. Preis für die Innengestaltung des am 28. Januar 1928 feierlich eröffneten Titania-Palasts der National-Film-Theater GmbH in Berlin-Steglitz. Es war seinerzeit das modernste Lichtspielhaus in Europa und besticht noch heute zumindest in seiner äußeren Erscheinung.[4]
Ab 1927 trat er in Düsseldorf mit einem eigenen Atelier auf: "Seyfried & Weigandt Atelier für Raummalerei und Graphik" in der Schützenstr. 12A, seit 1933 in der Jordanstr. 1, wo er und Wilhelm "Willi" Weigandt auch ihre Wohnungen hatten.[5]
Von dort stattete er im Auftrage der Universal-Film A.G. (UFA) zahlreiche Lichtspielhäuser aus, die durch Kriegsfolgen oder Umnutzung heute nicht mehr aufweisbar sind, so Allenstein (seit 1945 Olzstyn); Dresden; Düsseldorf; Flensburg; Leipzig.[6]
Auch in seiner Heimatstadt wurde 1929 ein UFA-Kino in der Große Bleiche 27 errichtet, für dessen Ausstattung ein 1. Preis überliefert ist. Darüber hinaus wurde er nach erfolgreich absolvierten Wettbewerben weiter mit Mainzer Cafés und Gaststätten bedacht. Ferner erfüllte er Aufträge in den Nachbarländern. Konkret zu nennen ist heute lediglich die Ausmalung des Speisesaales im Hotel ALFA in Luxemburg und die Gestaltung von Menükarten (datiert 31 und signiert mit dem Nachnamen).
1933 bis 1945
1933 wurde ihm von den Nationalsozialisten ein zweijähriges Malverbot auferlegt, welches er durch weitere Auslandsaufträge in Luxemburg und dem noch nicht an das Deutsche Reich wieder angeschlossene Saarland umging.[7] Eine erhebliche Beeinträchtigung seiner beruflichen Karriere erfolgte daraus nicht.
1936 wurde die Düsseldorfer Ateliergemeinschaft mit Weigandt aufgelöst und er bezog mit seinen Eltern in Mainz das Haus Schaftriebsweg 94.[8] Weigandt verblieb in Düsseldorf und richtete nach 1945 zahlreiche neue Kinos in Nordrhein-Westfalen ein.[9]
Am 26. Februar 1937 fand die Hochzeit mit Hildegard Riedlinger aus Bohlingen (heute Ortsteil von Singen am Hohentwiel) statt, die er in Mainz kennengelernt hatte.[2] Das Ehepaar blieb anfänglich noch in Mainz, wo er zwei Ateliers betrieb, eines in der Altstadt, das andere am Schaftriebsweg. Aus diesem Jahr ist über eine Postkarte die Ausmalung einer Brauereistube in Aachen bekannt.
1938 erfolgte durch Vermittlung des Frankfurter Vertreters und Kunsthändlers Julius Nau der erste Kontakt Seyfrieds zu „August Wagner Vereinigte Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei“ in Berlin. Diese ging 1934 aus der damaligen Firma Puhl & Wagner-Gottfried Heinersdorff hervor, welche ihr Renommée vor allem durch Mosaiksetzerei mit dem von ihr erfundenen Goldglas bezogen hatte.
Gemeinsam führten sie nun zahlreiche Aufträge für Wehrmacht und Polizei aus. Meist handelte es sich um Ausmalungen von Gemeinschaftsräumen in Kasernen und Mosaike wie 1938 an der Fassade eines Wachhauses der Kaserne in Schwetzingen und noch 1942 für die Hospitalkasernenkirche in Bad Kreuznach. Zu dieser Zeit war Seyfried bei der Polizei bereits dienstverpflichtet und stand im Range eines Oberwachtmeisters. Mit Darstellungen im Heimatstil und von historischen Kampffiguren wie Landsknechten und gepanzerten Rittern entzog er sich allzu martialischen Vorstellungen seiner Auftraggeber.[10]
Seyfried war 1940 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung in München mit einem Ölgemälde („Neubau der Mainzer Bahnhofshalle“) vertreten.[11]
Doch auch zivile Großaufträge gingen in dieser noch Zeit an ihn. 1938 entwarf er für das neu errichtete Gebäude der Reichsbahndirektion, Kaiserstr. 5 in Mainz (heute das Stadthaus), dem Kreyßig-Flügel, drei große Fenster mit Motiven der Entwicklung des Verkehrswesens bis hin zur Eisenbahn.
Die Ausführung "der 2 cm starken mausgrauen Scheiben in Glasschliff" erfolgte ebenfalls bei August Wagner in Berlin-Treptow. Auch eine Mosaikumrandung für den Innentürbereich des dortigen Großen Sitzungssaales ging an Seyfried und Wagner.[12] Diese Verbindung blieb noch lange nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Auflösung 1969 der Firma bestehen, wobei auf deren zweitem Spezialgebiet, dem Glasschliff, nach 1945 weitere bedeutende Objekte entstanden. Einige in dieser Technik geschaffenen Werke sind in Mainz noch erhalten.
Im Sommer 1942 wurde Seyfried Bildberichter.[3] Dazu ist anzumerken, dass diese Tätigkeitsbezeichnung nicht mit Fotografen von Frontgeschehen oder gar Massakern gleichzusetzen ist. Bildberichter waren Angehörige einer Propagandakompanie, die vor allem verharmlosende Fotos, bei Seyfried Gemälde, für die Leser der zahlreichen Heimat- und Propagandapublikationen, aber auch für das Ausland anzufertigen hatten.
Im August 1942 verlor er durch Bombardement der Britischen Luftwaffe sein Atelier mit Stadtwohnung in der Mainzer Altstadt und damit auch seine gesamten künstlerischen Arbeiten vor 1933. Den Fronturlaub nutzte Seyfried, um in fünf Bildern Aspekte der Zerstörung seiner Heimatstadt zu dokumentieren.[13]
Auch von der Belagerung von Leningrad (heute wieder Sankt Petersburg) im Sommer 1942 bis Frühjahr 1943 gibt es zahlreiche großformatige, sorgfältig ausgeführte Gouache-Impressionen. Ungefähr 30 dieser Gemälde holte er von seiner Dienststelle noch aus dem brennenden Berlin nach Mainz und brachte sie in das Haus seiner Eltern.[14]
Sowohl die Mainzer als auch die Bildberichtsbilder befinden sich noch heute in Familienbesitz, wurden aber zum großen Teil auch später ausgestellt.
1944 bis zu seiner Gefangennahme 1945 war er in dieser Funktion in Frankreich bei Riom in der nördlichen Auvergne eingesetzt und kam von dort in amerikanische Kriegsgefangenschaft nach Donauwörth-Berg. Offenbar hatten es Künstler dort nicht schwer. Ihnen wurde neuwertiges Malmaterial zur Verfügung gestellt und zu Weihnachten wurde eine Ausstellung in der Heilig-Geist-Kirche unter Seyfrieds Führung ausgerichtet.[15]
Neuanfang in Bohlingen 1948
1947 erfolgte die Entlassung und 1948 der offizielle Zuzug nach Bohlingen, wo das junge Paar zwei Zimmer im Hause der Eltern der Frau auf dem Gelände von deren Sägewerk beziehen konnten.
Dennoch blieb er noch bis 1960 auch im (nun ohne s geschriebenen) Schaftriebweg 94 gemeldet, wo seine Schwestern Frieda und Maria weiterhin lebten.[16] Von Bohlingen aus betrieb Seyfried nun seine Aktivitäten, wofür sein Schwiegervater Otto Riedlinger dem Ehepaar 1951 ein eigenes Haus mit Atelieranteil errichtete. Die ersten Aufträge nach 1945 waren noch für seine alte Heimat in Rheinland-Pfalz bestimmt. Das erforderte eine große Reisetätigkeit.
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Modell einer Wandgestaltung mit der Europa, gemalt
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Modell einer Wandgestaltung mit der Europa als Relief
1950/51 beteiligte er sich gemeinsam mit Oberbaurat Richard Jörg an zwei Wettbewerben zum Wiederaufbau des Stadttheaters von Mainz und malte als Preisträger die Saaldecke in beachtenswerter moderner Weise aus was zu Kontroversen zwischen dem konservativ eingestellten Oberbürgermeister Franz Stein und den modern denkenden Seyfried und Jörg führte.[17][18] Ferner wurden von Seyfried sechs mosaikbesetzte Säulen entworfen, die bei Wagner in Berlin gefertigt worden sind. Von diesen Arbeiten blieb nach zweimaliger Umgestaltung zum späteren Staatstheater nichts mehr übrig. Für den Rosengarten in Mannheim, heute Kongresszentrum, entwarf er fünf Scheiben für Glasschliff, um Blindfenster im Mozartsaal zu dekorieren. Auch hier modern gestaltend stellen sie den Sonnenlauf vom Aufgang bis zum Untergang dar. Heute befinden sie sich im Johann Wenzel Stamitz Saal.
Der Wiederaufbau brachte zahlreiche Aufträge für die Innenausstattungen von Bahnhofsrestaurants und neu errichtete Hotels ein. Viele dieser Projekte entstanden unter dem bekannten Architekten Hans-Joachim Lenz. Es liegt allerdings in der Natur solcher Einrichtungen, dass bei späterem Betreiberwechsel die Ausstattung radikal ausgewechselt und entsorgt wurde. Gleiches gilt für die zahlreichen Ausstattungen von Betriebseinrichtungen.
Am Bodensee und am Hochrhein von Waldshut über Lörrach bis hin nach Weil am Rhein gewannen nun auch zunehmend die zumeist öffentlich beauftragten Arbeiten die Überhand. Zahlreiche Schulneubauten wurden mit Farbverglasungen, Bronzeskulpturen und Wandschmuck als Stein- und Aluminiumreliefs, aber auch farbigen Keramikwänden und Mosaiken ausgeschmückt. Ebenso wurden Rathäuser, Landratsämter und Gemeindehallen von ihm künstlerisch ausgestattet. Durch die in den 1960er und 70er Jahren geförderte „Kunst am Bau“ gelangte Seyfried zu öffentlicher Wirksamkeit und großer Bekanntheit.
Anfänglich wenig für die Kirchen beider Konfessionen schaffend, brachte er später in dieser Beziehung sein Hauptwerk hervor, die acht großformatigen dreieckigen Schifffenster von St. Pankratius in seiner neuen Heimat Bohlingen. Auch für Einsegnungshallen auf Friedhöfen schuf er Arbeiten.[19]
Der hiesigen Bevölkerung wird er aber am meisten bekannt sein mit seinen sechs Narrenbrunnen, die öffentlich Zeugnis vom liberal-humorvollen Geist und vom handwerklichen Geschick Seyfrieds ablegen.[20]
Seine unermüdliche Schaffensfreude drückt sich auch in den zahllosen Gemälden, Graphiken und Kleinfiguren aus, die, sofern sie sich nicht im Besitz zahlreicher Freunde seiner Kunst befinden, weiterhin von seinen Erben verwahrt werden.
Seyfried gilt aufgrund seiner durch die Werke dokumentierte Schaffenskraft und technischen Vielseitigkeit als einer der wichtigsten Künstler der Nachkriegszeit am westlichen Bodensee und am Hochrhein.[21]
Werkverzeichnis nach 1945 (ohne Kleinplastik, Malerei und Graphik)
Innenausstattungen
Kulturelle Einrichtungen
- Mainz, Stadttheater (1950/51), nach zweimaliger Umgestaltung nicht mehr in diesem Zustand erhalten.[17][18]
- Mannheim, Rosengarten (1952), Mozartsaal (seit 1996 im Wenzelslaus Stamitzsaal) heute m:con – mannheim:congress GmbH.
Innenausstattung und Fassadengestaltung von Hotels
- Mainz, Europahotel (1959), heute noch im Wesentlichen erhalten
- Recklinghausen, Europahotel (1961)[22]
- Ludwigshafen am Rhein, Europahotel (1977)
Innenausstattung von Restaurants und Betriebskantinen
- Mainz, Haus des deutschen Weines (1958)
- Ingolstadt, Auto-Union, Verwaltungs- und Sozialgebäude
- Neustadt an der Weinstrasse, Bahnhofsgaststätte (1960)
- Bad Kreuznach, Bahnhofsgaststätte (1960)
- Bingen, Bahnhofsgaststätte (1960)
- Sobernheim, Flugplatz, Casino (1961)[23]
- Landau, Bahnhofsgaststätte (1962)
- Freiburg im Breisgau, Studententreff Germania-Hohentwiel (1962)
- Moos (Höri), Restaurant "Zum Grünem Baum" (1964)
- Ludwigshafen (Rhein), Bahnhofsgaststätte "Ehrenfried" (1969)
- Höchenschwand, Casa.Bar (1969)
- Donaueschingen, Fürstenberg Bräustuben (1974)
Skulptur im öffentlichen Bereich ohne Narrenbrunnen
- Steißlingen, Schulpark, Bremer Stadtmusikanten (1964) – abgebaut und deponiert
- Worblingen, Hardberghalle, Sportlerpaar, heute im Foyer der Stadthalle (1974)
- Radolfzell, Mettnaupark, "Geborgene Kindheit" (1977)
- Radolfzell, Gewerbeschule, zwei Stelen (1982)
- Konstanz, Landratsamt, Licht- und Figurensäule (1984)
- Waldshut, Altersheim, Winkende alte Dame und ihr Pfleger (1987)
- Nieder Olm, Grabfigur für Peter Eckes, Friedhof (1988)
Narrenbrunnen
- Gailingen, Eichelklauberzunft (1976)
- Radolfzell, Narrizella Ratoldi-Zunft, De Kappedeschle (1977)
- Steißlingen, Storchenzunft (1983)
- Liptingen, Schlehenbeißerzunft (1983)
- Ludwigshafen/Bodensee, Seehasenzunft (1984)
- Bohlingen, Trubehüeterzunft (1991)
Wandgestaltung (Sgraffiti, Flachreliefs, Wandmalerei) an und in Gebäuden in öffentlichem Bereich
- Baden-Baden, Erstes Funkhaus des Südwestfunks (1954) – Aufgabe 2025/26 für Wohnungsbau
- Radolfzell, Versorgungsamt, Türeingangsseiten (1953)
- Lörrach, Friedhofskapelle (1955)
- Mainz, Universität, Fakultät für Rechtswissenschaften, Foyer (1961)
- Radolfzell, Casino "Le Foyer" der französischen Offiziere der Kaserne Vauban (1961)
- Radolfzell, Rathaus, Treppenaufgänge (1963)
- Waldshut, Kaufmännische Schule (1963)
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Waldshut, Kaufmännische Schule, Wandgestaltung, Alu-Guss, 1963
- Waldshut, Gewerbliche Schulen (1963) – 2001 aus Schadensgründen entfernt
- Gailingen, Hochrheinhalle, Eingangsbereich (1966) – heute versetzt aufgestellt
- Waldshut, Landratsamt (1984) – nicht mehr nachweisbar
Glasmalerei, Glasschliff, Ätzarbeit und Betondickglas
- Mainz, Reichsbahndirektion (1938) – nach 1945 ersetzt durch Bleiverglasung
- Duisburg, DEMAG, großes Treppenhausfenster 1951 – Status unbekannt
- Mannheim, Rosengarten Mozartsaal (1952) – heute im Wenzelslaus Stamitz-Saal
- Mainz, Landessozialgericht, Treppenaufgang (1955)[24]
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Entwurf der Verglasung
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Ausführung als Glasschliff
- Mainz, Neue Gustav Stresemann-Gedenkstätte (1960) – ausgebaut
- Mainz, Ev. Auferstehungskirche, Wallstrasse (1961)[25]
Viele dieser Projekte im Mainz der Nachkriegszeit gingen auf seine Zusammenarbeit mit Hans-Joachim Lenz zurück. Am Hochrhein und im Südschwarzwald arbeitete Seyfried häufig mit Otto Thoß, Waldshut, zusammen.
Glasmalerei am Bodensee und Hochrhein
- Rheinfelden, Gewerbeschule (1955) – 2024 ausgebaut und deponiert
- Lörrach, Friedhofskapelle (1955)
- Wutöschingen, Ev. Friedenskirche (1956)
- Waldshut, Hochrhein-Gymnasium (1958) – 2019 ausgebaut
- Wutöschingen, Alemannen-Schule (1959) – nicht mehr erhalten
- Waldshut, Kaufmännische Schule (1961/63) – 50 % erhalten
- Weil am Rhein, Friedhofskapelle (1964)
- Dogern, Ev. Aufstehungskirche (1965) – 2025 entwidmet
- Albbruck, Papierfabrik (1965) – 2012 abgerissen
- Erzingen, Aussegnungshalle (1966)
- Stühlingen, Krankenhaus Loreto (1968) – Farbfelder nach Ausbau gesichert
- Binningen, Friedhof (1971)
- Steißlingen, Bürgerhaus (1976)
- Worblingen, Friedhof (1977)
- Rielasingen, Friedhof (1979)
- Singen, Alte Friedhofskapelle St. Michael (1979)
- Engen, Kinderheim Sonnenuhr, Kapelle (1979)
- Bohlingen, St. Pankratius (1979/80)
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Bohlingen, St. Pankratius, Bleiverglasung, 1978–80
- Arlen, Friedhof (1982)
- Waldshut, Altenheim (1986) – in Kapelle eines neuen Gebäude übertragen
- und Privathäuser
Mosaik, Majolika, Keramik, Holzintarsien
- Villingen, Altes Landratsamt (1959)
- Allensbach, Grundschule (1960)
- Ingolstadt, Auto-Union (1960)
- Wutöschingen, Rathaus (1961)
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Ausgeführtes Glasmosaik am Rathaus Wutöschingen, 1961
- Moos, Kindergarten Villa Pfiffikus (1960) – 1997 abgebaut und eingelagert
- Villingen, Feuerwehrhaus, Matthäus-Hummel-Saal (1961)
- Landau, Bahnhofsgaststätte (1962)
- Waldmohr (Pfalz), Rothenfeld-Grundschule (1964)
- Villingen, Hans-Kraut-Gewerbeschule (1970) – teilzerstört, rekonstruiert von Wilfried Steinhart[26][27]
- Gailingen, Kliniken Schmieder (1981)
- Villingen, Deutsche Bank (1983)
Ausführende Werkstätten
- Bronzeguss: Kunstgießerei Ernst Strassacker, Süssen
- Aluminiumguss: Karl Casper Guß, Nöttingen[28]
- Glasmalerei und Betondickglas: August Wagner, Berlin; Glaskunst Nikolaus Dierig, Überlingen
- Glasschliffarbeiten: August Wagner, Berlin
- Mosaik: August Wagner, Berlin; Franz Mayer’sche Hofkunstanstalt, München
- Holzintarsien: Georg Wölfel, Kunstanstalt für Intarsien, Stuttgart
Ausstellungen
Einzelausstellungen
- 1940 Mainz Industrie- und Handelskammer, Das Bild in der Kaserne, vom 27.4. – 24.5.1940.[29]
- 1970 Konstanz (Wessenberg-Galerie), robert seyfried innenarchitekur plastik malerei, 22.3.1970 bis 26.4.1970. Vernissage durch Frank Leberecht am 22.3.1970.
- 1985 Singen. Alte Sparkasse, Robert Seyfried zum 80. Geburtstag. Vernissage durch Gerhard Braun am 8.3.1985.
- 1990 Radolfzell, Villa Bosch, Werke aus fünf Jahrzehnten, Robert Seyfried zum 85. Geburtstag – Kulturamt Radolfzell, 17.03. – 16.04.1990, Vernissage durch Gerhard Braun.
- 1995 Singen, Rathaus Bürgersaal, 90 Jahre Robert Seyfried, Einblick in das Gesamtwerk, Stadt Singen und Frau Seyfried, Vernissage am 5.11.1995.
Ausstellungen unter Beteiligung von Robert Seyfried
- 1940 München, Haus der Kunst, Große deutsche Kunstausstellung 1940. Ein Gemälde im Stil der Neuen Sachlichkeit "Neubau der Mainzer Bahnhofshalle".[30]
- 1945 Donauwörth, Kloster Heilig Kreuz, Herbst bis Dezember, von Robert Seyfried organisierte Gruppenausstellung während seiner Kriegsgefangenschaft bei den Amerikanern (überwiegend Künstler aus dem Raum München).[15]
- 1975 Konstanz, Albertus-Magnus-Haus, "Kunst hilft leben – Kunst weist Wege".
- 1994 Steißlingen, Rathaus, "Robert Seyfried und andere", September 1994, Ausstellung zum Klemenzenfest.
- 2015 Moos, Bürgerhaus, "aus den ateliers am see. bilder und objekte". Ausstellung 1.8. – 30.8.2015. Laudatio Michael Kicherer.
Privat initiierte Ausstellungen
- 1970 Waldshut, Haus Seipp-Wohnkultur, Conrad Gröber-Platz, Das Bild im Raum, 8. Nov. bis 8. Dez.
- 1987 Konstanz, Hohes Haus, Möbelgeschäft Wohnform K. H. Schmidt, Oktober 1987. Vernissage durch Gerhard Braun.[31]
- 1992 Bohlingen, Eröffnung der Galerie Seyfried, Robert Seyfried, Landschaften und Reisebilder, Vernissage durch Gerhard Braun am 21.11.1992.
- 1994 Bohlingen, Galerie Seyfried, Robert Seyfried, Kunst am Bau, Eröffnung am 7. Mai 1994, Vernissage durch Gerhard Braun.
- 1995 Bohlingen, Galerie Seyfried, Robert Seyfried zum 90. Geburtstag. Vernissage am 22. März durch Gerhard Braun.
- 2005 Moos, Bürgersaal, Hommage an Robert Seyfried zum 100. Geburtstag, Gemeinde Moos, Frau Seyfried und Familie Ulrich Riedlinger, 22.03. – 10.04.2005, Vernissage durch Gerhard Braun und Walter Fröhlich alias WAFRÖ.
Literatur
- Frank Leberecht, Robert Seyfried 65 Jahre, in: Jahrbuch Hegau-Geschichtsverein 1970/1, S. 394 – 397 mit Abbildungen
- Herbert Schläger, Ein Leben für die Kunst – Robert Seyfried wird in Singen-Bohlingen 75 Jahre alt, in: Südkurier vom 22. März 1980.
- Herbert A. Baier, Salut für Robert Seyfried (Versuch einer Würdigung zum 75. Geburtstag), in: Singener Nachrichten 22./23. März 1980 mit Foto zum Künstler.
- Gerhard Braun: Zum 80. Geburtstag von Robert Seyfried. In: Singener Jahrbuch 1985, S. 112–118.
- Verein der Kunstfreunde e. V. Singen / Kulturamt der Stadt Singen (Hrsg.): Robert Seyfried. 1990.
- Ulrich Riedlinger: 100. Geburtstag von Robert Seyfried: unvergessener Bohlinger Künstler. In: Singen-Jahrbuch, Bd. 40, 2006, S. 97–104.
- Gerhard Braun: Robert Seyfried (1905–1991) – Ein Nachruf. In: Singener Jahrbuch, 1991/92, S. 19–21.
- Gottfried Borrmann, Er schuf das Flair der alten Ufa. Der Mainzer Künstler Robert Seyfried und sein reich gefächertes Lebenswerk, in: Mainz Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte, 1/2000, S. 81 - 85 mit Abbildungen
- Bernd Konrad, Glasmalerei und künstlerische Glasgestaltung im Kreis Konstanz. Band VIII der Reihe "Kunstschätze" des Hegau-Geschichtsvereins. Hegau-Bibliothek Band 191. Singen 2022, passim.
- Jaqueline Weiß und Gerhard Braun, Erinnerungen an Robert Seyfried, in: Südkurier Singen, 22.3.2025
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Gerhard Braun, Zum 80. Geburtstag von Robert Seyfried. In: Singener Jahrbuch 1985, S. 112–118
- ↑ a b Ulrich Riedlinger, 100. Geburtstag von Robert Seyfried: unvergessener Bohlinger Künstler. In: Singen-Jahrbuch, Bd. 40, 2006, S. 98.
- ↑ a b Frank Leberecht, Robert Seyfried 65 Jahre, in: Jahrbuch Hegau-Geschichtsverein 1970/1, S. 394–397.
- ↑ Rolf Grünewald: Der Titania-Palast 1928–1966 Berliner Kino- und Kulturgeschichte. Reihe Deutsche Vergangenheit Stätten der Geschichte Berlins Nr. 72. Edition Hentrich, Berlin 1992.
- ↑ Adressbücher der Stadt Düsseldorf
- ↑ Gottfried Borrmann, Er schuf das Flair der alten Ufa. Der Mainzer Künstler Robert Seyfried und sein reich gefächertes Lebenswerk, in: Mainz Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte, 1/2000, S. 81 - 85 mit Abbn.
- ↑ Diese Lebenspassage in jeder Darstellung zu Seyfried.
- ↑ Adressbücher der Städte Mainz und Düsseldorf.
- ↑ zu Weigandt
- ↑ Melanie Mertens, Tempelfront und Mälzerschlot. Baudenkmale der Stadt Schwetzingen, in: Badische Heimat, Heft 1, März 2016 / 96. Jahrgang, S. 41 - 51 (mit Abbildungen)
- ↑ https://www.gdk-research.de/de/obj19405511.html
- ↑ Paul Hans Petri, Der Erweiterungsbau des Verwaltungsgebäudes der Reichsbahndiektion Mainz, in: Die Reichsbahn - amtliches Organ der Hauptverwaltung der Eisenbahnen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes 15.1939, S. 310–315.
- ↑ Ausst. 1990, Nr. 10 bis 14.
- ↑ Ausst. 1990, Nr. 1 - 9
- ↑ a b Gerhard Braun, Bilder zum Wiederaufbau - Robert Seyfried wäre am Donnerstag 95 Jahre alt geworden, in: Singener Wochenblatt 22.3.1995.
- ↑ Adressbücher der Stadt Mainz (Stadtarchiv Mainz).
- ↑ a b Richard Jörg, Das Mainzer Stadttheater 1832 und 1952, in: Die Neue Stadt, 1952, VI. Jg., H. 7, S. 282 - 290 (zu Seyfried S. 286 Farbgebung).
- ↑ a b Sascha M. Salzig, Von der bürgerlichen Repäsentation zur Eventkultur: die Architektur des Mainzer Stadttheaters von Georg Moller im kulturhistorischen Wandel. Lindenberg im Allgäu 2016, dort S. 140 - 146 (5.3. Die Geschichte des Wiederaufbaus 1950/51)
- ↑ Bernd Konrad, Glasmalerei und künstlerische Glasgestaltung im Kreis Konstanz. Band VIII der Reihe "Kunstschätze" des Hegau-Geschichtsvereins. Hegau-Bibliothek Band 191. Singen 2022, passim.
- ↑ Kat. Ausst. 1985, Nr. 57 - 61.
- ↑ Herbert A. Baier, Salut für Robert Seyfried (Versuch einer Würdigung zum 75. Geburtstag), in: Singener Nachrichten 22./23. März 1980
- ↑ Festschrift zur Eröffnung des Europahotels Recklinghausen (1961)
- ↑ Hubertus Lossow, August Wagner, Vereinigte Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei Berlin, in: Das Münster. Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, 15, 1962, S. 449 - 456 mit Abbildungen
- ↑ Rainer Metzendorf (Herausgeber) Mainz 1945 - 1970. Die verkannte Epoche des Wiederaufbaus. Hrs. im Auftrag des Stadthistorischen Museum Mainz. München 2022, S. 85 mit Abbildungen
- ↑ Ulrike Weber, Wände, die gleichzeitig Lichtquellen sind - Glasfenster, in: Brücke - Gemeindebrief der evangelischen Auferstehungsgemeinde Mainz. Nr. 6, Weihnachten 2025, S. 20/21
- ↑ Jochen Hahne, (Wilfried) Steinhart rekonstruiert Monumental-Mosaik in der Hans-Kraut-Schule, in: Südkurier Villingen-Schwenningen vom 3. Oktober 2020.
- ↑ Eberhard Stadler, Frevel einer zerteilten Kunst geheilt. - Mosaik in der Gewerbeschule mehrfach zerlegt. - Steinhart gelingt die Rekonstruktion des Kunstwerks, in: Südkurier Villingen-Schwenningen, vom 4. November 2020, S. 19 mit Abbildungen.
- ↑ wafrö (Walter Fröhlich), Der Künstler Robert Seyfried in Bohlingen, in: Arbeits Kamerad Werkzeitschrift für die Alu Singen 1 '75, S. 4/5 mit Abb.
- ↑ Mainzer Anzeiger Nr. 99 vom 27.4.1940
- ↑ Neubau der Mainzer Bahnhofshalle. In: Große deutsche Kunstausstellung 1937-1944. 2011, abgerufen am 22. November 2025.
- ↑ Walter Fröhlich, in Südkurier vom 17. Oktober 1987