Robert Schwab (Mediziner, 1967)
Robert Schwab (* 1967) ist ein Generalarzt (Luftwaffe) der Bundeswehr sowie Kommandeur und Ärztlicher Direktor des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz.
Militärische und akademische Laufbahn
Beförderungen
- 1991 Leutnant SanOA
- 1996 Stabsarzt
- 1998 Oberstabsarzt
- 2004 Oberfeldarzt
- 2012 Oberstarzt
- 2025 Generalarzt
Schwab trat 1986 in die Bundeswehr ein. Von 1988 bis 1990 absolvierte er den vorklinischen Abschnitt des Humanmedizinstudiums an der Universität Regensburg. Es schloss sich von 1990 bis 1994 der klinische Studienabschnitt an, welchen Schwab an der Technischen Universität München und der University of California in San Francisco (USA) abschloss. Nach Studienabschluss war Schwab ab 1994 zwei Jahre Assistenzarzt am Bundeswehrkrankenhaus Ulm. Es schloss sich von 1997 bis 1998 eine Verwendung als Truppenarzt und Fliegerarzt im Jagdbombergeschwader 34 in Memmingen an. Von 1998 bis 1999 setzte Schwab seine Ausbildung als Assistenzarzt am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm fort, bevor er 1999 bis 2000 als Referent InSan II 3 (Grundsatz Planung und Personal Sanitätsdienst) im Bundesministerium der Verteidigung am Dienstsitz Bonn eingesetzt wurde. Im selben Jahr wurde er auch zum Berufssoldaten ernannt. Von 2000 bis 2002 wurde Schwab wiederum als Assistenzarzt, diesmal am Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz, verwendet. Hier schloss er im Jahr 2002 auch seine erste Facharztausbildung zum Facharzt für Allgemeinchirurgie ab. Zur Vertiefung seiner Ausbildung wurde Schwab von 2002 bis 2005 an die Chirurgische Universitätsklinik der RWTH Aachen versetzt, wo er in ziviler Weiterbildung sowohl den Facharzt für Viszeralchirurgie (2004) als auch die Zusatzbezeichnung spezielle Viszeralchirurgie erwarb. Von 2006 bis 2008 war Schwab Geschäftsführender Oberarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz. Im Jahr 2007 habilitierte Schwab an der RWTH Aachen und bekam somit die Venia Legendi für das Fach Chirurgie erteilt. 2008 erfolgte eine Umhabilitation an den Fachbereich Medizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Von 2008 bis 2010 war Schwab Leitender Arzt des Zentrums für Viszeralmedizin / Viszeralchirurgie und Gastroenterologie am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz. Von 2011 bis 2025 folgte eine Verwendung als Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz. Im Jahr 2013 erhielt Schwab die Ernennung zum Außerplanmäßigen Professor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 2020 wurde er Fellow des American College of Surgeons. Im Jahr 2024 wurde Schwab, in Vorbereitung auf seinen aktuellen Dienstposten, für ein Jahr als Abteilungsleiter C – Krankenhausmanagement und Grundsatz Management der Gesundheitseinrichtungen im Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr in Koblenz eingesetzt. Im Folgejahr wurde Schwab, als Nachfolger von Generalarzt Jens Diehm, Kommandeur und Ärztlicher Direktor des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz.[1][2] Auf diesem Dienstposten erhielt er die Ernennung zu Generalarzt.
Auslandseinsätze
- IFOR / SFOR: 1997, 1998, 2001, 2002, 2004
- Operation Enduring Freedom (OEF): 2007
- ISAF (Feyzabad, Kunduz und Mazar-e Sharif): 2005, 2006, 2008, 2009, 2011, 2012, 2013
- European Union Naval Force – Mediterranean: 2016
Auszeichnungen
- Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold
- Einsatzmedaillen der Bundeswehr SFOR, ISAF, OEF, EUNAVFORMED
- NATO-Medaillen SFOR, ISAF
- Einsatzmedaille der Europäischen Union EUNAVFORMED
Wissenschaftliche Forschungsschwerpunkte
- Laparostoma / Abdomen apertum
- Trauma von Thorax und Abdomen
- Schuss- und Explosionsverletzungen
- Hernienchirurgie
- Schilddrüsenchirurgie
- Ausbildungskonzepte in der Allgemein- und Viszeralchirurgie
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Sanitätsdienst der Bundeswehr/koj: Neuer Chef im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz. In: https://www.kma-online.de/. Thieme, 3. Februar 2025, abgerufen am 30. Dezember 2025.
- ↑ Koblenz: Am BundeswehrZentralkrankenhaus gibt es eine neue Führung mit Robert Schwab. In: https://www.kaden-verlag.de/. Kaden Verlag, 13. Februar 2025, abgerufen am 30. Dezember 2025.